By Roland
28 Dec, 2009 7:00 pm
Intel hat die neuen Intel Atom-CPUs der Pineview-Reihe zwar bereits vor einigen Tagen offiziell vorgestellt, es hat aber etwas gedauert, bis jetzt auch die dazugehörige technische Dokumentation (PDF) veröffentlicht wurde. Diese nimmt uns endgültig jede Hoffnung auf eine bessere Multimedia-Unterstützung, denn der neue Grafikkern ist zwar schneller, kann aber noch weniger als der GMA500.
Frei nach dem Motto “Bloss nicht zuviel des Guten” läuft der auch bei den Netbook-Atoms integrierte neue Grafikkern Intel GMA3150 zwar mit 200 Mhz etwas schneller, doch die Unterstützung für Hardware-Beschleunigung fällt äußerst spärlich aus. Auch die Möglichkeiten zum Anschluss externer Displays bleiben sehr begrenzt.
So bietet der GMA3150 zwar Beschleunigung für MPEG2-Videoinhalte, wie sie etwa bei der DVD-Wiedergabe oder dem DVB-T-Empfang verarbeitet werden müssen, aber eben keine Hardware-Beschleunigung für H.264 und WMV-Videos (nix is mit YouTube in HD). Der alte GMA500 hingegen verfügt dank PowerVR-Technik über genau diese Funktionen, was gerade unter Linux eindrucksvoll ausgenutzt werden kann.
Außerdem fehlt dem GMA3150 die Unterstützung für digitale externe Displays, HDMI-Anschlüsse wird es also nicht geben. Was die Grafikausgabe auf externen Displays angeht, so müssen wir uns mit maximal 1400×1050 Pixeln über den VGA-Out zufrieden geben. Intern sind maximal 1280×800 bzw. 1366×768 Pixel möglich. Enttäuschend. Intel verlässt sich offenbar voll auf die Lösungen von Drittanbietern wie Broadcom und Nvidia, wenn es um HD-Videowiedergabe geht, denn selbst der neue Flash Player 10.1 bringt mangels entsprechender Unterstützung nichts.
Der CPU-Teil der neuen Intel Atom Pineview-CPUs hat jeweils 512 KB Level2-Cache pro Kern. Er verfügt über Unterstützung für SSE2, SSE3 und SSSE3. Der Takt liegt bei den ersten Modellen immer bei 1,66 GHz. Außerdem gibt es nun 64-Bit-Unterstützung, was entsprechende Betriebssysteme nutzbar macht. Die Größe des Gesamtpakets aus den im 45-Nanometer-Maßstab gefertigten Prozessoren und dem Trägermaterial bleibt bei 22×22 Millimetern. Die Die-Größe steigt allerdings kräftig, schließlich stecken nun auch Grafiklösung und Speichercontroller im Gehäuse der CPU.
Quelle: Intel via UMPCPortal











