By Roland
15 Dec, 2009 4:54 pm
Der taiwanische Vertragsfertiger Clevo hat mal wieder ein neues Netbook zur FCC geschickt. Unsere liebsten FCC-Schnüffler von Wireless Goodness haben dies natürlich bemerkt und berichten uns daher vom Clevo M81P, bei dem es sich auf den ersten Blick um ein neues Netbook auf Basis der aktuellen Atom-Generation handelt. Schaut man sich die im Handbuch beschriebenen Spezifikationen (PDF, Bilder siehe unten) mal genauer an, geht es allerdings mit der Grübelei los. Warum? Im Clevo M81P steckt den Angaben zufolge ein Intel Atom N270, der aber nicht wie üblich mit dem Intel 945GSE-Chipsatz kombiniert wird. Stattdessen ist hier angeblich der neue NM10-Chipsatz (“Tiger Point”) verbaut, der Teil der neuen “Pine Trail”-Plattform ist! Woher soll bei dieser Konfiguration die Grafik kommen?! Ich glaube, Clevo trickst da kräftig, denn eigentlich steckt in dem Gerät offenbar ein Intel Atom N450. Warum? Tja,…
In der Spec-Tabelle spricht Clevo zwar vom N270, doch wer mal weiterliest stellt fest, die weiteren Angaben deuten stark auf den neuen “Pineview” Intel Atom N450 Prozessor hin. So ist von einer TDP von 5,5 Watt die Rede, was genau dem Wert des N450 entspricht. Der aktuelle N270 hat mangels Grafikkern und Speichercontroller nur eine TDP von 2,5 Watt. Weiterhin wird die vom N450 bekannte Taktfrequenz von 1,67 GHz statt den beim N270 üblichen 1,6 GHz angegeben. Nimmt man nun noch hinzu, dass der NM10-Chipsatz verbaut wird, der gar keine Grafiklösung an Bord hat, wird es richtig lustig. Naja, dass der angeblich 557 MHz schnelle FSB des Geräts so nicht hinhaut, spielt dann auch keine Rolle mehr.
Jedenfalls bin ich mir reichlich sicher, dass das da beschriebene Netbook ein Pineview-Modell ist. Die weitere Ausstattung entspricht dem üblichen Standard. Es kommt also ein 10,1-Zoll-Display mit 1024×600 Pixeln zum Einsatz. Bis zu 2 GB RAM lassen sich verbauen und wegen Hitzeproblemen empfiehlt Clevo den OEM-Partnern ausdrücklich, lieber nur 2,5-Zoll-Festplatten mit 5400 U/min zu verbauen. Immerhin lässt sich die Platte leicht herausnehmen, da sie von außen direkt zugänglich ist. Dazu gibt’s dann noch ganze 2 USB-Ports, einen VGA-Anschluss, 7-in-1-Kartenleser und ein “Multi-Gesture” Touchpad. Ach, optional darf auch ein 3G-Modul verbaut werden.
So, hier mal die direkten Auszüge aus dem bei der FCC eingereichten Manual… das nur vorläufiger Natur sein dürfte, denn mit solchem Quark darin kann man das Gerät keinem Kunden vorsetzen:
Quelle: FCC via Wireless Goodness















