By Sascha
26 Jan, 2009 12:00 pm
Jetzt schlaegt es aber richtig ein. Die altehrwuerdige Computerzeitung widmet sich dem Thema Netbooks in einem der schoensten Spins die ich generell zum Thema finden konnte. Computerzeitung sagt euch nix? Aeltestes IT-Magazin in Deutschland, welches mir frueher (und damit meine ich wirklich frueher, denn die Jungs/Maedels gibt es bereits seit 1970) eher durch das doch sehr eigenwillige Druckformat ins Auge stach. Aber was der heute frueh erschienene Netbook Artikel sollte und inwiefern dieser dem eigenen Anspruch (“Nach wie vor genießt die redaktionelle Qualität die oberste Priorität“) genuegt, laesst mich durchaus gruebeln. Harald, Du liegst mit deinen Schlussfolgerungen ziemlich daneben!
Aber schauen wir uns einfach mal den Artikel im Detail an: Dirk Meyer prognostiziert wieder einmal das Ende des Netbook Hypes vor den eigenen Analysten… Ach herjeh, dann nennen die das halt Ultraportable, knallen den Yukon rein, machen es 150 Euro teurer und freuen sich ein Eis an die Backe! Ich lach mich checkig.
Netbooks, Mini-Notes, Ultraportable.. die Geraeteklassen verschmelzen derartig, dass es egal ist welchen Namen wir den Dingern geben und Dirk wird dennoch noch nicht muede von der schlechten Grafikperformance der Netbooks zu sprechen. Ok, das Thema ist spaetesten mit dem Nvidia Ion Geschichte, das weiss auch AMD.
Intels CEO Otellini blaest wieder ins gleiche Horn und spricht davon, dass Netbooks ein interessantes Marktsegment waren. Herrlich Paul
Haette Harald Weiss den Artikel hier enden lassen, waere doch alles in bester Ordnung gewesen. Der informierte Leser kennt die Intel und AMD Strategie Netbooks am liebsten vom Planeten schiessen zu wollen. Aber dann kommen ein paar Schlussfolgerungen, die reichlich daneben sind:
These 1:
Dazu passt, dass Intel bislang auch keine besonderen Entwicklungspläne mit dem Atom-Prozessor in der Pipeline hat. Wogegen es zum Jahresende eine Reihe neuer High-Performance-Prozessoren geben soll.
Sorry Harald, da hast du schlecht bis gar nicht recherchiert: Pineview Plattform und Intel N280 mit GN40 Chipsatz.
These 2:
Die kleinen Netbooks können nur mit Windows XP ausgerüstet werden, da sie auf keinen Fall „Vista-geeignet“ sind.
Absoluter Quak. Vista laeuft lustigerweise auf den N270 Plattformen besser als XP. Liegt in den Benchmarks und bei der Akkulaufzeit vorne. Trotzdem nutze ich es nicht, aber das ist eine andere Geschichte
These 3:
Damit treffen sie Microsoft gleich an drei Punkten: Erstens, PCs mit vorinstalliertem XP sind weiterhin in den Regalen anzutreffen, zweitens XP muss weiterhin gepflegt werden und drittens, das alles geht gegen den Vista-Absatz.
Auch das ist leider falsch. Die ULCPC Lizenz bot MS eine ideale Moeglichkeit das Schaetzchen XP noch einmal zu monetarisieren. Vista wird nicht auf den Netbooks ausgeliefert, da die Lizenz einfach viel zu teuer ist. HP machte mit dem Mini-Note eine Ausnahme, aber das war bereits vor der Einfuehrung des ULCPC Lizenzmodells der Fall. Microsoft hat Vista bereits letztes Jahr abgeschrieben und faehrt seitdem mit voller Kraft dem Windows 7 Release entgegen.
