Home > Tablets > Apple iPad > ARM: Smartbooks wegen Flash-Problemen & Tablet-Hype verzögert

ARM: Smartbooks wegen Flash-Problemen & Tablet-Hype verzögert

By
06 May, 2010 3:00 pm

9 Comments

armWährend der Tablet-Hype gerade erst so richtig ins Rollen kommt, lassen die seit 2008 angekündigten so genannten “Smartbooks“, die Smartphone-Technik mit dem Formfaktor von Netbooks verbinden sollen, weiterhin auf sich warten. Die Geräte sollen meist auf ARM-kompatiblen Prozessoren basieren und mit Android oder anderen Linux-Varianten und auch Windows CE auf den Markt kommen. Bisher bietet jedoch nur HP mit dem Compaq AirLife 100 ein erstes Smartbook an, wenn auch nur in sehr beschränktem Rahmen. Lenovos Skylight soll in Sachen Software noch verbessert werden und alle anderen Anbieter sind auf einmal sehr ruhig geworden. Der Marketing-Chef der Chipschmiede ARM, deren Designs den Prozessoren der meisten Smartbooks zugrunde liegen, hat nun versucht, Gründe für die Verzögerungen zu nennen. Das Hauptproblem ist seiner Meinung nach nicht die Hardware sondern die Software.

Eigentlich sollten bis jetzt bereits einige Smartbooks auf dem Markt sein, erwartete man zumindest bei ARM, so Marketing-Chef Ian Drew gegenüber ZDNet UK. Einer der Hauptgründe für die aufgetretenen Verzögerungen sind laut Drew Probleme bei der Entwicklung der nötigen Software. So habe man zwar schon Ende 2008 eine Kooperation mit Adobe angeleiert, doch der als Resultat erwartete ARM-optimierte Flash Player 10 ist noch immer nicht fertig. Eigentlich sollte Flash schon Anfang 2009 für Smartphones erhältlich sein. Da Smartbooks laut Drew vor allem für den Zugriff auf das Internet gedacht sind, muss Flash auf jeden Fall laufen. Da die Entwicklung aber hakt, verzögern sich eben auch die Geräte. Angeblich haben die Programmierer reichlich zu tun, um Adobes Software für ARM-Prozessoren zu optimieren.

HP Compaq Airlife 100

Auch die durch Apples iPad ausgelöste Tablet-Welle lässt die Hardwarehersteller mit der Einführung von Smartbooks zögern. So hätten viele Hersteller ARM-basierte Smartbooks in der Pipeline, doch deren Marktstart sei teilweise erst einmal aufgeschoben worden, weil nun verstärkt in Tablets investiert wird. Ein weiterer Faktor ist laut Drew die relativ geringe Nachfrage für Netbooks mit Linux. Das Interesse an Linux für Smartbooks und Netbooks sei vergleichsweise gering, was die Hersteller ebenfalls zögern lasse. Insgesamt habe man jedoch in den letzten zwei Jahren viel gelernt, gerade was den Umgang mit Softwareherstellern angeht. Es sei zwar enttäuschend, dass man noch nicht einfach zum nächsten Computerhändler gehen und ein Smartbook erwerben könne, doch dies werde sich bald ändern, so Drew hoffnungsvoll.

Intels Atom-CPUs bzw. deren Leistung im Vergleich zu ARMs Chips sei hingegen keine Hürde für Smartbooks, hieß es weiter. Wann denn nun mit einer breiteren Verfügbarkeit von Smartbooks zu rechnen ist, konnte oder wollte Drew offenbar nicht sagen. Ist das Konzept der Smartbooks vielleicht angesichts der Tablet-Welle vielleicht schon überholt? Warten wir’s ab. Erste “Verluste” haben die Smartbook-Macher unterdessen bereits zu verzeichnen. So soll das Mobinnova Beam offenbar nicht in der bisher angekündigten Form auf den Markt kommen.

Quelle: ZDNet UK

  • broozar

    oh adobe… und flash auf arm-devices. warum muss steve eigentlich die meiste zeit recht behalten…

  • LuckyStrik3r

    ganz schön arm

  • testbunny

    Tja, da hat Steve Jobs wohl doch recht! Das Bashing gegen ihn war mir auch völlig unverständlich.

  • hch71

    vaporbooks

  • http://blog.gonline.at Georg S.

    Das wird wohl de Vorteil der Atom Z600 Serie Gegenüber der ARM Systeme sein, Windows läuft auf beiden nicht, Flash aber höchstwahrscheinlich auf den Atom Chips, aber biss die ersten Atom Z600 Geräte auf dem Markt sind gibt es bestimmt auch Flash für ARM CPUs, Adobe arbeitet ja dran!

  • Markus

    falsch! windows kann auch auf dem z600 laufen!

  • xpol

    Die Geräteklasse “Smartbook” ist in der Herstellung auch nicht billiger als ein Netbook, leistungsmässig aber eher ein Krüppel – was solls also.

    Was bleiben wird, sind ein paar Tabletts – das elende iPad und einige ganz brauchbare Fernostgeräte für Eur 99,–

  • MeikMaiers

    Flash beschneidet das Internet und die Entwicklung neuer Geräteklassen doch mehr als gedacht – na dann hoffen wir mal auf einen schnellen HTML5 & H.264 (oder welcher Videostandard auch immer) Einstand, dann sind die Hersteller zumindest nicht mehr so von Adobe abhängig!

  • http://blog.gonline.at Georg S.

    Wer sagt das? Windows Läuft nur mit Bios oder (die 64Bit Variaten ab Windows Vista) mit EFI aber der Aom Z600 hat nichts von beidem Zitat von http://ct.de/-993734 : “Während der weiteren Prozessor- und Chipsatzentwicklung wurde die unter dem Namen Moorestown entworfene Z600-Schiene allerdings ausschließlich auf den Smartphone-Einsatz getrimmt – ohne Rücksicht auf PC-Kompatibilität. So fehlen nicht nur IDE- und SATA-Schnittstellen, sondern auch ein klassisches BIOS und die modernere Variante EFI. Windows läuft daher nicht, außer der hauseigenen Linux-Distribution MeeGo nennt Intel nur Android als mögliches Betriebssystem …”