By Roland
31 Mar, 2010 5:31 pm
Tja. So richtig laufen die Verkäufe des JooJoo Web-Tablets offenbar bisher nicht. Wie jetzt aufgrund von Gerichtspapieren bekannt wurde, wurde das einst unter dem Namen “CrunchPad” gemeinsam mit dem Blogger Michael Arrington vorgestellte Tablet auf Atom- & ION-Basis bis Anfang Februar ganze 90 Mal vorbestellt. Von diesen Bestellungen wurden zudem 15 storniert, so dass letztlich nur für insgesamt 75 JooJoos Vorbestellungen vorlagen. Ein solch geringes Interesse hätte wohl niemand erwartet.
Wer jetzt mal den Taschenrechner auspackt, merkt wie dünn das Eis für Rathakrishnan Chandrasekar und seine Mitstreiter geworden sein dürfte. Bei einem Pre-Order-Preis von 499 US-Dollar würden sich bei 90 Vorbestellungen eine Summe von knapp 45.000 US-Dollar aus dem Vorabverkauf ergeben. Die sicherlich im Bereich mehrerer Millionen liegenden vorab getätigten Investitionen für Entwicklung von Hard- und Software deckt dies mit Sicherheit nicht. Zieht man dann noch die 15 Stornierungen ab, bleiben gerade einmal rund 37.500 Dollar übrig.
Was dürfen wir also aus den jetzt veröffentlichten Zahlen lernen? Ganz einfach. Das Interesse der Kundschaft dürfte bei einem Tablet, das von einer bisher vollkommen unbekannten Firma zur Vorbestellung angeboten wird, nicht sonderlich groß sein. Auch der Rechtsstreit mit den ehemaligen Partnern um Herrn Arrington dürfte nicht unbedingt zur Glaubwürdigkeit von JooJoo beigetragen haben, obwohl das Gerät sicherlich einiges Potenzial hat. Wie viele Kunden sich letztlich lieber für Apples iPad entschieden haben, frage ich besser gar nicht erst. Mit Sicherheit hätte man mehr Vorbestellungen verbuchen können, wenn es nicht zum Bruch mit TechCrunch und Arrington gekommen wäre.
Quelle: ZDNet













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