Deine persoenliche Analyse ist leider ziemlich daneben und ich hoffe instaendig, dass die werberelevante Zielgruppe (“Unternehmensentscheider und IT-Manager in Großunternehmen und Firmen des gehobenen Mittelstands“) noch die ein oder andere Newsquelle zu diesem Thema heranzieht.
Erschuetternd!













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Ja ne is klar…
Netbooks will keiner haben, deshalb waren ja zum Glück auch nicht nahezu alle Modelle ruckzuck beim Release ausverkauft!
Falls er mit “keiner” die Herstller meint, könnte er Recht haben. Doch wen interessiert deren Gejammere auf hohem Niveau??? Mich nicht…
Ohne innovation auf dem Markt glaube ich nicht das das Netbook markt lange so aktiv bleibt.
Im Endeffekt gibts es auf dem Netbook Markt 23131 1:1 gleiche Produkte und ich wette das damit höchstens 2-3 Hersteller wirklich gewinne machen. Ich finde es schon sehr langweilig das seit dem NC10 nix dolles neues kam auser das nun aus jedem alten netbook ein neues mit gleicher technik + umts modul zu unverschämten Preisen wird.
Als ob der Markt eingefroren wäre was innovation angeht. Selbst die Auflösungen sind genauso mickrig geblieben wie vor 6 Monaten mal abgesehen von manchen Exoten die dafür den Preis eines echten Notebooks verkauft werden und/oder in der Leistung einbrechen.
liest man doch noch auf selber Seite …..
“Software bremst Multicores aus”
……. da kratz? ich mir aber schwer im Bart
schade … irgendie scheint es als würde sich netbooknews.de zu einer Seite entwickeln wo man eher über Testberichte der “Konkurrenz” herzieht.
Also ich sehe da keinen Testbericht und ebenfalls nur einen Kommentar, der zum einen die Strategie von Intel und AMD wiedergibt und zum anderen die falschen und schlecht recherchierten Schluesse einer der groessten deutschen IT Publikationen abhandelt.
Dadurch hast Du jetzt erfahren, was AMD und Intel zum Netbookhype planen und welchen Bloedsinn die Computerzeitung zusammenschreibt. Ist das nichts?
ich versteh garnicht, wieso immer über die geringen Margen geheult wird.
mir kann niemand erzählen, dass dieses Notebook (http://geizhals.at/deutschland/a379160.html) für Intel/MS mehr Gewinn bringt als ein 1000H oder NC10.
dieses Gejammere ist den CEOs dieser Welt nicht würdig.
Sieht aus das mehrere Thesen / Sprüche nicht korrekt zusammen geschrieben oder interpretiert worden sind… Vista Capable… künstliche XP Beschränkung … kann ja mit Vista geliefert werden nur dann teurer siehe HP … was hat das mit der Vista Capable Klage zu tun ?nix… .. im Prozessor Teil wurden die N280/GN Combo einfach weggelassen so das nur !HighEnd Modelle angekündigt werden… sonst nur Dirk Meyer Spruch Wiederholung Nr. 33
Lasse doch schreiben, es gibt ausfühlichere und verlässlichere Quellen, zum Glück, dem Net sei dank…
@netbooker
Ohne hier jetzt schleimen zu wollen, dem muss ich eindeutig widersprechen!
Richtig ist zwar, dass es schon mehrere Artikel gab in denen Testberichte kritisiert wurden, aber diese Kritik war nie (und ist es auch hier nicht) einfach nur subjektiv, sondern mit Argumenten untermauert (siehe Aussage XP Vista Performance usw.) und es ist durchaus legitim von einem Blogger dass er Falschaussagen nicht einfach stehen lassen möchte.
