By Roland
21 Feb, 2010 1:20 pm
HD-Videos lassen sich auf aktuellen Netbooks im Normalfall nicht ohne weiteres wiedergeben, es sei denn das jeweilige Gerät hat einen entsprechenden Beschleuniger oder eine Grafiklösung eines Drittanbieters an Bord. Die Kollegen von PC Pro haben jetzt festgestellt, dass die HD-Wiedergabe unter Verwendung des CoreAVC-Codecs auch bei ganz normalen Netbooks mit Intel-CPU und Intel-Grafik möglich werden kann. Der Haken: Der Codec wird für 10 US-Dollar verkauft.
Alles was der Anwender braucht, ist der Media Player Classic Home Cinema und 9,95 US-Dollar für den Kauf des CoreAVC-Codecs. Außerdem sind natürlich die entsprechenden h.264 HD-Videoinhalte vonnöten. Bei Windows 7 ist h.264-Unterstützung bereits integriert, doch mit dem Media Player stottern HD-Filme doch erheblich. Unter XP läuft es schon besser, doch hier kann es zu Verschiebungen zwischen Ton und Bild kommen, weil der Atom kaum hinterher kommt.
Auch mit dem CoreAVC-Codec sind einige Spezialeinstellungen nötig, damit HD-Videos auf Netbooks einigermaßen laufen. In den Menüs des Programms muss man das Deblocking auf “Skip always” stellen und Deinterlacing komplett deaktivieren. In den Einstellungen des Media Player Classic Home Cinema muss dann nur noch auf den externen CoreAVC-Video Decoder umgestellt werden. Außerdem muss DirectShow auf “EVR” gestellt werden. Beim Test mit dem freien Film Big Buck Bunny traten den Kollegen zufolge nun nur noch kleinere Stotterer auf und es gibt noch einige Frameratenprobleme, doch insgesamt lässt sich der Film gut ansehen.
Bei einigen anderen Full-HD-Filmen gab es zugegebenermaßen größere Probleme und auch bei anspruchsvollen Szenen in 720p kann es zum Strottern kommen. Außerdem hilft der Codec bei der Wiedergabe von HD-Videos von YouTube und Co kein bisschen. Insgesamt kann der CoreAVC-Codec jedoch eine günstige Alternative zum Einbau eines Hardware-basierten HD-Decoders sein, wenn man nur ab und ein in der Lage sein will, einen HD-Film zu schauen. In den Kommentaren des PC Pro-Artikels wird auf das kostenlose Codec-Paket von Shark007 verwiesen, das zwar nicht ganz so gute Ergebnisse liefern soll wie die hier beschriebene Lösung, dafür aber eben kostenfrei zu haben ist.
Quelle: PCPro











