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Kommentar: Deutsche Medien sind fest im Griff von Apple *Update*

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26 Jun, 2010 7:50 am

89 Comments

Du hast doch Aepfel auf den Augen! Ok, vom Gemuese zur Frucht ist es nicht weit und die deutsche Medien-Landschaft stellt dies besonders seit der Einfuehrung des Apple iPhones immer wieder mit Bravour unter Beweis. Was jedoch in den letzten 6 Monaten abging laesst sich nur mit einem medialen Massenwahn vergleichen, ja, ich gehe sogar soweit und hole das poese, poese Wort der Gleichschaltung aus der Blogging-Kiste, was fuer mich aufgrund der heuchlerischen Hetze gegen ZDF-Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein durchaus ein persoenlicher, “innerer Reichsparteitag” ist. Die sogenannten Qualitaets-Journalisten (oder wie es Welt-Chefredakteur Jan-Eric Peters in seiner anbiedernden PR-Aktion nennt: “Die professionellen Journalisten”)versagen seit geraumer Zeit auf ganzer Linie, in dem sie die fuer Journalisten fundamental kritische Distanz vermissen lassen und zur 5. PR-Kolonne Cupertinos mutieren.

Update: Na ein Horrido aber auch. Kaum holt man mal die Apple-Keule raus und stimmt kein Hosianna auf den Verkaeufer der “magischen” Endgeraete ran, rappelts im Karton. Vielen Dank fuer das zuweilen heftige Feedback, ich denke ich habe die wichtigsten Kommentare beantwortet. Dass dieser Artikel einfach mal sein musste zeigten auch diverse Emails von den Kollegen der schreibenden Zunft, die im Grunde genommen den Tenor hatten, dass sie aehnliches auch mal gerne raushauen wollten (wohlgemerkt IT-Journalisten). 2 Kommentare haben es leider nicht durchs Qualitymanagement geschafft, was zum einen daran lag, dass mir ein bibelfester Rechtschreib-Fanatiker erklaeren wollte, dass doch der liebe Gott die 10 Gebote in die Steintafeln gehaemmert hat (wahrscheinlich direkt nachdem er selbige mit dem Nikolaus, dem Osterhasen und dem heiligen Geist ausgewuerfelt hat)und zum anderen an einem Pingback der “iPad-Hippe” Susanne Arbeit, die in ihrem “ultra-objektiven Bloegchen” nun ganz gross den Nazi-Alarm ausruft.

Den Vogel abgeschossen hat aber Robert Agthe mit seinem extrem komplexen Kommentar, der offenbar auf der Produktivitaetsplattform der Neuzeit verfasst wurde. Ich sag doch immer, virtuelle Tastaturen sind fuer die Fuesse.

Seltsam, dass sich bisher niemand ueber den eigentlichen Adressaten dieses Kommentars ausgelassen hat, naemlich zur deutschen Medienlandschaft. 

Kein Tag ohne neue Schlagzeile unserer Jubel-Perser. “300 000 iPads am ersten Tag verkauft”, “600 000 am ersten Wochenende”, “iPad startet erfolgreicher als das iPhone”… verzeiht bitte, wenn ich nicht jeden einzelnen Titel dieser Recherche-Giganten auskrame und oeffentlich zur Steinigung anbiete, aber diese Reihe laesst sich stundenlang fortsetzen. Kaum eine Redaktion setzte sich auch nur ansatzweise kritisch mit dem Thema auseinander, vielleicht passt es einfach gar nicht ins Bild der Zeit oder mitunter haben die Schreiberlinge einfach auch ein wenig Mitleid mit dem ausgemergelten Jobs, der sich immer wohler in der Rolle des totalitaeren Priesters der IT-Scientologen zu fuehlen scheint. Ich kann es mir nicht mehr erklaeren, warum derartige Pressemitteilungen aus Kalifornien, wie die zum 3 Millionsten iPad-Verkauf, nicht mehr kritisch hinterfragt werden:

CUPERTINO, California—June 22, 2010—Apple® today announced that it sold its three millionth iPad™ yesterday, just 80 days after its introduction in the US. iPad is a revolutionary and magical product that allows users to connect with their apps, content and the Internet in a more intimate, intuitive and fun way than ever before.

“People are loving iPad as it becomes a part of their daily lives,” said Steve Jobs, Apple’s CEO. “We’re working hard to get this magical product into the hands of even more people around the world, including those in nine more countries next month.”

Lasst euch diese Zeilen einmal durch den Kopf gehen, bis sie auch die letzte Synapse gekitzelt haben… Und? Merkt ihr was? Wenn nicht, seit ihr definitiv kein deutscher Journalist und auch kein Apple-Fanboy (wenn man mir es auch nicht zutraut, ich habe nichts gegen Fanboys, nur muessen diese sich auch gefallen lassen, so tituliert zu werden!), denn unsere Medien holen nach solch ungeprueften Aussagen sofort zum grossen Rundumschlag aus und knallen die “Frucht-Propaganda” durch alle erdenklichen Kanaele.