Wenn niemand an Nichts Kritik äußern würde, wie soll dann ein Nichtinsider unterscheiden was nun stimmt und was nicht! Einfach alles zu glauben ist sicher nicht die richtige Wahl
Davon abgesehen spricht sich NBN doch immerwieder für die Kooperation aller Blogger, Informationsträger usw. aus und das erkennt man auch an Verlinkungen zu anderen Seiten und gemeinsamen Interviews usw…
Ich finds gut das Sascha offensichtlich gegen den Strom schwimmt und nicht die Aussagen der Lobbyisten copy/paste in sein Blog einsetzt, sondern sich Zeile für Zeile deren Ergebnisse anschaut und uns seine (alzuoft kritische) Meinung gibt.
Scheiss auf die Goodies von Sony und Co, solange man keinen Beleidigt sollte man immer seine Meinung sagen. Nichts ist schlimmer als die Golem/Heise-Schleimer, die sich Blogger nennen und nur nachblubbern.
Hallo Sascha,
wo sind eigentlich Deine Sonderzeichen?
Keine Tasten mehr dafür auf dem Netbook?
Beste Grüße
Kakue
Sonderzeichen kennt das Internet eh nicht und da ich nur auf US Tastaturen schreibe, gibt es in diesem Leben keine Sonderzeichen mehr fuer mich
Hallo,
Ich lese hier schon seit Beginn des Netbookhypes mit, sowohl auf dieser Plattform als auch vorher auf eeepcnews, außerdem auf vielen anderen Seiten. Und ganz ehrlich, diese Seite war mir immer besonders lieb, weil ich doch einen gewissen Anspruch nicht nur an eine schnelle Informationsquelle, sondern auch an ein gewisses Maß an Sprachgewandheit habe.
Das ist auch nicht verloren gegangen, aber ein anderes Phänomen tritt immer mehr zum Vorschein. Erst in den Blogs und jetzt auch in den Artikeln selbst werden Personen angegangen. Natürlich sind die Kommentare des Anstoßes zeitweilig haarsträubend, genau wie der Artikel, der ganz augenscheinlich Anlass für diesen Blogeintrag war, aber die Reaktion darauf ist unangemessen.
Warum? Weil es hier gar nicht um Recht-Haben, Daneben-Liegen oder irgendein sachliches Argument geht. Es gibt Regeln im Journalismus, Regeln, an die sich jeder hält und die sich bewährt haben. Regeln, die es unserem Berufsstand ermöglichen, unsere Arbeit auch unter schwierigen Voraussetzungen zu machen, weil wir durch das Prädikat “Presse” akzeptiert, wenn auch nicht immer geschätzt werden.
Einen Kollegen allerdings derart anzugehen, wie das hier geschehen ist, ist schlicht nicht in Ordnung. Die Argumente mögen alle richtig sein, aber dann auch noch zitatweise einen Artikel in der Öffentlichkeit zu zerpflücken, ist journalistisch unterste Schublade. Habt Ihr dem Kollegen wenigstens über die Veröffentlichung informiert, eventuell sogar vorher um Stellungnahme gebeten?
Und bitte nicht wieder auf die Position zurückziehen, dass hier sei ja nur ein privater Blog, und niemand solle jemandem Vorschreiben, was der zu sagen habe. Das ist nämlich falsch: Entweder, das Redaktionsteam von netbooknews.de, aus wie vielen Personen es auch nun immer besteht, arbeitet professionell, dann tut das, ich würde es mir wirklich wünschen, denn bisher habe ich hier gerne mitgelesen. Dann haltet euch aber bitte auch an die journalistischen Spielregeln. Oder Ihr zieht Euch zurück, dann solltet ihr fairerweise aber auch Pressekonferenzen nicht mehr besuchen und Testexemplare nicht mehr anfordern.
“Verantwortlich im Sinne der Presse” bezieht sich eben nicht nur auf die rechtliche Position, sondern bringt eine moralische Verantwortung mit, die manchmal schwerer ist, als vielen klar ist.
Und nein, ich gehöre nicht zur Redaktion des oben zerrissenen Artikels, ich kenne den Autor noch nicht einmal persönlich.
Gruß
NurNettGemeint!
