By Roland
04 Nov, 2009 4:27 pm
Bei der One Laptop Per Child Association (OLPC), die einst mit ihrem “100-Dollar-Laptop” im Netbook-Format Millionen Kindern in Entwicklungs- und Schwellenländern ein besseres Lernen mit Hilfe des Internets ermöglichen will, läuft derzeit offenbar nichts mehr so, wie es geplant war. Den ursprünglich geplanten Dual-Screen Schüler-Laptop hat man nach Angaben von OLPC-Gründer Nicholas Negroponte inzwischen auf Eis gelegt. Stattdessen will man den “XO” genannten Schülerlaptop der ersten Generation weiter verbessern. Nachdem das Gerät ursprünglich in Version “1.75″ mit einem VIA-Prozessor anstelle des schwachbrüstigen AMD-Chips der ersten Generation auf den Markt kommen sollte, setzt man nun auf eine ARM-basierte Lösung.
Mit dem Wechsel auf eine ARM-basierte Plattform, die nur noch aus einem einzigen Chip bestehen wird, fällt die bisher gegebene x86-Fähigkeit des XO künftig weg, so dass eine Verwendung von Windows XP oder einer anderen normalen PC-Version des Microsoft-Betriebssystems nicht mehr möglich ist. Der XO wird bisher ohnehin mit einer Linux-basierten Oberfläche ausgeliefert, weshalb der Umstieg in dieser Hinsicht jedoch kaum ins Gewicht fallen dürfte.

Von der Verwendung einer ARM-CPU versprechen sich die XO-Macher vor allem weitere Energieeinsparungen. Der XO-1 benötigt bisher im Schnitt rund 5 Watt. Mit einer ARM-Basis dürfte dieser Wert weiter sinken, benötigen derartige Chips doch meist weniger als ein Watt. Ein Vorteil ist die Integration aller Komponenten der Plattform in einem einzigen Chip, der CPU und Grafik in einem Gehäuse unterbringt.
Unterdessen laufen beim OLPC-Projekt einige Umstrukturierungen, die auch Entlassungen nach sich ziehen. So ist das Projekt künftig zweigeteilt, wobei sich eine Stiftung um die Verbreitung des XO als Lernhilfe kümmert, während eine “Associaton” die Entwicklung der Geräte weiter führt. Negroponte zufolge arbeitet man derzeit auf eine dritte Version des XO hin, obwohl die Pläne für die zweite Ausgabe verworfen wurden.
Der “XO-3″ ist bisher als eine Art Tablet daher kommen, das vollkommen aus Plastik besteht, praktisch unzerstörber, wasserfest und rund 0,7 Zentimeter dick ist. Das Display soll vollfarbig arbeiten, gleichzeitig reflexiv-transmissiv sein sowie praktisch randlos daher kommen. Das Gerät soll höchstens rund 1 Watt benötigen und für rund 75 US-Dollar gefertigt werden können. Die Auslieferung ist für 2012 geplant. Na wenn das mal was wird.
Quelle: Xconomy via Liliputing via Electronista











