By Roland
08 Dec, 2009 5:53 pm
Während der deutsche Computeranbieter Smartbook AG weiter darauf setzt, seine Namensrechte mit allen rechtlichen Mitteln zu verteidigen, hat der Chiphersteller Qualcomm, der unter dem eigentlich eher generischen Begriff “Smartbook” eine neue Kategorie von kleinen mobilen Geräten für den Internetzugriff zusammen fässt, eigentlich keinerlei Interesse (mehr) daran, die Bezeichnung weiter zu verwenden.
Wie Jean Varaldi, Senior Director für Marketing bei Qualcomm, anlässlich des Netbook World Summit in Paris erklärte, habe man das zusammen gesetzte Wort nie als Markenname für eine Produktkategorie etablieren wollen. Stattdessen habe die Marketing-Abteilung lediglich überlegt, wie man Geräte nennen können, die die Konnektivität von Smartphones mit der Vielseitigkeit von Netbooks kombinieren. Letztlich ging man offenbar den kürzesten Weg und fügte einfach den Begriff “Smartbook” zusammen.
Eigentlich sei “Smartbook” lediglich eine Art Marketing-Begriff, mit dem man der potenziellen Kundschaft das neue Konzept näher bringen will. Letztlich bleibe es vollkommen den Herstellern der Geräte auf Basis von Qualcomms Chips überlassen, wie sie ihre Produkte nennen wollen. Varaldi ging sogar so weit, jedermann dazu einzuladen, einen anderen passenden Namen für die bisher als “Smartbooks” bezeichneten Geräte zu finden, den man künftig verwenden könnte. Wenn sich dieser neue Name dann durchsetzt, sei dies nur zu begrüßen und im Interesse aller Beteiligten.
Grundsätzlich werde man sich nicht auf einen rechtlichen “Krieg” mit der deutschen Smartbook AG einlassen. Am Ende sei Qualcomm lediglich der Plattformanbieter hinter der neuen Produktkategorie der “Smartphone-Netbooks”. Wohl auch mit Blick auf die inzwischen von der Smartbook AG erhältlichen Netbooks war weiterhin davon die Rede, dass man keineswegs vor habe, Netbooks überflüssig zu machen. Für die nahe Zukunft kündigte Valardi außerdem eine Reihe von wichtigen Ankündigungen von großen Hardware-Partnern an, wobei er ausdrücklich vom Mobile World Congress (MWC) und der Consumer Electronics Show (CES) sprach.
NetbookNews.de ist auf Einladung der Intel Deutschland GmbH in Paris zu Gast. Intel ist einer der Partner des Netbook World Summit.












View Comments
Habe den Hype um den Begriff ‘Smartbook’ auch nie verstanden. Mit Bekannten sprachen wir eigentlich immer von Arm-Netbooks. Das klingt zwar nicht ganz so 1337, ist aber dafür verständlich.
Jetzt hat ein 2 Mann Unternehmen wohl keine Geschäftsgrundlage mehr. Leicht verzockt : )
‘Arm-Netbook’ find ich auch OK, ein griffigerer Name für Laien wär aber besser.
@Arm-Netbooker
>> Mit Bekannten sprachen wir eigentlich immer von Arm-Netbooks.
Die meisten kennen ARM doch gar nicht, auch wenn sie alle Geräte nutzen worin ARM-Technik verbaut ist.
Und im deutschen hat der Begriff “arm” auch noch eine negative Bedeutung, wie ein Netbook für Arme.
Bei Handys interessiert den meisten auch nicht welche Technik oder Software darin verbaut ist, die interessiert ob sie damit machen können was sie wollen.
Worauf also soll ein spezieller ARM-Netbook Begriff hinweisen? Das dort kein x86-Prozessor verbaut ist? Oder kein Windows(XP/7) drauf läuft?
Mir reicht “Netbook”, den Begriff nutzte auch die Firma Freescale als sie als erstes ihre ARM-Netbooks vorstellten.
Sollte es aber Microsoft geschafft haben das der Begriff als Synonym für ein Gerät mit Windows XP/7 steht, dann sehe ich die Notwendigkeit eines neuen Begriffes ein – das gilt aber auch für Geräte mit WindowsCE, das erwarten die Leute da auch nicht.
netbooks waren noch nie durch ein betriebssystem gekennzeichnet , resp definiert – formfaktor, gewicht, mobilität, portabilität und preis waren – und sind – die ausschlaggebenden faktoren für die klassenzugehörigkeit. so gab schon von anfang an geräte die x86 kompatible waren und andere ….
so gesehen waren qualcomms “smartbooks” auch nur netbooks – eine untermenge davon –
was für die smarties aus deutschen landen nur bedingt gilt, resp zu anfang nie galt – die kisten waren alle ausserhalb der begriffsreichweite netbook …. ob die angebote denn wirklich so smart sind … dies urteil ist jedem selbst überlassen (bei mir steht jedenfall was anderes auf dem deckel)
NetbookNews.de ist auf Einladung der Intel Deutschland GmbH in Paris zu Gast. Intel ist einer der Partner des Netbook World Summit.
Was muss man tun um auch mal zu sowas eingeladen zu werden?
@Max:
Was muss man tun um auch mal zu sowas eingeladen zu werden?
-> Richtig wichtig sein!
Gruss David
Ich sehe grade das bei Reichelt ein Netbook mit ARM-CPU verfügbar ist.
MININOTE PC703 für 111€. Es geht endlich los.
@ALF
naja, habs mir gerade angeschaut. Schaut ja greußlich fett/klobig aus.
Und die Akkulaufzeit ist mit 3 Std. ja unterirdisch.
Da brauch ich keine ARM-CPU.
Wenn ein ARM-Netbook, dann bitte richtig. Mit großer Auflösung, 10″-Display matt, genügend RAM und HDD/SSD und Akkulaufzeit für nen ganzen Tag inkl. eingeschaltetem UMTS.
Ich weiß das es eine Gurke ist. Man kann nicht einmal neue Programme aufspielen. Windows CE ist auch nicht der Weisheit letzter Schluss.
Aber es ist verfügbar und es ist bald mit besseren Geräten zu rechnen.
@ALF: Dieses Spielzeug-Gerät gibt es jetzt schon seit fast 2 Jahren, in diversen CPU-Varianten (versch. MIPS u ARM CPUs) – such mal nach “Alpha 400″ für Berichte (ich glaub sogar heise.de hatte einen Testbericht).
Jedenfalls aufpassen: Dieses Ding hat nichts mit den Geräten zu tun die jetzt als “Smartbooks” (hoffentlich) bald erhältlich sein werden – da liegen Welten zwischen dieser alten ARM9-CPU und einer ARM Cortex Plattform wie eben Qualcomm Snapdragon.
Hier ein paar Namens Vorschläge:
—————————————————
#Lightbooks
#Slightbooks
#Hollowbooks
#Doddlebooks
#Camberbooks (bei OLED-displays basierten typen)
#Daybooks
#Armbooks
Sagt mir was ihr davon haltet.