Aber warum denn dann anonym?
Was fuer Regeln? Die Regeln, dass in einer Tour von mir Content Tage und Wochen spaeter als eigener veroeffentlicht wird oder die Regel, dass man moeglichst ein gewisses Mass an Bullshit schreiben muss, es koennte ja ansonsten sein, dass die Leserschaft aufgeklaert wird.
Ich akzeptiere kein Presse Praedikat, ich besorge mir meine Hardware selbst um gar nicht ansatzweise mit der Prinz Valium Infrastruktur in Deutschland Kontakt aufnehmen zu muessen und ich berichte was und worueber ich moechte. Und soll ich dir was sagen, ich mache es im Gegensatz zum Harald professionell, denn ich erzaehle dem geneigten Leser nicht so einen Quak.
Es gibt keine journalistische Spielregeln und ich moechte damit auch nicht ansatzweise etwas zu tun haben. Das vermeintliche Berufsethos ist doch ne Lachtablette und Vetternwirtschaft, die aus dem letzten Jahrtausend stammt.
Es gibt fuer mich genau eine Spielregel und das ist Ehrlichkeit!
Wer meint unter dem Deckmaentelchen der professionellen IT-Presse (was ist das ueberhaupt genau?) einen derartigen Quatsch zu produzieren, hat entweder null Ahnung oder versucht hier konsequent Interessen zu vertreten.
Beides gibt es bei mir nicht!
Und von daher moechte ich mit dieser Art von Journalismus und Presse auch in Zukunft nicht in Verbindung gebracht werden.
Hallo,
Anonym bleibe ich, weil ich selbst als Redakteur arbeite – allerdings in einem ganz anderen Bereich, der ziemlich IT-fern ist – und ich meinen Namen nicht überall lesen will.
Wenn Content von Dir geklaut wird, ist das absolut nicht in Ordnung. Das habe ich auch nicht behauptet. Ich halte es ohnehin für ein Unding, dass Videos von fremden Seiten einfach eingebunden werden, statt darauf zu verweisen. Und gegen schlechte Recherche habe ich auch etwas, das kommt leider aufgrund des Zeitdrucks des Berufsstandes immer häufiger vor.
Ich habe auch nicht behauptet, dass Du deine Hardware nicht selbst kaufst. Aber ich erinnere mich gut an einen Artikel, in dem du süffisant über die Lenovo-Pressestelle berichtet hast bzw. deren Desinformation. In Kontakt bist du also doch mit denen. Es geht ja auch nicht um das “Schnorren” von Hardware, sondern um Testgeräte, die wieder zurück geschickt werden – ich halte das auch für legitim. Nur wenn ich die letzte Zeit alles richtig verfolgt habe, tummelst Du dich doch auf diversen Pressekonferenzen herum. Kommst du da ohne Akkreditierung rein?
Deine Behauptung, es gäbe keine journalistischen Spielregeln. der Berufsethos sei eine Lachtablette etc. bestätigen leider mein Bild von deiner Arbeit. Das mag eine Zeitlang gut gehen, aber du wirst damit gegen die Wand fahren. Ich kenne mindestens zwei Redaktionen und fünf Redakteure, die eine Bewerbung von Dir direkt abweisen würden, weil sie sich jemanden mit der Moral nicht ins Haus holen würden. Und einer davon stellt tatsächlich Personal ein. Er war so entsetzt über den Artikel, den er unabhängig von mir gelesen hatte, dass er mich darauf angesprochen hat – er weiß, dass ich auch in diesem Blog lese.
Entgegen Deiner Behauptung gibt es nämlich eine ganze Reihe an Spielregeln, die nicht umbedingt alle etwas mit einem IT-Blog zu tun haben. Zwei allerdings schon, die sind ziemlich allgemeingültig:
a) “Man haut keine Kollegen in die Pfanne”
b) “Wenn es nichts zu dementieren gibt, dann dementiert man auch nicht.”
