By Sascha
21 Nov, 2009 4:07 pm
Lange haben wir es erwartet, jetzt zeigen uns die Jungs und Maedels aus Mountain View, wie sie sich
die Zukunft fuer Netbooks, Smartbooks und Cloud Computing Devices vorstellen. Und wozu all die Aufregung, warum der Medienhype der u.a. auch durch Magazine angefacht wird, die sich ansonsten aehnlich stark fuer diesen Markt interessierten, wie die oertliche Veganer Gruppe fuer Schnitzel aus dem Toaster?
Google ist das Zauberwort, denn obwohl die kalifornische Datenkrake der progressivste Monopolist der letzten Dekade wurde, hey, die haben verdammt gute Ideen und ihre Investitionsfreude in Innovationen und neue Technologien
ist seit jeher beispielhaft.
Chrome OS bietet genau das, was wir euch seit mehr als einem Jahr hier immer wieder vorbeten: einen schnellen Browser und die Moeglichkeit direkt auf alle Services von Google zuzugreifen, denn das ist das fundamentale Geschaeftsmodell von Google. Auch wenn sich immer noch viele User gegen die “vercloudung” ihrer Systeme wehren, der Weg ist ganz klar absehbar und es wird dabei kein Vorbeikommen an dem Suchmaschinen-Giganten geben.
Email, Office-Suite, Kalender und Kontakt-Datenbank, Google bietet nahezu saemtliche Applikationen, die fuer den Einsatz auf Net- und Smartbooks sinnvoll sind und es werden sicherlich einige dazukommen. Aber was tun, wenn mal kein Wifi,WiMax oder UMTS-Netzwerk zur Verfuegung steht? Gears ist bereits seit einiger Zeit im Einsatz und erlaubt den offline Einsatz der Google Services, so als wuerde man eine lokale Applikation starten. Eine Synchronisierung mit der Cloud findet dann bei der naechsten Verbindung statt.
Wer brauchts und wer nicht?
Ganz ehrlich, ich fuerchte Chrome OS wird mir persoenlich nichts grossartig neues bieten. Sowohl bei Netbooknews, als auch Meetmobility nutzen wir die wichtigsten Google Service, sprich Email, Docs und Calendar. Wir arbeiten mit Bloggern von 3 Kontinenten parallel und zeitgleich an Dokumenten, Google Mail synchronisiert sich mit all unseren Endgeraeten und Kontaktdatenbank und Kalender aktualisieren die lokalen Apps unserer Handhelds. Was soll da Chrome OS noch fuer Vorteile bieten?
Chrome OS wird extrem schlank sein, bootet schnell und duerfte sich auch auf die Akkulaufzeit positiv auswirken. Wer eh schon Google Services nutzt, der wird unter Chrome direkt voll einsteigen koennen und sicherlich keine grossartigen Unterschiede zu einem Win XP oder 7 mit einem Chrome Browser sehen und genau das ist der entscheidende Punkt. Chrome OS bietet nichts neues, ausser einen radikalen Minimalismus. Solange hier keine Killer-Apps rauskommen, befuerchte ich, dass der Erfolg aehnlich ueberschaubar sein wird, wie der des Chrome OS Browser.
Chrome OS, Moblin, Jolicloud, Ubuntu Netbook Remix – Wer macht das Rennen?
Zum einen arbeitet Google inzwischen sehr eng mit den Hardware-Herstellern zusammen, was auf perfekt angepasste Treiber und optimierte Bootzeiten hoffen laesst. Das jedoch macht auch Intels Moblin und die sind zur Zeit min. 18 Monate voraus!
Auch Jolicloud wird ein Jahr vor Chrome OS in die oeffentliche Beta einsteigen, ein funktionierender Appstore ist bereits gut gefuellt und die Kernel-Hacker der Franzosen optimieren das OS in immer kuerzeren Abstaenden. Ach und da haben wir ja noch das Ubuntu Netbook Remix, welches nun gar nicht mehr so heissen moechte. Macht euch schon einmal mit dem Gedanken vertraut, dass die Update-Zyklen von Cannonical weitaus langwieriger werden, denn mit dem oeffentlichen Bekenntnis zu Chrome OS (Cannonical kooperiert direkt mit Google), wurde nicht mehr und nicht weniger als das Ende von NBR beschlossen. Auch eine derart grosse Entwickler-Community wie bei Ubuntu wird nicht 2 oder gar 3gleisig fahren, denn auch auf Moblin Basis wird ja bereits entwickelt. Wenn Cannonical sich nicht langsam entscheidet und ein klares Bekenntnis zu einer Plattform abgibt, werden sie letztendlich als die eigentlich Verlierer dieser ”Schlacht in den Wolken” dastehen. Chrome OS wird immer als Google Produkt aufgenommen werden und niemals in Verbindung mit Cannonical gesetzt.
Intel sagt Google wo es lang geht
Intel wird Moblin mit all der zur Verfuegung stehenden Marketingpower in den Markt der X86 Netbooks und MIDs druecken und mit einem erfolgreichen Start des App Stores, koennte sich die Vaeter der Atom-CPU nachhaltig als Nummer 1 bei den Netbooks positionieren (und dabei meine ich natuerlich auf der Hard- und Softwareseite).
Das wuerde Chrome OS auf die Smartbook Plattformen draengen (und ARM empfaengt es mit offenen Armen), generell fuer Google der bessere Weg. Man geht Intel und Moblin aus dem Weg und kooperiert mit Qualcomm, ARM, Freescale und Co.! Die sind hungrig, wollen Marktanteile (bzw. einen voellig neuen Markt schaffen) und haben wie Google, das entsprechende Budget, um diese Nummer auch durchzuziehen. Entscheidend ist auch, dass wohl kaum einUser sich mit Windows CE auf den Smartbooks zufrieden gibt, der Plattform fehlt einfach ein passended OS.
Google ist aller Datenschutz-Bedenken zum Trotze bekannt und wird vom Durchschnitts-User geschaetzt, ich moechte sogar sagen, dass “Otto-Normal-Surfer” sich keine Online-Welt ohne Google mehr vorstellen kann. Das sind die Chrome OS Kunden, nicht die Freaks und “Ich backe mir meinen Kernel heute mal wieder selber”-User! Google will Chrome OS auf den Massenmarkt positionieren, Google will will noch mehr User auf seinen Plattformen sehen und das werden sie im naechsten Jahr mit der Smartbook-Plattform angehen. Ein Erfolg wird es so oder so, ob es jedoch einem gut laufenden Intel-App Store und Moblin-Oekosystem das Wasser bezueglich der Nutzerzahlen reichen kann, ich wage es zu bezweifeln. Da muesste Intel schon sehr viele seltsame Entscheidungen treffen.
Android auf Netbooks?
Nein, nein und nochmals nein. Ich denke das duerfte nun wirklich dem letzten klar sein und wer sich noch ein Unikat des Acer Aspire One mit Android sichern will, greift zu, denn diesen Hack wird es im naechsten Jahr nicht noch einmal geben! Chrome OS fuer Netbooks und Smartbooks, Android fuer Smartphones. Ich denke die Claims sind nun ein fuer alle male abgesteckt! Also bitte liebe Blogger und Techjournalisten, lasst es einfach dabei bewenden, es reicht wenn ihr taeglich ueber 11- und 12inch “Netbook”s berichtet, das verwirrt die User schon genug, da muss nicht noch weiter das “Android auf Netbooks”-Maerchen weitergesponnen werden











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