ARM setzt auf Android und Chrome OS
November 6, 2009 von Sascha
Und wer mag es ihnen verdenken, denn grossartig andere Moeglichkeiten hat ARM nicht, wenn wir mal vom leicht angestaubten Windows CE absehen, dass auf den kommenden NVIDIA Tegra Smartbooks wohl nur ein Nischendasein fristen wird. ARM hat eine Uebersichtseite fuer Hard-und Software-Entwickler zusammengestellt, auf der ganz klar gezeigt wird wohin der Hase laeuft, denn der kennt nur eine Richtung und zwar nach Mountain View, California.
Aufgrund der Entwicklungen in den letzten Wochen und Monaten, macht es kaum noch Sinn fuer Google naeher mit Intel zusammenzuarbeiten. Der x86-Monopolist kocht mit Moblin sein eigenes Sueppchen und die Ankuendigung des App-Stores war eine volle Breitseite auf Google und seinen Android-Market. Also die Intel-Flaggen eingeholt und Kurs auf ARM, die diese Einladung mit Kusshaendchen annehmen.
Smartbooks werden vergooglet und Google wird versmartbooked. Netbooks und MIDs mit Intel CPU’s werden zwar von Chrome OS unterstuetzt, das Hauptaugenmerk von Google wird jedoch auf ARM liegen.


















Na supi.
Ich nehme sowas nur mir ‘nem richtigen OS, Google kann mich mal. Dann wird man wohl mal wieder auf Enthusiasten angewiesen sein, die eine vernünftige Distro portieren. Was ist eigentlich aus dem Ubuntu Port von Canonical für ARM geworden?!
Er hat Smartbook gesagt!
Verbrennt ihn, sofooort!
ich find das ist eine super sache. tegra + chrome os wird bestimmt gut.
@mali
>> Was ist eigentlich aus dem Ubuntu Port von Canonical für ARM geworden?!
Kannste downloaden wie die x86-Versionen auch, werden genauso mit den anderen released. Welche willste, 9.04 oder 9.10?
Sind aber nur optimiert für den iMX515 von Freescale.
>> Ich nehme sowas nur mir ‘nem richtigen OS, Google kann mich mal.
Android = Linux-Kernel + Java-GUI
Was daran falsch sein soll weiss ich nicht…
(bei Chrome weiss ich noch nicht wie das aufgebaut ist…)
Gibt ja schliesslich noch mehr Linux-Distris, die ARM ebenfalls anbieten
@Abwartender
Danke für die Info
“Android = Linux-Kernel + Java-GUI
Was daran falsch sein soll weiss ich nicht…”
Ich mag das ganze Konzept einfach nicht. Es geht Google letztendlich nur um den steten Informationsfluss, um die passende Werbung an den Mann zu bringen. Ich weiß, dass viele Diskussionen um den Datenschutz etwas hysterisch geführt werden aber im Kern habe ich für mich entschieden, dass der Mehrwert eines Google OS zu gering ist um sich drauf einzulassen. Google ist für meinen Geschmack schon zu groß geworden und entwickelt sich zu einem Intel- oder Microsoft-ähnlichen Konzern, der einfach ein etwas anderes Geschäftsmodell hat. Im Informationszeitalter ist Information eben Gold wert. Alles was kostenlos ist wird vom Konsumenten gern genommen aber ich glaube kaum, dass Google auf einem Mutter Teresa Trip ist. Es gibt genug andere Alternativen.
/rant
@mali - Hi
>> “Google ist für meinen Geschmack schon zu groß geworden und entwickelt sich zu einem Intel- oder Microsoft-ähnlichen Konzern, der einfach ein etwas anderes Geschäftsmodell hat.”
Grösse allein ist nichts schlechtes. Sobald aber jemand diese Marktmacht ausnutzt müssen die wieder kleiner werden, so etwas hat kein Vertrauen mehr verdient.
Intel hat zu Zeiten ohne wirkliche Konkurrenz Mondpreise für die CPUs genommen, dazu die aktuellen Gerichtsurteile. Und bei Microsoft sollte jeder wissen das die weltweit wegen Monopolmißbrauchs angeklagt wurden.
Wo aber hat Google seine Macht wirklich mißbraucht? Weil jemand besser ist wie ein anderer ist das ja kein Mißbrauch, oder?
Angst vor Datenmißbrauch bei Google? Meine Güte, über 90% aller PCs laufen mit Windows, closed source, keiner weiss was die wirklich alles machen oder eingebaut haben.
@mali
… das denke icha auch! …
… ich hab keinen bock mein 5m4rtb00k an zu machen und 30 sek. später weis google wer mein
…
uhr, uhr, uhr großvater is und was ich für hobbys hab!