Letzteres war mir häufiger in Kommentaren früherer Diskussionen mit anderen Usern aufgefallen.
Leider scheinen diese Regeln – wie auch viele weitere – in der Vergangenheit immer weniger zu gelten, nicht nur bei Dir. Du scheinst das aber sogar zu befürworten. Ich sage dir, das ist sogar gefährlich, denn von einem vierten Stand kann keine Rede mehr sein, wenn es nicht untereinander fair zugeht. Keiner wird deinen IT-Blog auf Dauer vermissen, aber ein Verlust der Kontrollfunktion der Presse wäre fatal.
Mit “dieser Art von Journalismus und Presse” möchtest du nicht in Verbindung gebracht werden? Keine Angst, ist ganz ausdrücklich und leider bisher nicht geschehen.
In diesem Sinne verabschiede ich mich und wünsche allen Lesern noch eine schöne Zeit.
@ NurNettGemeint: Das Du als etablierter Medienschaffender solche Regeln vertritts erscheint mir logisch. Du hast vermutlich auch Recht, wenn Du sagst, dass man sich durch ein Verstoßen gegen solche Regeln den Weg in die herkömmlichen Medien erheblich erschwert. Auch deine Bezugnahme auf die Medien als einen vierten Stand zeigt mir dass Du eine starke Position der Medien in der Gesellschaft im Auge hast, wenn Du auf diesen Regeln beharrst. Außer dieser – ich nenne es jetzt einfach mal – systeminteren Gültigkeit dieser Regeln sehe ich aber keinen weiteren Sinn in diesen Regeln. Warum sollte sich also Sascha daran halten, wenn er nicht vor hat sich bei anderen Journalisten beliebt zu machen bzw. sich in naher Zukunft bei irgendeinem Presseorgan zu bewerben. Sascha argumentiert an dieser Stelle immer gerne mit Vokabeln wie “Wahrheit” und “Ehrlichkeit” gegnüber den Usern, auch wenn das für mich sehr fragwürdige Begriffe sind, stehe ich in diesem Falle auf seiner Seite, da er die Informationen (die ER für wichtig & richtig hält) an seine User weitergibt ohne sich an IMHO falschen Solidariäten zu orientieren.
Ich kann NurNettGemeint nur zustimmen. Natürlich soll Sascha kein Journalist werden, aber er sollte sich doch langsam mal des Einflußes den er auf die Massen mittlerweile hat bewusst werden. Völlig unabhängig davon ist der Stil seiner Berichterstattung in der Tat kontinuierlich in den Keller gegangen. Die Anzahl der Seitenhiebe nimmt zu, während die guten Artikel von damals abnehmen. Auch blahde stimme ich zu, dass Sascha Phrasen und Wörter wie “Ehrlichkeit” und “Ich werde nie ‘abheben’ ” geradezu inflationär verwendet.
Sascha, ich erinnere mich noch, wie Du pedantisch nach Rechtschreibfehlern in Deinen Texten gesucht hast, mittlerweile steigt Dir das alles so zu Kopf, dass Du noch nicht mal mehr die Meinung enDeiner Leser mit der Gelassenheit von früher ertragen kannst, ohne gleich einen anarchistischen Rundumschlag gegen den (deutschen) Journalismus durchzuführen. Was auch immer Du von selbigen halten magst, frag Dich doch mal selber: Woher weißt Du eigentlich das z.B. ein Kind nur 500m um die Ecke von Dir entfernt heute im See ertrunken ist? In 99% der Fälle durch die Nachrichten! Und wie das ausschaut, wenn Journalisten nicht versuchen sich gegenseitig zur bestmöglichen Berichterstattung zu trimmen, kannst Du ja in China sehen. Unterschätze die Macht der Medien und die damit einhergehende Verantwortung gegenüber den Menschen nicht. Ob Du Dich nun als Journalist (ohne Voluntariat) oder etwas anderes sehen möchtest: Die Verantwortung trägst Du mittlerweile auch zu Deinem Teil mit.
