By Roland
27 Oct, 2009 4:20 pm
Intel will offenbar einen größeren Abstand zwischen Netbooks und CULV-Notebooks bringen und setzt dabei auf niedrigere Preise in Verbindung mit einer gegenüber aktuellen Modellen auf den ersten Blick schlechteren Ausstattung. Dies legen die von Intel vor kurzem an seine Partner herausgegebenen Empfehlungen für die Ausstattung von Netbooks mit Intel Atom Pineview-Prozessoren nahe.
Die ersten derartigen Netbooks dürften uns zur CES im Januar begegnen. Zu diesem Zeitpunkt soll auch die offizielle Markteinführung des Intel Atom N450 über die Bühne gehen, der mit 1,66 GHz zwar wenig schneller ist als etwa der aktuelle Intel Atom N270, dafür aber mit integriertem Speichercontroller und Grafiklösung daher kommt. Die Leistungsaufnahme dieses Chips soll bei gerade einmal 5,5 Watt liegen. Um niedrigere Preise zu erreichen, will Intel seine Partner offenbar in die Trickkiste greifen lassen.
So soll der empfohlene Verkaufspreis von derzeit 300 US-Dollar auf künftig 250 bis 300 US-Dollar je nach Ausstattung nach unten korrigiert werden. Zu diesem Preis empfiehlt Intel seinen Partnern eine Ausstattung der Geräte mit dem Atom N450 und der NM10 Southbridge, WLAN (neues “Condor Peak” Modul) und gerade einmal 512 MB bis 1 GB RAM. Außerdem sollen die Hersteller SSDs mit 16 bis 20 oder HDDs mit maximal 120 GB Kapazität verbauen. Dies würde im Extremfall sogar einen Rückschritt in Sachen Ausstattung bedeuten, sind doch aktuell meist 160-GB-Festplatten im Einsatz.
Was die Betriebssysteme angeht, so werden Moblin, XP Home und Windows 7 Starter empfohlen. Wie schon bei den gestern erwähnten Empfehlungen für Netbooks mit Atom N470 sollen die Geräte Displaygrößen von 7 bis 10,2 Zoll und maximal 4-Zellen-Akkus mitbringen. Angeblich will Intel die Welt davon überzeugen, dass Netbooks “simple, bezahlbare Geräte für die Internet-Nutzung” sind – und sonst nichts. Wer mehr will, soll nach dem Willen von Intel wohl auf CULV-Notebooks zurück greifen. Na wenn diese Taktik mal aufgeht. “Machen wir Netbooks doch einfach so unattraktiv, dass die Leute lieber CULV-Notebooks kaufen”, dürften sich die Strategen gedacht haben – auch wenn sie dies sicherlich nie offen zugeben würden.
Quelle: Fudzilla










