By Sascha
12 Jun, 2010 8:47 am
Ich bin mir sicher, dieses Posting wird einigen Leuten ein wenig uebel aufstossen und ich bin mir ebenfalls bewusst, dass meine Wortwahl und zuweilen “Radikalitaet” viele Leute vor den Kopf stossen wird, aber es ist einfach Zeit hier endlich mal tabula rasa zu machen und ein klares Zeichen fuer die Zukunft zu setzen. In den letzten 7 Jahren in denen ich Content im Internet erstelle, habe ich eine ganze Menge Erfahrungen sammeln koennen (nein, der liebe Sascha bloggt nicht erst seit gestern) und viele, viele unglaublich Dinge erlebt. Die Erfahrungen in den letzten Tagen, insbesondere mit den diversen Woelfen in Schafspelzen, die nicht muede werden sich zu prostituieren und euch, den Lesern mal schoen die lange Nase zeigen, haben mich zu einem finalen Schritt bewogen. Also, gehen wir es an, es gibt viel zu tun:
Update: Seit mehr als einem Jahr ruhte dieser Beitrag, aber ich moechte ihn aufgrund eines sehr wichtigen Artikels wieder ausgraben. Was René Hesse auf Mobiflip.de schreibt, zeigt wieder einmal auf, wie die deutsche IT-Medienlandschaft funktioniert. Es ist nicht nur traurig, sondern offenbarend peinlich!
Seit nunmehr 7 Jahren versuche ich meinen Content zu schuetzen und das nahezu taeglich. Liebe Leute, ich habe die Schauze sowas von gestrichen voll und keine Lust mehr diesen Heuchlern, die dir deinen Content weggrabben, nachzustellen. Ich habe auch keine Lust mehr Publikationen wie Onlinekosten.de oder aber der IT-Times aus Muenster zu erklaeren, wie das Internet funktioniert und dauernd darauf hinzuweisen, dass das dieses von Verlinkungen lebt und verdammt, ich moechte in Zukunft nicht mehr von irgendwelchen kleinen Popeln, die sich in die vermeintliche Anonymitaet des Internets fluechten und mich von dort aus kontinuierlich bedrohen, belaestigt werden (schoen, dass die neue Basicthinking.de Redaktion die persoenlichen Drohungen gegen mich einfach so stehen lassen, wohingegen jegliche Antwort von mir inzwischen innerhalb weniger Minuten geloescht wird.)
Ich habe auch keinen Bock mehr auf diese Teilzeitblogger, die nicht einer simplen oeffentlichen Diskussion standhalten koennen und stattdessen lieber gerne die Zensurschere rausholen und genau deshalb muss endlich was passieren.
Ab jetzt ist saemtlicher Content von mir und meinen Projekten frei!
Ihr koennt damit machen was ihr wollt, Bilder verwerten und mit Photoshop bearbeiten, Podcasts saugen und editieren, die Videos verarbeiten und verfremden. Was auch immer ihr findet, es gehoert euch, der Community, dem Web.
Und das Beste ist, ihr muesst noch nicht einmal einen Link und eine Quellenangabe setzen. Und das liegt nicht daran, dass ich so eine engstirnige Noppe wie der Neu-Blogger Hayo Lücke bin, der durchaus sehr eigene Auffassungen von Journalismus hat und auf meine noch relativ harmlose Email:
Wie immer, die fehlende Quellenangabe. Noch nicht einmal ein Link auf die ASUS Webseite bzw. die Facebook Nummer.
Muss das denn sein? Verlinkt doch einfach eure Quellen, das sieht einfach sehr schaebig aus so!
Ihr lernt es auch noch!
Cheers
Sascha
So reagierte:
Sehr geehrter Herr Pallenberg,
vielen Dank für Ihre E-Mail.