Ich als Redaktionsmitglied möchte dazu etwas sagen/schreiben, denn um hier mitzuarbeiten muss ich ja diese Linie mittragen können, wofür möglicherweise grad nicht Jeder Verständnis hat.
Zumindest fällt es mir schwer, die Kritik so vom Tisch zufegen, wie Sascha…man hätte den Redakteur wohl eventuell informieren können, um eine Stellungnahme zu erhalten. Wenn er nicht ganz daneben ist, wird er das aber wohl sowieso irgendwann finden…so what?
Also: ein Blog ist eigentlich genau für solche Kritik da! Die persönlichen, nahezu privaten Mitteilungen und Einschätzungen sind doch das, was die Leute dabei interessiert. Es ist so/sollte so sein, daß es rüberkommt, als wenn einem ein Kumpel eine Sache erzählt und seine Meinung dazu sagt (was sogar teilweise der Fall ist bei Sascha und mir und daraus auch Artikel entstehen). Vielleicht auch ein Grund, warum Leserbriefe und Foren so gern konsumiert werden.
Und hieraus beziehen doch die Blogs auch ihren Erfolg, denn niemand/wenige glauben den Medien mehr, daß sie Dinge wirklich unabhängig bewerten. “Gelernte” Journalisten sollten sich doch eher mit den Fakten beschäftigen oder halt “Kommentar” drüberschreiben.Dazu passend tauchen hier auch immer wieder Fragen nach der Finanzierung auf, die vor allem darauf abzielen, diese Unabhängigkeit in Frage zu stellen.
Meiner Meinung nach hat der hergebrachte Journalismus noch nicht ansatzweise verstanden, was da auf ihn zukommt. Der allgemeine Übergang in den Onlinemarkt scheint ja so leidlich zu funktionieren. Einige grosse Publikationen schaffen es sogar, für ihre Artikel Geld zu bekommen….aber die Spezialisierung von Fachblogs werden sie wohl so schnell nicht erreichen.
Der Harald in obigem Artikel und auch die Viviane oder wie die hiess, die den Artikel über Netbookblogs für den Linux-Ableger der PCWelt gemacht hat, zeigen dem, der sich auskennt, daß die vorhandene Gilde dem Themenspektrum nicht gewachsen ist….oder eben für Geld über irgendwas berichtet wird, was der Auftraggeber gern hätte.
Für den Nutzer bedeutet das, daß er sich von Geeks (die im Übrigen im Schnitt 1/8 EK eines Journalisten haben) die Meinungen reinleiern lassen kann, in den offiziellen Medien aber die Fakten dazu nachlesen können muss. Beides hat seine Existenzberechtigung und man sollte aufhören, gegeneinander zu arbeiten, bzw anfangen, Synergien zu suchen. Sich beleidigt aus der Diskussion zu verabschieden hat schon beim Umgang mit den rechten Parteien nicht funktioniert, denn deswegen halten sie nicht die Fresse.
Und ob Sascha die Kritik nun samtweich formuliert, oder bretthart, ist mir eigentlich egal, denn….”der Spass fängt da an, wo er aufhört”
PS: Die Qualität der Artikel und Tests steht in direkter Linie mit der Qualität der Geräte…will sagen: willst Du echt den 37sten Intel Atom Benchmarktest sehen/lesen? Was meinst Du, was wir Bock auf den Pegatron haben? …mal wieder was richtig Neues austesten, wow! Auch dazu werden wir dann natürlich wieder eine Meinung haben!
“Deine Behauptung, es gäbe keine journalistischen Spielregeln. der Berufsethos sei eine Lachtablette etc. bestätigen leider mein Bild von deiner Arbeit. Das mag eine Zeitlang gut gehen, aber du wirst damit gegen die Wand fahren. Ich kenne mindestens zwei Redaktionen und fünf Redakteure, die eine Bewerbung von Dir direkt abweisen würden, weil sie sich jemanden mit der Moral nicht ins Haus holen würden.”
