By Sascha
20 Jan, 2010 4:30 pm
Ich denke in den letzten Monaten hat auch der letzte Zweifler erkannt, dass jede Aussage in Richtung “Netbooks sind tot” oder “Netbooks sind nur eine Modeerscheinung” nicht nur toericht ist, sondern auch eine ganze Menge ueber den Background des Verfassers aussagen (in diesem Sinne einen besonderen Gruss an die Chip, die fuer 2010 das Ende der Netbooks vorhersagt. Ich werde dann ihm dann im Dezember mal die Ultra-Thin und Netbook Verkaufszahlen senden). Zeit also, sich einmal genauer mit den Ursachen des Netbook-Erfolges auseinanderzusetzen und zu ergruenden, warum eine neue Geraeteklasse den gesamten IT-Markt wie keine andere Plattform in den letzten 2 Dekaden beeinflusst hat.
Wo sind eigentlich die Leser der ersten Stunde (ja, ich erkenne immer noch einige von euch wieder, wenn ihr mir mal wieder nen Kommentar hinterlasst), die sich vor 2 Jahren ueberreden liessen ein 7-inch System mit winzigen Keyboard, noch kleinerem Trackpad und einer 4GB SSD als Massenspeicher, fuer knapp 300 Euro zu kaufen? Ganz ehrlich habt ihr es bereut und habt ihr jemals vorhersagen koennen, dass ihr Teil einer hardwaretechnischen Revolution seid? Ich habe es erahnen koennen aber ich muss ebenso auch zugeben, dass ich zuweilen zu arrogant war (man bedenke nur mal meine Weigerung ueber 10-inch Systeme zu berichten) um das ganze Ausmass dieser neuen Geraeteklasse zu erkennen.
Wir Netbook-User (und mit uns gibt es bereits ueber 50 Millionen weltweit) haben in dieser Zeit erkannt, dass die Dinger die perfekte Ergaenzung su Smartphone und Notebook/Desktop sind, ja diese Luecke zwischen diesen grundverschiedenen Plattformen schliessen. Wer heute noch behauptet Netbooks haben ein zu kleines Keyboard oder Trackpad, eine zu geringe Akkulaufzeit gar, der geht auch davon aus, dass die Mauer gerade erst gefallen ist.
Schauen wir uns mal die Entwicklung der Plattform in nur 2 Jahren an:
ASUS Eee PC 4G (2008)
Celeron-M 900 Mhz (@683 Mhz)
512 MB RAM
4GB SSD
7-inch Display (800×480)
3 Zellen Akku (etwa 3h Laufzeit)
Xandros Easy Mode Linux
299 Euro
ASUS Eee PC 1005PE (2010)
Intel Atom N450 1,66Ghz (mit Hyperthreading)
1GB RAM
250GB HDD
10.1-inch Display (1024×600)
6-Zellen Akku (ueber 8h Laufzeit)
Windows 7 Starter
299 Euro
Merkt ihr wie stark sich in nur 24 Monaten die Netbooks weiterentwickelt haben? Ich bekomme doch heute locker doppelt soviel Hardware fuer mein Geld wie 2008 und das in einem noch ansprechenderen Formfaktor.
Netbooks konkurrieren nicht mit Ultra-Thins!
Natuerlich hat eine CULV-CPU mehr Dampf und natuerlich kann man mit einer 1366x768er Aufloesung angenehmer arbeiten, aber wollen das Netbook-Besitzer auch und vor allen Dingen, sehen sie die Ultra-Thins als Konkurrenz oder Ergaenzung an? Ultra-Thins verkaufen sich immer noch mehr schlecht als recht und dabei muessten diese doch den Netbooks den Rang ablaufen. “Netbook-Killer”, die “Zukunft des Netbooks”, was gab es nicht alles fuer luestige Floskeln, als Acer den ersten 399 Euro Ultra-Thin auf die Kaeuferschaft losliess. Und nu? Ich nutze selber einen Ultra-Thin aber ersetzt er mein Netbook? Natuerlich nicht und das muessen all die selbsternannten Experten und Hateboys mal endlich in ihre Hirnwindungen bekommen, denn es gibt neben dem Preis (mittlerweile liegen wieder locker 150 Euro zwischen einem Einstiegs-Netbook und Einstiegs-Ultra-Thin) ein entscheidendes Merkmal, welches sie offenbar immer noch nicht begreifen: Small is beautiful und genau das macht den Verkaufserfolg von Netbooks aus, der Formfaktor!
Was ist ein Netbook und was ist es nicht?
Der erste wirkliche “Personal Computer” hat die Welt bereits erobert und er wird sich in den naechsten Jahren weiterentwickeln. Was ein Netbook jedoch niemals sein wird, ist ein kompletter Ersatz fuer ein leistungsstarkes Notebook oder Desktop-PC. Das wollten Netbooks nie sein und deshalb eruebrigt sich auch jeder Vergleich. Ein Netbook ist ebenfalls auch kein Subnotebook, sprich all die 11.6 und 12.1-inch Plattformen mit NVIDIA-Ion Chipsatz sind keine Netbooks! Das Acer Ferarri System mit der AMD Neo CPU ist ebenfalls kein Netbook. Wuerde die Leistung der Intel Architektur relativ zum TDP steigen, wuerde der Atom bei gleicher Verlustleistung Kreise um den AMD Neo ziehen. Vielleicht sollten sich das einige Tester das endlich mal vor Augen fuehren, dass es sich hier um grundsaetzlich verschiedene Konzepte handelt.
Netbooks waren, sind und bleiben 7 – 10-inch Systeme mit Intel Atom CPU bzw. VIA C7-M/Nano Prozessor, die maximal 400 Euro kosten. Solange AMD keine wettbewerbsfaehige Plattform in diesem Format bauen kann, die 8-10 Stunden Akkulaufzeit bietet, gibt es kein Netbook von AMD, was eigentlich sehr schade ist!












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