… is vlt. ein bischen übertriben geschildert, aber ich bin für anonymität, nicht nur im netz, sondern auch auf meinem os! ;-p …
… hoffentlich erweitert ubuntu seine arm kompatibilität! …
@Abwartender
Ich sag ja nicht, dass Google seine Macht missbraucht hat
Ich bin auch kein Freund aufgeregter Diskussionen in dieser Sache, wie andere das so gern tun und Verschwörungstheorien zurechtspinnen. Ich denke einfach nur, dass es nicht gut ist, viele Informationen in einer Hand zu haben, denn das _kann_ zu Machtmissbrauch führen. Ich finde das gerade nicht mehr wieder aber ich habe gelesen, dass die neue Heimatschutzbehörde oder irgendsowas der USA versucht hat an Google’s Daten zu kommen, allerdings ohne Erfolg soweit ich mich erinnere.
Interessant ist der Google Eintrag bei Wikipedia siehe hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Google_Inc.#Google_in_der_Kritik
Und zum Thema besser sein als andere sage ich nur, dass es irgendwann für die Konkurrenz schwierig bis gar unmöglich wird noch Fuß zu fassen, da sich im Prinzip ein Monopol ausgebildet hat und das ist im Fall von Google bereits geschehen, meiner Meinung nach.
Der Unterschied zu MS/Windows ist, dass die ihr Geld mit der Software selbst machen und nicht mit Informationen. Google macht sein Geld mit Informationen und die Software ist nur das Vehikel um an die Infos ranzukommen und Werbung zu machen.
@mali
>> Der Unterschied zu MS/Windows ist, dass die ihr Geld mit der Software selbst machen und nicht mit Informationen. Google macht sein Geld mit Informationen und die Software ist nur das Vehikel um an die Infos ranzukommen und Werbung zu machen.
Schon klar, aber die ganzen Informationen laufen über eine Software von der niemand weiss was sie so alles macht. Und die USA die sich im Krieg gegen alle befinden die sie gerade als Terroristen bezeichnen und Daten sammeln wie irre, und dann auch noch eine closed-source-Software aus ihrem Land kommt die selbst auf den PCs der ‘Feinde’ läuft…
Das einige diese Informationen gerne für ihre eigenen Zwecke nutzen würden kann ich mir schon vorstellen, das spricht aber nicht gegen Google, zumindest solange sie ihre Macht nicht mal mißbraucht haben (was auf MS nun mal zutrifft aufgrund der ganzen Gerichtsurteile gegen sie, solche haben kein Vertrauen mehr verdient, deren Suchmaschine ist tabu).
@Abwartender
Deswegen hätte ich eben gern ein schönes Standard-Linux das über jeden Zweifel erhaben ist
@mali
OK, aber Android ist auch Open-Source
…und basiert auf dem Linux-Kernel…
@Abwartender
Google möchte aber auch gern, dass Du ihre ganzen Dienste und Apps benutzt und die werden sicherlich an prominenter Stelle integriert sein
Wenn man jetzt übertreiben würde, könnte man zum OS auch Trojaner sagen
Nachtrag:
Hier mal ein wenig Lesestoff:
http://www.google.com/privacy_faq.html#serverlogs
@mali
Nutzt du Email, Facebook & Co? Auch da werden deine Daten auf irgendwelchen Servern gespeichert.
Und das die IT ausgelagert wird findet immer häufiger statt, Outsourcing.
Also die privaten Dokumente und so möchte ich auch nicht mit einem Online-Programm bearbeiten, das soll offline auf dem PC stattfinden.
Wenn online auf externen Servern dann verschlüsselt.
@Abwartender
Mir geht es einfach darum, dass sich die ganzen Informationen bei einem einzelnen Unternehmen sammeln, das immer nur dann einen Schritt zurück macht, wenn der nächste Skandal publik wird(siehe Cookie/UserID oder Chrome Browser). Ist ja auch ok, ein freies Unternehmen muss ja auch Innovationen vorantreiben. Das Google Geschäftsmodell funktioniert leider aber auch nur auf Kosten der Privatsphäre und da hab ich persönlich keinen Bock drauf. Ein Vergleich mit anderen, wie Microsoft, Facebook oder sonstwem macht es ja trotzdem nicht besser. Und Chrome OS geht da noch einen Schritt weiter. Ich schau mir das an und werde schön meine Finger davon lassen.
@mali
>> Und Chrome OS geht da noch einen Schritt weiter. Ich schau mir das an und werde schön meine Finger davon lassen.
Ich auch von Chrome OS, aber ein ARM-Netbook mit Android würde ich sofort nehmen
“aber ein ARM-Netbook mit Android würde ich sofort nehmen”
Ok, ich nehm auch eins(wenn ich ein richtiges OS drauf flashen kann)
und wer kuckt erstmal in die Röhre? Richtig, die “Freie Software”. Traurig.