By Roland
28 Oct, 2009 6:15 pm
Was passiert, wenn man das Prinzip, den Nutzer immer schön in ein abgegrenztes Ökosystem aus Geräten, Anwendungen und Diensten einzusperren, auf ein Netbook adaptiert? Diese Frage will offenbar das Startup litl beantworten, denn bei der FCC sind nun ausführliche Infos zu einem so genannten “Web Computer” aufgetaucht, der nach genau diesem Prinzip vermarktet werden soll. Das Gerät ist eigentlich nichts anders als eine Art zu groß geratenes Netbook mit Intel Atom Z540 CPU, magerem Speicher und ebenso magerer Akkulaufzeit.
Die Hardware rund um den 1,86 GHz schnellen Z540 besteht aus einem 12,1 Zoll Display mit 1280×800 Pixeln Auflösung, 1 GB RAM, gerade einmal 2 GB Speicher (es handelt sich offenbar um eine CF-Karte), WLAN nach 802.11b/g, Webcam und einem 2600mAh-Akku. Alles zusammen bringt satte 1,5 Kilo auf die Waage. Es gibt gerade einmal einen einzigen USB-Anschluss und einen HDMI-Ausgang. Eine weitere Besonderheit ist, dass das “Easel” getaufte Gerät mit einer Infrarot-Schnittstelle ausgerüstet ist, über die es mit einer Fernbedienung gesteuert werden kann.
Ebenfalls ungewöhnlich ist, dass das Display extrem weit zurück geklappt werden kann, so dass man das Easel auf dem Kopf auf den Tisch stellen kann, um damit Filme zu schauen. Wenn wir schon von Lock-In sprechen, dann muss da ja was dran sein. Wie macht es litl also? Ganz einfach: das Unternehmen will ein eigenes Linux-basiertes Betriebssystem einsetzen (litl OS), das mit verschiedenen “Karten” arbeitet. Blaue Karten sind “permanent” vorhanden und enthalten einen Kartenkatalog, Kontaktdaten, Einstellungen und ähnliche grundlegende Dinge. Hinzu kommen weisse Karten, die in einem Mozilla-basierten Browser angezegit werden.
Scharze Karten, die auch als “Channel”-Karten bezeichnet werden, sollen offenbar wie Widgets funktionieren und verschiedene Zusatzfunktionen bieten, darunter eine Alarmuhr, ein New York Times Überschriften-Ticker und ein Wetterkanal. Die Tastatur ist mit einer speziellen “litl”-Taste ausgerüstet, die den Anwender immer wieder zum Startpunkt zurück kehren lässt. Wahrscheinlich will litl langfristig mit kostenpflichtigen “Karten” Einnahmen erzielen. Das Produkt soll wahrscheinlich schon bald auf den Markt kommen, denn schon jetzt hat der Anbieter, der das Gerät beim taiwanischen Vertragsfertiger FIC produzieren lässt, eine Teaser-Website am Start.
Quelle: Endadget















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