Es freut mich, dass Sie uns darauf aufmerksam machen wollen, wie wir unsere Arbeit zu erledigen haben, ich kann Ihnen aber versichern, dass wir unser journalistisches Geschick durchaus einzusetzen wissen. Und ich kann Ihnen auch verraten, dass es nicht dazu gehört, grundsätzlich auf die Quellen zu verlinken. Auch, weil es in gewissen Passagen nicht möglich ist. Es sei denn, Sie verraten uns, wie auf E-Mails verlinkt werden kann. Professionell arbeitende Webseiten müssen – im Übrigen anders als Blogs – nicht auf ihre Quellen verlinken. Dies _kann_ geschehen, ist aber kein journalistischer Grundsatz. Jeder Redakteur sollte freilich seine Quellen zu nennen wissen und Sie können sich sicher sein, dass dies bei uns der Fall ist.
Mit freundlichen Grüßen,
Hayo Lücke
–Hayo Lücke
Redaktionsleitungonlinekosten.de GmbH
Mensch, das will ja irgendwie so gar nicht in das Bild des ehrlichen, knallharten aber fairen Journalisten passen, den Hayo mit Pauken und Trompeten auf seinem Blog vertritt:
Hart, aber fair!
Übrigens: Ich mag es nicht wenn man sich hinter einer vorgetäuschten oder schmutzigen Fassade versteckt und alles schönredet. Ich sage das, was mir durch den Kopf geht, wobei ich unumwunden zugebe, dass diese direkte Art durchaus auch verletzend sein kann. Im Gegenzug bedeutet es aber auch, dass man sich immer darauf verlassen kann, dass ich (m)einen Standpunkt vertrete und es meine persönliche, ehrliche Meinung widerspiegelt. Ach ja, Ehrlichkeit schätze ich sehr. Sollte für jeden selbstverständlich sein. Ich mag keine linken Touren.
Wenn das Journalismus ist und so Blogging definiert wird, dann sage ich euch heute auch, ich bin kein Blogger mehr sondern ein Lobbyist. Mit dieser Content-Mafia moechte ich nicht verwechselt werden! Und genau diese Leute, die eine Haelfte des Tages Indianer und die andere Tageshaelfte ueber Cowboy sind, unterwandern, zersetzen die Blogosphaere und das machen Sie von ganz oben, mit dem bekanntesten deutschen Blog! Fast unwichtig zu erklaeren, dass sogar eigene Wikipedia Eintraege erstellt werden (unbedingt mal die IPs bei den Aenderungen checken, jaja ein Proxy ist bei diesen Experten zum Teil noch unbekannt aber da ist auch Kollege Guenter Born ein leuchtendes Beispiel, der baut sich naemlich auch gerne seinen eigenen Wikipedia Eintrag. Die Zeiten in denen ein Goldhamster zur Person des oeffentlichen Interesses erklaert wird und seine eigene Wikipedia Seite erhaelt, scheinen nah.^^)
Wenn sich dieser Trend weiter durchsetzt, dann sagt schon einmal auf Wiedersehen zu der Unabhaengigkeit und Authentizitaet, die ihr von Bloggern ganz zurecht erwartet. Jahrelang haben diese Voegel fremden Content durchgeruppt, ohne die Quelle zu nennen. Internet Wiederkaeuer ohne Skrupel, die das auch noch rechtfertigen wollen.. Aus und Schluss mit der ganzen Diskussion, es heisst Abteilung “CHANGE!” (ich dachte das kommt ganz gut in diesen Tagen, diese “innovative” Phrase zu benutzen.. note to myself, keywordspamming rocks!)
Ich weiss, dass letztendlich guter Content fuer sich selbst spricht und deshalb holt euch was ihr wollt, teilt die Inhalte mit euren Freunden, baut die Fotos und Videos auf euren Seiten ein. Ihr muesst nicht auf Netbooknews zuruecklinken, ihr braucht keine Angst haben, dass irgendeine seltsame Lizenz dahinter steckt. Die gibt es nicht, weil mich Regulierungen einfach ankotzen.
