By Roland
28 Dec, 2009 12:45 pm
Dass Intel Nvidias ION Plattform nicht unbedingt besonders gut leiden kann, dürfte wenig überraschen, schließlich will man doch lieber die eigenen Chipsätze an den Mann bringen. Jüngst hat Intels Netbook Marketing-Chef Anil Nanduri deshalb entsprechend scharf gegen ION geschossen. Für ihn ist die Nvidia-Plattform mit ihrer weit überlegenen Grafikleistung vollkommener “Overkill” im Bereich der Mini-Laptops.
Update: Wie sieht eigentlich NVIDIA die Situation mit Ion? David Ragones, Marketing Director von NVIDIA bezieht im folgenden Video-Interview Position.
Im Interview mit dem Laptop Magazine erklärte Nanduri, dass es wesentlich bessere Wege gibt, Netbooks mit Unterstützung für HD-Wiedergabe auszurüsten, darunter unter anderem der Broadcom Crystal HD Media Accelerator, die günstiger sind als ION. Angeblich lässt die Verwendung von ION die Kosten von Netbooks zu stark steigen.
Warum die Intel-Mannen soviel zu meckern haben, dürfte klar sein. Der Markt für die neuen Ultra-Thin-Notebooks kommt allmählich in Schwung, da will man sich die Umsätze und Margen nicht durch zu leistungsfähige Netbooks versauen lassen. Letztlich läuft es also auf die alte Geschichte hinaus – Intel will zwar mit Netbooks kräftig verdienen, mit den leistungsfähigeren CULVs aber noch kräftiger.
Dass man sich als Marketing-Mann ins eigene Bein schießt, wenn man einerseits feststellt, dass der Chipsatz der Konkurrenz überlegen aber ein wenig zu teuer ist, dürfte allerdings ebenfalls klar sein. Aber die Marketing-Abteilung von Nvidia spuckt ja auch gerne mal heiße Luft.










