By Roland
18 Dec, 2009 3:46 pm
Tja, vielleicht hätten Herr Arrington und seine Mitstreiter nicht irgendein unsinniges Riesentablet bauen sollen, das eigentlich nix neues zu bieten hat. Stattdessen hätten sich TechCrunch und Fusion Garage wohl besser ein Beispiel an der ebenfalls jungen Firma Notion Ink nehmen sollen. Diese hat ein bisher namenloses Tablet-System angekündigt, bei dem man alles richtig machen will, um letztlich ein sinnvolles Tablet-Gerät abzuliefern. Das Notion Ink Tablet nutzt ARM-basierte Nvidia Tegra-Plattform in Kombination mit einem 10-Zoll-Display von Mary Lou Jepsens Firma PixelQi, das bekanntermaßen eine Mischung aus herkömmlicher TFT- und E-Ink-Display Technologie bietet. Als Betriebssystem setzt man auf Googles Android.
Offenbar will Notion Ink das bisher unbekannte Nvidia Tegra T20 Chipset einsetzen, das in der Lage sein soll, Full HD Videos in 1080p-Auflösung problemlos wiederzugeben. Dazu muss allerdings ein externes Display angeschlossen werden, denn das Pixel Qi-Display des Notion Ink Tablets löst nur mit den im 10-Zoll-Format üblichen 1024×600 Pixeln auf. Das ändert jedoch nichts daran, dass das Display einerseits in einem stromsparenden E-Ink-Modus im Freien perfekt ablesbar sein, andererseits dank Video-Modus auch vollfarbige Videos und andere Inhalte anzeigen kann.
Unter der Haube des Flachmanns geht es interessant weiter. So soll anders als beim gescheiterten CrunchPad WLAN, Bluetooth UND UMTS/HSDPA gegeben sein. Zur Consumer Electronics Show 2010 will Notion Ink das Gerät erstmals live und in Farbe präsentieren, vorerst müssen wir also mit einigen computergenerierten Bildern Vorlieb nehmen. Immerhin gibt es jedoch schon erste Bilder, die das Display in Aktion zeigen. Zur CES will man erste Prototypen zeigen, die noch mit der normalen Android-Oberfläche daher kommen.
Das Display von PixelQi wird mit einem kratzresistenten matten Finish daher kommen, das zudem berührungsempfindlich sein soll. Die Bedienung kann alternativ auch über ein Trackpad erfolgen. Die Akkulaufzeit klingt schonmal beeindruckend. So soll das Notion Ink Tablet ganze 48 Stunden im Standby bleiben können und bis zu 8 Stunden HD-Videowiedergabe und bis zu 16 Stunden Surf-Sessions ermöglichen. Bei Tests soll der achtkernige Tegra T20 ganze drei Full-HD-Videos mit nur leichten Frameausfällen wiedergegeben haben. Noch arbeitet Notion Ink aber an einer Optimierung der Hardware.
Die große Frage ist auch in diesem Fall der Preis. Bei der angegebenen Hardwareausstattung könnte es schwer werden, ein solches Gerät für unter 300 Euro zu realisieren, denn mehr Geld dürften die meisten Kunden nicht ausgeben wollen. Allerdings gibt es ja da immer noch die Möglichkeit, das Tablet über einen Mobilfunkanbieter mit Subventionen zu vertreiben.
Quelle: Slashgear
















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