By Roland
02 Feb, 2010 2:00 pm
Der taiwanische Marktführer bei Netbooks Acer will auch im Jahr 2010 eher auf eine konservative Strategie setzen. Scott Lin, Chef von Acer Taiwan, machte dies deutlich, als er gegenüber der DigiTimes erklärte, dass sein Unternehmen in diesem Jahr vor allem auf Ultra-Thin-Notebooks setzen will und vorerst nicht plant, auf den Zug der Produkte aufspringen will, die dem Apple iPad Konkurrenz machen sollen. Angeblich passt eine Art iPad einfach nicht zu Acers Geschäftsmodell.
Lin hob allerdings hervor, dass Acer durchaus über die technischen Möglichkeit verfügt, ein iPad-ähnliches Gerät herzustellen. Beim Betrieb einer für solche Produkt konzipierten Plattform zum Bezug von neuen Inhalten aus dem Internet kann Apple jedoch laut Lin seinen Vorteil ausspielen, weil wenige andere Anbieter ähnlich viel Erfahrung mit einem eigenen Online-Store haben, was auch für Acer gilt.
Historisch gesehen hätten geschlossene Plattformen ihre Grenzen, was das Wachstum betrifft. Sie sind laut Lin außerdem auf Nischenmärkte beschränkt. Apple habe sein Geschäft auf dem Ausbau einer eigenen Nische begründet. Dadurch könne das Unternehmen mit Geräten wie dem iPad erfolgreich sein, während es den Wettbewerber schwer fallen dürfte, mit eigenen Kopien die gleichen Ergebnisse zu erzielen.
Letztlich wird das iPad aber nach Meinung des Chefs von Acer Taiwan kaum Auswirkungen auf den Notebook- und Netbook-Markt haben, da es vollkommen andere Zielgruppen anspricht. Acer will 2010 rund 50 bis 60 Prozent normale Notebooks verkaufen. Netbooks sollen einen Anteil von rund 20 Prozent haben, während rund 20 bis 30 Prozent des Liefervolumens auf Ultra-Thin-Notebooks entfallen sollen. Glaube Acer etwa nicht an den Hype? Komisch!
Quelle: DigiTimes










