By Sascha
19 May, 2010 10:00 am
Zusammenfassung
In der Klasse der kleinen und leichten Subnotebooks mit mattem Display und einem echten Doppel-Kern-Prozessor ist das Lenovo x100e mit Turion Neo X2 L625 Prozessor mit Abstand das günstigste Gerät, vergleichbare Geräte mit Intel CPU kosten meist 300 Euro mehr.
Das x100e besitzt ein gut verarbeitetes Plastik-Gehäuse und eine fantastische Tastatur. Von der Rechenleistung entspricht es fast einem vergleichbaren Subnotebook mit Intel Core 2 Duo SU9400 (ca. 15 % Performance Unterschied).
Die Akkulaufzeit während der Benutzung normaler Büro-Programme (geringe CPU-Last) liegt mit realistischen 5 Stunden etwas unter Intel-basierten Lösungen (Acer Timelines ca.10 Stunden, Lenovo x200, x201 ca. 7 Stunden). Das ist absolut gesehen jedoch immer noch ein sehr guter Wert. Für das eingesparte Geld könnte man locker einen Zweit-Akku kaufen, welcher die Akku-Laufzeiten auf 10 h katapultiert.
Ein echter Nachteil ist die hohe Leistungsaufnahme des Prozessors unter Rechenlast. Die AMD-Plattform verbraucht unter diesen Umständen ca. das Doppelte eines ähnlich schnellen Subnotebooks mit Intel-Prozessor. Die Akkulaufzeit liegt deshalb im schlimmsten Fall sehr deutlich unter 2 Stunden.
Vom x100e gibt es noch eine Einkern-Variante mit AMD Neo MV-40 für ca. 150 Euro weniger. Ich persönlich würde zum Dual-Core raten, da dieser in Perspektive länger dem Ansturm neuer Software standhält.
Nachfolgend eine Auflistung von positiven und negativen Aspekten des Lenovo x100e’s mit AMD Turion Neo X2 L625:
+ einziges 11,6 Zoll Subnotebook mit semi-mattem Display (in dem Preisbereich), Display ist recht hell
+ sehr gute Tastatur, besitzt Trackpoint, gut verarbeitetes Gehäuse
+ Akku Ladestand-Begrenzung – Akku wird nicht mehr zwangsweise bis 100 % voll geladen – reduziert die chemische Abnutzung des Akkus
+ geringe Leistungsaufnahme bei geringer CPU-Auslastung (Office Programme, PDFs lesen, Musik hören) – hierbei sehr sehr leise
+ Zwei-Kern Prozessor ermöglicht flüssiges Arbeiten ohne Gedenksekunden
+ schlanke Windows 7 Professional Installation
+ für Verarbeitung und Ausstattung angemessener Preis
- hohe Leistungsaufnahme bei Rechenlast, Lüfterrauschen dort sehr vernehmlich
- 11,6 Zoll Display ist recht klein – man braucht eine gesunde Sehkraft
- kein HDMI Ausgang
- CPU wird mit zukünftiger Software zu kämpfen haben (wie alle CULVs)
- Bodenplatte kann sich bei Rechenlast recht deutlich erwärmen (durch Undervolten etwas reduzierbar)
Für wen ist es gemacht
Erstens für Menschen die ein kleines, leichtes und bezahlbares Subnotebook brauchen. Man sollte sich nicht aus Lust an der Freude auf ein Ultra-Portable stürzen.
Zweitens für Menschen die ihren Computer vornehmlich als Arbeitsgerät gebrauchen (Word, Excel, …) und unanspruchsvolle Aufgaben wie im Web surfen, ein paar Fotos zu Flickr hochladen usw erledigen.
Drittens für Leute, die sich nicht für 3D Spiele und anspruchsvolle Aufgaben wie Videokonvertierungen usw. interessieren, insbesondere während sie auf ihren Akku angewiesen sind.
Quellen:
[1] – c’t 17/03, Seite 170 – Jörg Wester – Kraftquellen – Lithium-Ionen-Akkus entmystifiziert
[2] – c’t – Test Samsung NC20
[3] – Notebookcheck.com – Test des Dell Inspiron 11z mit Pentium SU4100
[4] – c’t 24/08 – Test von Leistungsmessgeräten
[5] – Notebookreview – Lenovo ThinkPad x200 Review
[6] – Beareyes China – Lenovo 3G Test
[7] – Notebookcheck.de – Test des Acer Travelmate 8371
[8] – c’t 05/10 – Jörg Wirtgen – Günstiger Profi – Lenovo x100e Test
[9] – c’t 19/09 – Florian Müssig – Leichte Vollkost – 15-Zoll Notebooks bis zweieinhalt Kilogramm
[10] – c’t 16/09 – Jörg Wirtgen, Christian Wölbert – Supernett-Books, page 177ff
[11] – CNet – Lenovo ThinkPad X201 Test
[12] – RM-Clock
[13] – RM Clock Undervolting guide
[14] – AnandTech – AMD Next-Generation Mobile Architecture Revealed: Griffin – Seite 2
[15] – Tom’s Hardware – AMD 65 Nanometer Test
[16] – Tech ARP – HD BENCHMARK 3.0













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