Bei aller Liebe, da habe ich ueberhaupt keine Probleme mit, da ich
a) nicht Teil einer Redaktion werden moechte
und
b) Unabghaengig bleiben moechte
Glaube mir, die von dir genannten Redaktionen habe nicht ansatzweise etwas zu bieten, was mich in diese Abhaengigkeit treiben wuerde.
Von daher wird es auch in Zukunft genauso weitergehen und ich werde ebenfalls auf anonyme Moralapostel in den Kommentaren antworten. Diese Jammerei bringt euch da nicht weiter. Verbessert eure Berichterstattung, dann gibt es auch weniger Special Comments….
Nachwievor haben wir naemlich immer noch nicht die Kernfrage geloest…
Hat der Harald keine Ahnung oder ist er ein Spin-Doctor?
Das ist Verantwortung gegenueber dem Leser. Auf diesen Schwachsinn aufmerksam zu
machen, der in der aeltesten deutschen IT Postille veroeffentlicht wird.
Lustig, wie hier um den heissen Brei geredet wird, dieser Bullshit auch noch verteidigt wird. Du bist kein Kollege von mir, Harald ist kein Kollege von mir und der Rest der Racker, die ich nicht kenne, die zum Teil sich gegenseitig puschenden Median und Kluengeltonis… Nein, das sind nicht meine Kollegen und das werden Sie auch nicht.
Warum sollte ich auch nur ansatzweise ein Interesse daran haben? Das verstehe ich nicht.
Schau mal wie prima ihr direkt mit mir ueber diese Problematik diskutieren koennt. Willkommen im 21. Jahrhundert. Jetzt bitte diesen nicht vorhandenen Berufs Ethos ueber Board werfen und mal von der rosa Schaukel steigen… Glaubt mir, ich hab mich in diesem Artikel wirklich zurueckgehalten und Harald ist noch gut weggekommen.
Peace
Ahso eines moechte ich noch anmerken. Ich bin immer offen fuer jeglichen persoenlichen Kontakt, ob es auf Messen oder Konferenzen ist oder hier in den Kommentaren. Man kann direkt mit mir in Kontakt treten, mir seine Meinung geigen und sich mit mir austauschen.
Ich beanspruche nicht fuer mich, der Stein der Weisen in der mobile computing szene zu sein und ja, ich bin fuer Kritik mehr als offen, ich denke das zeigen auch meine Kommentare… Ich tue das Thema nicht mit nem simplen Artikel ab und lasse es darauf beruhen.
Die einen moegen es Polemik nennen, die anderen sehen mich als einen arroganten Blogger, der nur polarisieren will.
Ich biete jedem an, sich mit mir persoenlich zu treffen und auszutauschen. Dann koennen sicherlich einige Missverstaendnisse ausgeraeumt werden.
Denn eines duerft ihr bitte nicht durcheinander bringen… Den Job und die Person. Das habe ich auch nicht mit meiner Kritik an diesem Artikel vor, auch wenn ich den Autor direkt anspreche.
Bitte trennen, locker durch die Hose atmen und an der Diskussion teilnehmen.
Die Cebit waere doch eine willkommene Gelegenheit.
Passend zum Thema grad gefunden: http://www.pr-agentur-blog.de/archives/148-13-konkrete-Tipps-zur-PR-mit-Blogs-Wann-und-wie-Blogger-ansprechen.html#extended
ZB aus Punkt 10: Aber vergessen Sie die aus dem Umgang mit Journalisten gewohnten Gepflogenheiten wie die Einhaltung von Sperrfristen oder die Autorisierung von Interviews oder Zitaten. Hier geht es um Authentizität – und Blogger verfügen über keinen Berufskodex, der zu Fairness verpflichten würde.