By Sascha
10 Mar, 2010 4:51 pm
Ach ja, es haette alles so schoen sein koennen, als ich mich im September 2009 trotz vieler mahnender Worte hier auf dem Blog, doch fuer einen Acer Ultra-Thin entschieden habe. Der 3810TG mit UMTS-Modul sollte es fuer mich sein und Notebooksbilliger.de bot mir an, diesen kostenneutral fuer mich zur Verfuegung zu stellen, damit ich auch weiterhin hier meiner taeglichen Arbeit nachgehen kann. Haette, wenn und aber, es ist nicht nur voellig anders gekommen, nein, es entstand fuer mich der absolute Super-GAU (den doppelten Superlativ hat sich Acer wahrlich verdient!), denn der 3810 beeinflusste meinen Job so nachhaltig, dass ich in Zukunft von einem Acer System im professionellen Umfeld, einen mehr als grossen Bogen machen werde.
Update: Ich beziehe mich in meinem Artikel einzig und allein auf den Aspire Timeline 3810 und meine subjektiven Erfahrungen. Jegliche General-Schelte liegt mir fern und ich habe in den letzten Wochen mehrfach darauf hingewiesen, dass die neue 532er Serie bei den Netbooks marktbestimmend sein wird, was vor allen Dingen an der sehr guten Verarbeitung liegt. Der 3810 ist fuer mich persoenlich dennoch ein Schlag ins Wasser!
Es fing eigentlich alles ganz harmlos an und zwar blaetterte bereits nach 2 Monaten die Farbe rechts neben dem Trackpad ab. Jetzt kann man natuerlich sagen, dass ich so ein Geraet locker 5 mal so intensiv nutze, wie der durchschnittliche User aber bereits hier wurden mir eklatante Maengel in der Verarbeitungsqualitaet offenbart. Im 3. Monat hatte dann der Gehaeusedeckel ueber dem rechten Scharnier eine Delle, ja ihr lest richtig, eine Delle! Etwas aehnliches ist mir in einem Vierteljahrhundert “Mobile Computing” (wenn man denn den Commodore SX64 als einen mobilen Rechner ansieht)noch nicht begegnet. Stichwort Verarbeitungsqualitaet.
Im Februar diesen Jahres ging dann aber die Post richtig ab. Ich packte brav meinen 3810 ein und nahm ihn mit nach Barcelona zum Mobile World Congress, um auch dort HD-Videos zu verarbeiten und via dem eingebauten UMTS-Modul ins Netz zu schiessen. Mein erster Stop, am ersten Tag war uebrigens Acer, denn ich hatte einen anonymen Tipp zum 532g mit Ion 2 bekommen. Puenktlich um 8.45 Uhr stand ich auf der Matte um mein Video zu drehen, selbstverstaendlich als erster Blogger/Journalist und was weiss ich nicht was es sonst noch fuer Berichterstatter gibt. Das Video ist im Kasten, ich klappe meinen 3810TG auf und will den Content schnellstens in die unendliche Weite des Internets schiessen, tja, Rechnung ohne die Hintergrundbeleuchtung gemacht, denn diese ist inzwischen ausgefallen!
Man muss sich das mal auf der Zunge zergehen lassen: Ich konnte dieses Video ueber ein exklusives Acer System nicht online stellen, weil ich einen Acer Ultra-Thin einsetze! Willkommen in Absurdistan!
Innerhalb weniger Stunden wurde mir von Notebooksbilliger.de ein Ersatzgeraet zugesagt und an die Adresse meiner Eltern in Deutschland versendet. Den Rest der Barcelona Woche habe ich dann mit meinem Samsung NC10 verbracht, der ist zwar nich ansatzweise so schnell, aber er laeuft und laeuft und laeuft. Videos wurden per Dropbox nach Vancouver uebertragen (Nicole berichtete von dort ueber die Olympischen Spiele)und dann nach Youtube geschoben. Show must go on!
Als Austauschgeraet habe ich dann uebrigens nicht die Variante mit SU9400 sondern SU7300 erhalten, was aber eigentlich kein Problem darstellte, wenn wir mal vom extrem nervenden Lueftergeraeusch absehen, welches die Kiste im Netzbetrieb von sich gab.
Frohen Mutes auf zur CeBIT und jetzt koennt ihr euch an 2 Fingern abzaehlen, was ich dort erlebte. Richtig, am CeBIT Freitag viel auch im Austauschgeraet die Hintergrundbeleuchtung aus! Danke, danke und nochmals danke! Auf dem System sind noch etwa 10 HD-Videos, ich flog 3 Tage spaeter zurueck nach Taiwan und sitze nun hier und kann mir im abgesicherten Modus auf einem ext. Screen (24-inch Syncmaster, der jetzt nur mit 1024×768 angesteuert wird) auf meine Files zugreifen. Erst in 4 Wochen bin ich wieder in Deutschland und werde bis dahin auf einem HP Mini 311c arbeiten, denn der Acer laesst sich partout nicht auf den ext. Screen umschalten (und ich meine hier via Funktionstasten, denn ich sehe ja nichts), um damit wenigstens auf diese Art und Weise zu arbeiten. In 4 Wochen erhalte ich dann uebrigens mein Austauschgeraet von Notebooksbilliger.de, denn der Versand nach Taipei ist mir zu heikel, nicht, dass der am Zoll urlange haengenbleibt.
Acer, ihr habt mein Arbeitsleben nachhaltig beeinflusst und zwar mit einem System, welches fuer den professionellen Einsatz einfach nicht gedacht ist. Der 3810 kostet in meiner Ausfuehrung etwa 800 Euro, diese Summe habe ich um ein Vielfaches inzwischen eingebuesst, da ein halbes Dutzend exklusiver Videos nicht online gehen konnten. Ich muss nun umstaendlich meine Dateien sichern und mir ein Not-System zusammenschustern, das kostet mal richtig Zeit. Zeit, die ich gerne damit verbringen wuerde, den abertausenden Lesern hier frischen Content zu liefern. Mein kommendes Wochenende wird daraus bestehen, mir ein Desktopsystem zusammenzustellen und entsprechend alle Daten zu uebertragen. Was solls, wofuer braucht der Pallenberg schon ein Wochenende? Es reicht, dass er uns auf Youtube mehr als 600 000 Views beschert hat, haeufiger ueber Acer Netbooks und Nettops berichtet, als jedes andere Medium, da soll er sich mal nicht so anstellen, wenn es mal kleinere Probleme gibt.
Schnickschnack Acer, ihr greift in meinen taeglichen Arbeitsablauf ein und das ist fuer mich existenziell und wenn ich dann noch auf der CeBIT hoere, dass ihr 25% jaehrliches Wachstum erzielen wollt und bereits im Jahre 2012 HP als groesster PC-Hersteller weltweit, ueberholen moechtet… tja, ich bin sprachlos und hoffe, dass die Qualitaetssicherung innerhalb der naechsten Monate komplett ausgetauscht wird, denn ansonsten werden euch die RMAs ganz schnell wieder aus der Spitzengruppe schiessen.
Ein Acer 3810 als taegliches Arbeitsgeraet kommt mir definitiv nicht mehr ins Haus und ich werde in den naechsten Jahren nicht muede werden, dieses Erlebnis meinen Lesern und meinem Umfeld mitzuteilen (eine entsprechende statische Seite ist bereits in Mache!)










