By Roland
15 Oct, 2009 8:29 pm
Nachdem es schon eine ganze Weile alle möglichen Gerüchte rund um Googles neues “Betriebssystem” Chrome OS gab, ist nun offenbar eine Build davon an die Öffentlichkeit gelangt. Noch handelt es sich lediglich um ein Installationspaket für Debian oder Ubuntu Linux, aber wir können uns immerhin ein erstes Bild von Googles lang erwartetem Produkt machen. Der Blogger Erk Struwe hat schon mal ein Video gedreht, mehr Infos und Bilder gibt’s nach dem Break:
Zuerst fanden die Kollegen von TechCrunch einen neuen Ordner auf den Google-Servern der nach Chrome OS benannt war und inzwischen wieder verschwunden ist. Darin waren einige Builds des Chrome Browsers enthalten, die offenbar speziell für das neue Betriebssystem angepasst wurden. Jonathan Frederickson, der ein eigenes Blog zu Googles Aktivitäten betreibt, hat die Dateien rechtzeitig heruntergeladen und inzwischen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Startet man den Browser unter Ubuntu oder Debian, wird eine optisch veränderte Version des Chrome-Browsers geladen, bei der einige zusätzliche UI-Elemente angezeigt werden.
Die Benutzeroberfläche wird um Anzeigen für Uhrzeit, Netzwerk- und Batterie-Status ergänzt, die neben den üblichen Schaltflächen zum Verkleinern, Maximieren und Schließen von Fenstern zu sehen sind. Links oben sitzt offenbar das neue Chrome OS-Logo. Möglicherweise wird der Browser sogar zu einer Art Desktop gemacht – zumindest lässt die modifizierte Oberfläche dies vermuten. Klickt man das Logo, erscheint das “Google Short Links” Fenster und der Nutzer muss sich mit einer E-Mail-Adresse einloggen, die auf @google.com endet. Hat keiner, also endet die Reise vorerst an dieser Stelle.
Gräbt man sich durch die Einstellungsmenüs fällt ein neuer “Chrome OS”-Tab auf, der Steuerelemente für die Hardware enthält, die bisher noch nicht einsatzbereit scheinen. Frederickson stieß in jüngeren Builds auf einige Veränderungen an der Oberfläche. Über einen neuen Menüpunkt lässt sich eine kompakte Version der Navigationsoberfläche einstellen. Dabei wird offenbar kräftig experimentiert, denn die die Adresszeile und die anderen Elemente der Browser-Oberfläche werden in die am oberen Rand angezeigte Leiste mit den Schaltflächen für Netzwerk & Co integriert. Die Themes von Chrome scheinen auch in dieser Variante ganz normal zu funktionieren.
Google hat inzwischen bekannt gegeben, dass man morgen eine Veranstaltung abhalten will, auf der unter anderem ein Vortrag über Chrome OS gehalten werden soll. Wahrscheinlich reagiert der Konzern damit auf den Leak und will nun die Kontrolle über die Lage behalten. Wir können uns also auf reichlich neue Informationen freuen. Bei aller Vorfreude muss bedacht werden, dass Google eigentlich erst frühestens im November die ersten frei verfügbaren Betas anbieten will und die erste finale Ausgabe von Chrome OS erst Ende 2010 erwartet wird.
Quelle: TechCrunch und Living in a Google world und PC World und ChromeOS-Blog




















