By Sascha
26 Jan, 2009 12:00 pm
Jetzt schlaegt es aber richtig ein. Die altehrwuerdige Computerzeitung widmet sich dem Thema Netbooks in einem der schoensten Spins die ich generell zum Thema finden konnte. Computerzeitung sagt euch nix? Aeltestes IT-Magazin in Deutschland, welches mir frueher (und damit meine ich wirklich frueher, denn die Jungs/Maedels gibt es bereits seit 1970) eher durch das doch sehr eigenwillige Druckformat ins Auge stach. Aber was der heute frueh erschienene Netbook Artikel sollte und inwiefern dieser dem eigenen Anspruch (“Nach wie vor genießt die redaktionelle Qualität die oberste Priorität“) genuegt, laesst mich durchaus gruebeln. Harald, Du liegst mit deinen Schlussfolgerungen ziemlich daneben!
Aber schauen wir uns einfach mal den Artikel im Detail an: Dirk Meyer prognostiziert wieder einmal das Ende des Netbook Hypes vor den eigenen Analysten… Ach herjeh, dann nennen die das halt Ultraportable, knallen den Yukon rein, machen es 150 Euro teurer und freuen sich ein Eis an die Backe! Ich lach mich checkig.
Netbooks, Mini-Notes, Ultraportable.. die Geraeteklassen verschmelzen derartig, dass es egal ist welchen Namen wir den Dingern geben und Dirk wird dennoch noch nicht muede von der schlechten Grafikperformance der Netbooks zu sprechen. Ok, das Thema ist spaetesten mit dem Nvidia Ion Geschichte, das weiss auch AMD.
Intels CEO Otellini blaest wieder ins gleiche Horn und spricht davon, dass Netbooks ein interessantes Marktsegment waren. Herrlich Paul
Haette Harald Weiss den Artikel hier enden lassen, waere doch alles in bester Ordnung gewesen. Der informierte Leser kennt die Intel und AMD Strategie Netbooks am liebsten vom Planeten schiessen zu wollen. Aber dann kommen ein paar Schlussfolgerungen, die reichlich daneben sind:
These 1:
Dazu passt, dass Intel bislang auch keine besonderen Entwicklungspläne mit dem Atom-Prozessor in der Pipeline hat. Wogegen es zum Jahresende eine Reihe neuer High-Performance-Prozessoren geben soll.
Sorry Harald, da hast du schlecht bis gar nicht recherchiert: Pineview Plattform und Intel N280 mit GN40 Chipsatz.
These 2:
Die kleinen Netbooks können nur mit Windows XP ausgerüstet werden, da sie auf keinen Fall „Vista-geeignet“ sind.
Absoluter Quak. Vista laeuft lustigerweise auf den N270 Plattformen besser als XP. Liegt in den Benchmarks und bei der Akkulaufzeit vorne. Trotzdem nutze ich es nicht, aber das ist eine andere Geschichte
These 3:
Damit treffen sie Microsoft gleich an drei Punkten: Erstens, PCs mit vorinstalliertem XP sind weiterhin in den Regalen anzutreffen, zweitens XP muss weiterhin gepflegt werden und drittens, das alles geht gegen den Vista-Absatz.
Auch das ist leider falsch. Die ULCPC Lizenz bot MS eine ideale Moeglichkeit das Schaetzchen XP noch einmal zu monetarisieren. Vista wird nicht auf den Netbooks ausgeliefert, da die Lizenz einfach viel zu teuer ist. HP machte mit dem Mini-Note eine Ausnahme, aber das war bereits vor der Einfuehrung des ULCPC Lizenzmodells der Fall. Microsoft hat Vista bereits letztes Jahr abgeschrieben und faehrt seitdem mit voller Kraft dem Windows 7 Release entgegen.
Deine persoenliche Analyse ist leider ziemlich daneben und ich hoffe instaendig, dass die werberelevante Zielgruppe (“Unternehmensentscheider und IT-Manager in Großunternehmen und Firmen des gehobenen Mittelstands“) noch die ein oder andere Newsquelle zu diesem Thema heranzieht.
Erschuetternd!











