By Roland
13 Mar, 2010 10:56 am
Im Hause Nvidia setzt man offenbar voll auf den Trend hin zu immer kleineren mobilen Endgeräten. Der Grafikspezialist hat sich zu dem radikalen Schritt entschieden, seine Chipsatz-Abteilung und das Team für die Entwicklung der mobilen Plattform Tegra zusammen zu legen. Hintergrund ist neben der Umorientierung in Richtung Smartphone, Smartbook, Tablet und MID offenbar auch das Auslaufen der Lizenz zur Entwicklung von Chipsätzen für Intels x86-Prozessoren.
Neben der inzwischen erfolgten Integration der Grafiklösung und des Speichercontrollers bei Intels Atom-CPUs gibt es für den Umstand, dass ION “2″ statt eines Chipsatzes lediglich ein ganz normaler Zusatzgrafikprozessor ist, eben auch noch einen weiteren Grund. Der Rechtsstreit mit Intel sorgt dafür, dass man vorerst keine weiteren Chipsätze für die Prozessoren von Intel anbieten kann.
Nvidia macht in dieser Lage natürlich den einzig logischen Schritt und sorgt nun dafür, dass die Zahl der Tegra-Entwickler durch die Zusammenlegung mit der MCP-Abteilung mal eben auf rund 650 Personen ansteigt. Die Prognosen für die Zukunft dieser Unternehmenssparte dürften angesichts des prophezeiten Booms der Smartbooks, MIDs und ähnlicher Smartphone-ähnlicher Geräte mit umfangreichen Multimedia-Fähigkeiten alles andere als düster ausfallen.
Die Tegra-Plattformen von Nvidia werden von der stark gewachsenen Man-Power sicherlich profitieren. Andererseits macht das Ganze einmal mehr deutlich, dass wir uns wohl auch langfristig erst einmal von Nvidias Chipsatzlösungen für Netbooks verabschieden müssen. Wenn die Intel Atom CPUs der ersten Generation in nicht all zu ferner Zukunft langsam vom Markt verschwinden, wird auch ION “1″ der Vergangenheit angehören.










