By Roland
07 Dec, 2009 7:21 pm
Jetzt wird es richtig lustig. Die Firma Fusion Garage, der Entwicklungspartner hinter Tech-Blogger Michael Arringtons CrunchPad, hat soeben bekannt gegeben, dass man Herrn Arrington komplett außen vor lässt und das CrunchPad stattdessen unter eigener Regie mit dem Namen “JooJoo” auf den Markt bringen will. Es bleibt beim kapazitiven 12-Zoll-Touchscreen, der Intel Atom Z5xx-Basis und dem Verzicht auf Tastatur und traditionelle Betriebssysteme.
Na das wird ja ein Spaß. Das JooJoo hat wie bereits erwartet keinen SIM-Slot, sondern stellt die Verbindung zum Internet ausschließlich per WLAN her. Die eingebaute SSD hat gerade einmal 4 GB Kapazität, die Grafikleistung soll aber ausreichen, um HD-Videos in voller Auflösung wiederzugeben. Die Akkulaufzeit soll rund fünf Stunden betragen. Statt eines vollwertigen Betriebssystems, setzt Fusion Garage auf ein Chrome OS-ähnliches Konzept. Binnen neun Sekunden ging es beim gezeigten Vorseriengerät direkt in den Browser, über den dann eine ganze Reihe von Websites und Webanwendungen über Shortcuts erreichbar sind.
Preislich entfernt man sich realistischerweise weit von Arringtons Fantasien von einem Preis von gerade einmal 200 US-Dollar. Stattdessen soll das Gerät satte 499 US-Dollar kosten und bereits ab 11. Dezember zu haben sein. Für Fusion Garage handelt es sich übrigens nicht um ein Tablet. Was genau das Gerät darstellen soll, wollte man allerdings auch nicht sagen, stattdessen wurde lediglich darauf verwiesen, dass man eine komplett neue Produktkategorie schaffen will, schließlich heiße “JooJoo” soviel wie “Magie”. Das Betriebssystem basiert auf UNIX, bietet aber ausschließlich einen Browser. Es kommt angeblich ohne Desktop, Fenster oder Menüs aus.
Was den Hickhack um die Rechte an dem Produkt angeht, so gibt man sich bei Fusion Garage offenbar sehr zuversichtlich. Michael Arrington und seine Firma TechCrunch hätten nie irgendwelche Rechte an dem Gerät gehalten, nie Code beigetragen und grundsätzlich auch sonst nur wenig zum Erfolg beigetragen, außer heiße Luft von sich zu geben. Ursprünglich entwickelte Fusion Garage lediglich ein Browser-basiertes Betriebssystem, als man von der Idee des CrunchPad/JooJoo erfuhr. Bisher habe Arrington zwar lauthals mit Klagen gedroht, doch bis dato gebe es noch keine Rechtsstreitigkeiten zwischen den beiden ehemaligen Partnern.
Die grüne Farbe auf dem Display ist übrigens ein später hinzugefügter Effekt.
Was sagt ihr? Kann man mit einem 500-Euro-Tablet, das zwar Atom-Hardware hat, aber auf alle anderen Vorzüge von normalen PCs und Netbooks verzichtet, sinnvoll arbeiten/surfen/”computern”?
Alle Infos stammen aus dem Liveblog von Engadget















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