By Roland
06 Feb, 2009 2:40 pm
Ist doch alles nur halb so schlimm – wer dachte, Microsoft würde für Netbooks nur die stark beschränkte Starter Edition des Vista-Nachfolgers Windows 7 anbieten, kann aufatmen. Als die Redmonder kürzlich die verschiedenen Editionen von 7 vorstellten, sah es zunächst nach lizenzrechtlichen Beschränkungen aus, doch nun sorgte der für das Consumer-Marketing zuständige Microsoft Vice President Brad Brooks gegenüber ArsTechnica für Aufklärung.
Er stellte klar, dass jede Variante von Windows 7 auf Netbooks eingesetzt werden könne, schließlich lässt die Hardware-Ausstattung der Geräte dies durchaus zu (disclosure: ich arbeite gerade mit Windows 7 Beta Build 7000 auf diesem EeePC 1000H
). Diverse Anwender dürften diese Erfahrung inzwischen selbst gemacht haben.
Brooks zufolge soll die Windows 7 Starter Edition im Netbook-Bereich vor allem für OEMs zur Verfügung stehen, die sie auf besonders “günstigen kleinen Notebooks” einsetzen wollen. Für das “beste, voll-funktionierende Windows-Erlebnis” sei den Kunden zur Verwendung von Windows 7 Home Premium zu raten, so Brooks. Auf diesem Weg lasse sich das Maximum aus digitalen Medien und Netzwerkfunktionen herausholen.
Angesichts der schwerwiegenden Beschränkungen in der Funktionalität von Windows 7 Starter Edition würde eine Nutzung dieser Variante auf ausreichend leistungsfähigen Systemen ohnehin kaum Spass machen. Wie Sascha bereits berichtete, bleibt auch bei Windows 7 die von den Starter Editionen von XP und Vista bekannte Beschränkung auf maximal drei gleichzeitig geöffnete Programme bestehen – ein Hindernis, das im Alltag für Frust sorgen würde.
Windows 7 kann also auch offiziell in jeder beliebigen Variante auf Netbooks installiert werden. Letztlich liegt es am OEM, welche Version er auf seinen Geräten vorinstalliert. Gerade die Preise für die Lizenzen der besser ausgestatteten Ausgaben dürften hier eine Rolle spielen – schließlich sind die Preise für Netbooks bereits hart kalkuliert. Erwirbt man ein Netbook mit der Windows 7 Starter Edition ist es Sache des Kunden, ob er später mit Windows Anytime Upgrade auf eine bessere Variante “aufsteigen” will.
Die Hersteller dürften letztenendes anhand der Nachfrage der Kunden und ihrer Kostenstruktur entscheiden, welche Version von Windows 7 sie mit ihren Produkten ausliefern. Einem Netbook mit Windows 7 Home Premium oder gar Ultimate steht zumindest auf Seiten Microsofts nichts entgegen – vom Preis jetzt mal abgesehen. Wahrscheinlich werden also vor allem die Geräte der niedrigsten Preiskategorie mit der Windows 7 Starter Edition angeboten, während die teureren Modelle durchaus auch mit Home Premium oder Ultimate erhältlich sein dürften.
[via Ars Technica via WinFuture]












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