By Roland
06 Apr, 2010 11:00 am
Es war absehbar, dass das iPad schnell zum “Maß aller Dinge” in Sachen Tablets wird, wie es das iPhone schon bei den Smartphones vorgemacht hat. Wie ebenfalls zu erwarten war, dürften es andere Plattformen zunächst ein wenig schwer haben, sich gegenüber dem bereits weitgehend ausgereiften Apple-Produkt zu behaupten. Für ein Gerät wie das einst als “CrunchPad” angekündigte JooJoo Web-Tablet mit Intel Atom N270 und Nvidia ION Plattform ist dies offenbar noch schwerer, schließlich wurde es in sehr kurzer Zeit von einem kleinen Team entwickelt. Engadget hat sich das 12-Zoll-Surfbrett inzwischen näher angesehen und kommt in seiner ausführlichen Review zu einem eher enttäuschenden Ergebnis. Die Hardware-Basis sei zwar durchaus interessant, doch die sehr kurze Akkulaufzeit und die unausgereifte Software trüben das Gesamtbild dann doch erheblich.
Gerade weil das JooJoo ausschließlich zum Konsum von Webinhalten gedacht ist, stellt sich die Frage, warum die Entwickler nicht von vornherein auf eine sparsame aber leistungsfähige ARM-Plattform gesetzt haben. Da ein Linux verwendet wird und das JooJoo in seinem Funktionsumfang sehr beschränkt ist, scheint die x86-kompatible Hardware reichlich übertrieben, zumal sie die Akkulaufzeit auf rund 2,5 Stunden begrenzt. Zwar hat man mit ION einen leistungsfähigen Chipsatz an Bord, doch dieser kann seine HD-Fähigkeiten bisher mangels ordentlicher Flash-Beschleunigung kaum ausspielen und trägt so eigentlich hauptsächlich zur Verkürzung der Akkulaufzeit bei. Immerhin kann man YouTube-Videos auch im “JooJoo-Modus” wiedergeben lassen, wobei einfach die MP4-Datei eines jeden Videos verwendet wird.
Die Benutzeroberfläche wird von den Kollegen als brauchbar aber teilweise unausgereift bezeichnet. So mache das Ganze von der Ferne zwar einen guten Eindruck, muss man damit jedoch arbeiten, offenbaren sich einige schwere Mängel. So ist das JooJoo zwar eine Surfmaschine, doch eine einfache Möglichkeit zur Eingabe von Internetadressen besteht nicht. Stattdessen muss der Nutzer stets einen der vorgegebenen Shortcuts öffnen, um dann die Adresse zu ändern. Immerhin versprechen die Entwickler von Fusion Garage wöchentliche Updates, die die Software-Macken schnell aus der Welt schaffen sollen. Wenn es doch nur ums Surfen geht, warum dann nicht gleich ARM, wird die Frage aber auch in Zukunft lauten.











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