By Roland
10 Dec, 2009 5:49 pm
Microsoft behauptet ja, dass 93 Prozent (zuvor 96%) aller Netbooks mit Windows verkauft werden. Dass dies nur ein Marketing-Claim ist, dürfte ohnehin klar sein. Dass die Redmonder sich bei dieser Aussage offenbar auf den westlichen Markt beschränken, wird nun anhand neuer Zahlen des Marktforschungs- und Beratungsunternehmens ABI Research deutlich. Nach Angaben von ABIs Analyst Jeff Orr liegt die aktuelle Prognose für den Marktanteil von Windows für alle weltweit verkauften Netbooks in diesem Jahr bei gerade einmal 68 Prozent. Gerade in Asien ist der Anteil der Linux-Netbooks deutlich höher, so dass 32 Prozent der Geräte mit dem freien Betriebssystem daher kommen. Von wegen 7 Prozent Linux, Stevie!
Orr zufolge gehen die Angaben von Microsoft auf den US-Markt zurück. Gerade in Asien werden aber besonders viele Netbooks verkauft, wobei dazu auch Australien, Japan und Neuseeland zählen. Ausgerechnet in China wurden die Erwartungen aber nicht wirklich erfüllt, heißt es. Dort gehen die besonders günstigen No-Name-Netbooks mit Preisen unter 250 US-Dollar derzeit nicht so häufig über die Ladentische wie erwartet.
Von den insgesamt 35 Millionen weltweit verkauften Netbooks in diesem Jahr, sind rund 11 Millionen mit Linux ausgestattet. Für die kommenden Jahre erwartet ABI einen weiteren Anstieg des Marktanteils von Linux, weil gerade die erwarteten ARM-basierten Netbooks eher mit dem freien Betriebssystem daher kommen werden. In diesem Bereich hat Microsoft derzeit noch kein wirklich attraktives Angebot im Portfolio. Das gealterte Windows CE dürfte genauso geringe Chancen haben wie das ebenfalls eher unattraktive Windows Mobile. Erst mit dessen kommender Version 7 dürfte es besser werden. Außerdem muss Microsoft wahrscheinlich wieder in die Preis-Trickkiste greifen, um sich eine bessere Position zu verschaffen.
Quelle: ComputerWorld