Wer dennoch auf die Quelle verlinkt, dem bin ich natuerlich unendlich dankbar, denn Du, genau Du der schon einmal einen Bericht von mir verlinkt hat, ein Video uebernommen und die Quellen nannte, du bist das Internet, du kannst es schaffen, dass diese arroganten und limitierenden Strukturen aufgebrochen werden. Link auf deine Quellen, denn das macht dich nicht nur weitaus glaubwuerdiger, sondern du baust das Internet mit auf.
Ein einzelner Link tut niemanden weh, nur den Postillen die fuerchten Leser zu verlieren. Da sollte man sich dann einfach fragen, ob der eigene Content nicht eher die Wurzel allen Uebels ist und wie laecherlich es doch ist, noch nicht einmal genug Vertrauen in die eigene Seite zu haben.
Ein Link kann den Unterschied machen. Ein Link kann die Information bedeuten, die ihr schon so lange gesucht habt. Ein Link kann euer Leben veraendern und er kann Menschen verbinden
Deutsche Onlinemedien sind im Vergleich zu den US-Kollegen um mindestens 5 Jahre hinten und damit meine ich richtig hinten. Noch viel schlimmer, sie fuehlen sich wie auf einer Insel der Allwissenheit aber sobald du ein wenig an der Oberflaeche kratzt, kommen diese Racker aus ihren Loechern hervor und schwafeln von Berufs und Journalisten Ethos… Nein, soviel kann ich in der Tat nicht essen, wie ich kotzen moechte nach solchen Erlebnissen. Einige wenige haben es begriffen und noch weniger Webleute in Deutschland, wissen ueber den Status der Onlinemedien hierzulande. Immerhin versuchen einige zu kommunizieren, was Hoffnung weckt.
Ich will nicht zum Peter Neururer der deutschen Blogosphaere stilisiert werden, aber verdammt nochmal, soll ich jeden Tag diese Hirnrotze in mich reinfressen? Nein, soll ich nicht.
Informationen muessen frei sein, eine Kultur des Miteinander muss endlich her. Austausch, Kommunikation und Feedback sind so wichtig und totschweigen, Leser verarschen, beschissene Artikel mit falschen Angaben raushauen und Aeh Aeh Aeh PC Videos sind einfach out.
Ihr glaubt gar nicht mit welcher Verachtung manch vermeintlicher Profi gegenueber Techbloggern in Deutschland auftritt. Was ich selber erfahre und mir Kollegen zutragen ist einfach nur unter aller Sau. Und hier spreche ich nicht die richtig gesetzten Publisher an, sondern die Nutter, die auch noch schnell irgendwie ein Stueck vom Kuchen abhaben wollen und aufgrund der eigenen Inkompetenz und schlechten Vernetzung einfach nicht mehr mitkommen.
Ende Gelaende! Ihr geht mir sowat von auffe Eier und deshalb bekommt ihr jetzt das von mir, was ihr euch taeglich abholt, meinen Content.
Ich lade jeden Tech oder sonstwas Blogger dazu ein, mitzuwirken, ein Zeichen zu setzen gegenueber diesen muffigen Kopf-Rentnern, die nicht nur dem Internet schaden, aber vor allen Dingen dem Standort Deutschland.
Nehmt was ihr wollt, ich haue einfach in Zukunft noch ein paar mehr exclusives raus und hoffe ihr habt Spass daran
Nicht nur Gedanken sind frei, auch Informationen muessen es sein und deshalb ist Netbooknews.de ab heute das erste deutsche Techblog, welches offiziell auf Urheberrechte und intellektuelles Eigentum verzichtet und saemtliche Inhalte der Community uebergibt. Selbstverstaendlich werden wir, wie wir es ausnahmslos immer gemacht haben, auch in Zukunft unsere Quellen immer nennen.
Aufwachen, nachdenken, mitmachen, Dinge veraendern!
Und nun schlachtet mich, ich freue mich schon drauf












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