By Roland
19 May, 2010 5:00 pm
Intel wird im Zuge der Einführung der ersten Dual-Core-Prozessoren der neuen Intel Atom N5xx-Reihe laut einem Bericht der DigiTimes die künstliche Beschränkung der maximalen Display-Diagonale von 10,1 Zoll auf 12,1 Zoll anheben. Der Intel Atom N550 wird für die zweite Jahreshälfte erwartet und wird dann wohl vor allem in Geräten mit Display-Diagonalen von 11,6 und 12,1 Zoll zu finden sein. Generell ist die Begrenzung der Display-Größe ohnehin nicht wirklich bindend.
Intel versucht durch die Größenbegrenzung dafür zu sorgen, dass die Netbook-Hersteller nicht mit besonders günstigen Geräten mit Displays mit mehr als 10 Zoll die Verkäufe von CULV-Notebooks und Subnotebooks schmälern. Wer den Atom in Geräte mit größeren Displays einbauen will, muss einen höheren Preis zahlen. Die Hersteller halten sich natürlich daran, aber nur weil sie sonst mehr zahlen müssen und dies ihre Margen sinken ließe.
Für künftige Netbooks, bei denen der neue Intel Atom N550 mit seinen beiden Prozessorkernen und 1,5 GHz Taktfrequenz verbaut wird, können die Hersteller den Chip also auch dann günstig einkaufen, wenn das Display 11,6 oder 12,1 Zoll Diagonale haben soll. Außerdem “erlaubt” Intel ihnen, 1 GB DDR3-RAM, eine 32-GB-SSD oder eine 250-GB-HDD zu verbauen. Diese Vorgaben gab sind allerdings nicht neu. Insgesamt dürften die aktualisierten Vorgaben eher ein Richtwert sein.
Ob sich jemand daran hält, ist ohnehin fraglich. Schon jetzt gibt es diverse 11,6- oder 12,1-Zoll-Netbooks, bei denen die doppelkernigen Intel Atom 330 oder Intel Atom D510 verbaut werden, die eigentlich für Nettops gedacht sind. Langfristig setzt Intel natürlich weiter auf den Netbook-Markt. So geht man davon aus, dass die Zahl der verkauften Netbooks bald die 100-Millionen-Marke übersteigt, wozu man durch eine Steigerung der Leistung, mehr Funktionen und eine stärkere Integration der verschiedenen Komponenten beitragen will.










