By Roland
17 May, 2010 3:00 pm
Der südafrikanische Mobilfunkanbieter Vodacom bietet seit Anfang Mai ein eigenes Netbook namens Linkbook an. Das 8,9-Zoll-Gerät entspricht nur äußerlich dem Netbook-Mainstream, steckt doch statt eines Intel Atom hier ein Motorola PowerPC-Prozessor unter der Haube. Als Betriebssystem kommt eine alte Variante von Ubuntu Linux zum Einsatz, die unter einem angepassten Desktop namens Link OS läuft. Vodacom bietet das Linkbook mit einem Zwei-Jahres-Vertrag an, bei dem pro Monat umgerechnet gut 20 Euro für das Gerät und ein 300 MB 3G-Traffic fällig werden.
Das Ziel ist es eigentlich, Menschen den Zugriff auf das Internet mit einem eigenen Rechner zu ermöglichen, die sich dies bisher nicht leisten konnten. Um die Kosten niedrig zu halten, wird statt Windows wie erwähnt das alte Ubuntu Linux “Hardy Heron” installiert, auf dem zudem ein “Link OS” getauftes KDE läuft. Das Design ist sehr minimalistisch gehalten, um das 8,9-Zoll-Display besser zu nutzen. Das Interface bietet diverse Linux-Anwendungen wie OpenOffice, Firefox, Pidgin, Sylpheed (E-Mail), den XMMS Media Player und eine Reihe von Lernspielen.
Statt einer normalen Festplatte sind beim Linkbook 16 GB Flash-Speicher verbaut. Als Prozessor kommt ein PowerPC-Chip von Motorola zum Einsatz, zu dem bisher noch keine ausführlichen Details vorliegen. Die Leistung soll für die einfachen Web-, Büro- und Multimedia-Anwendungen gerade ausreichen. Auf Flash-Wiedergabe muss man wegen der ungewöhnlichen CPU allerdings verzichten und mit Skype wird’s ebenfalls nix. Das Linkbook hat zudem 256 MB RAM, zwei USB-Ports, Ethernet- und Audio-Anschlüsse, einen VGA-Adapter, Kartenleser und ein paar eingebaute Lautsprecher. Hinzu kommt das ab Werk integrierte 3G-Modem.
Die Akkulaufzeit fällt für ein Netbook extrem enttäuschend aus. So erreichten die Kollegen von TechCentral bei einem ersten Test mit abgeschaltetem WLAN und 3G gerade einmal rund 2 Stunden. Schalteten sie die Wireless-Module zu, war der Akku bereits nach 90 Minuten platt. Im Vergleich zu den Geräten anderer Hersteller ist dies natürlich ein Witz. Ob das Ganze letztlich so ein gutes Angebot ist, wage ich mal zu bezweifeln. Der Kunde erhält zum Gesamtpreis von fast 500 Euro ein Ultra-Billig-Netbook, das wohl kaum mehr als 100 Euro kosten dürfte, und 300 MB 3G-Traffic über 2 Jahre. Naaaaja…
Quelle: LinkBook.co.za via TechCentral und TimesLive und memeburn