2 Millionen iPads verkauft, 3 Millionen iPads verkauft. Unverifiziert wird jegliche Firmen-News aus Cupertino uebernommen und nach Apples Pfeife getanzt. Grandios, denn das schaffte bisher keine andere Firma.

Dass z.B. Google innerhalb von nur einem Monat eine 60%ige Wachstumsrate bei den Android-Aktivierungen mitteilt, inzwischen jeden Tag 160 000 Android-Endgeraete freigeschaltet werden und somit die Verkaeufe von iPhone und iPad um ein vielfaches uebertreffen, das geht in Deutschland offenbar voellig unter.

Aber warum eigentlich? Woher kommt diese ehrfuerchtige Unterwuerfigkeit bzgl. der Marke Apple? Wie kann es sein, dass ein Unternehmen mit einem derartig bescheidenen Marketing-Budget unsere Medien-Landschaft so beeinflusst?

Print, als auch TV sehen Jobs als den Moses der IT-Industrie an und seine 10 Gebote schreibt er auf die Steintafel der Moderne, dem iPad. Mit der Sandale, aeh dem iPad in der Hand soll Moses Jobs nun die Medienmacher aus dem Jammertal der sinkenden Auflagen und Einschaltquoten herausfuehren, koste es was es wolle. Offenbarender als Springer-Chef Matthias Doepfner kann man das eigentlich nicht mehr zusammenfassen, denn der liess sich doch tatsaechlich in seinem Charlie Rose-Interview zur folgenden, sensationellen Aussage hinreissen:

Jeder Verleger der Welt sollte sich einmal am Tag hinsetzen, um zu beten und Steve Jobs dafür zu danken, dass er die Verlagsbranche rettet

“Kniet nieder ihr Bauern, der Steve ist zu Gast!” Diese Unterwuerfigkeit ist nicht nur einzigartig, sie zeigt vor allen Dingen auch in welch trauriger Situation sich die einstigen Medien-Monopolisten befinden. Alles fuer den Umsatz, koste es was es wolle um die Auflage zu retten und selbst wenn man sich damit mit dem Gross-Inquisitor der Content-Kontrolle ins Bett legen muss, denn genau das haben unsere “Medien-Macher” vor.

Apple kassiert nicht nur 30% der App-Einnahmen ab (man muss ihnen jedoch zu Gute halten, dass Abo-Modelle direkt ueber den Content-Provider abgerechnet werden), sie kontrollieren auch noch welcher Content denn “politisch korrekt” ist und welcher nicht. Da kann es schon einmal passieren, dass eine App mit Eiskunstlaeufern auf den Porno-Index geraet oder ein Prograemmchen, dessen Entwickler sich erdreistete das schlimme Wort des Konkurrenten “Android” in die Beschreibung aufzunehmen, aus dem Appstore verbannt werden. Wer immer noch so blauaeugig ist und meint, dass Apple doch nur die Verlage retten will, der sollte mal die Stern-Redaktionen nach den Erfahrungen mit ihrer App fragen. “Steve befiehl, wir folgen dir” anders kann man es wohl nicht mehr umschreiben, was da abgeht. Cupertino kontrolliert, zensiert und dirigiert und wie ‘ne traege Herde Kuehe nickt die deutsche Presse, ruft “Ja” und “Amen” und fuegt sich.

Das Phaenomen Apple wird weitergehen, unsere Medien werden eure Sinne weiterhin mit der Apple-Propaganda penetrieren und es wird auch in Zukunft eher selten sein, dass es Redaktionen wie die von Zapp gibt, die einfach die Eier haben und die Dinge beim Namen nennen:

  • Gantu

    Super genialer Kommentar, bitte mehr davon!

  • FreeYourMind

    Top! Sowohl Inhalt als auch Auführung!
    Es ist schon schockierend, was nicht technophile Menschen für ein Bild von Apple und seinen Produkten haben – spätestens seit auch öffentlich rechtliche Sender da mitmachen kann ich’s echt nicht mehr sehen, wenn da oberfächliche Euphemismen rausgehauen werden.

    Ich will ja meinen iPod, das einzige Apple Produkt das ich je hatte, verkaufen und kann dem ganzen Mist echt wenig abgewinnen …
    Freie Software und Hardware, die was taugt und nicht überteuert ist – ich behalte die Kontrolle. I

  • Pingback: Dobschat » Deutsche Medien fest im Griff von Apple

  • http://blog.gonline.at Georg S.

    Noch ein schönes Video: http://www.youtube.com/watch?v=P2ToIJdNwsE übrigens die Sendung mit dem Klaus von Extra3 das wie Zapp auf dem NDR läuft, andere Sender/Medien Bringen anscheinend nichts kritisches, schade!

  • Timo

    “[...] Redaktionen wie die von Zapp gibt, die einfach die Eier haben und die Dinge beim Namen nennen:”

    Ja genau, die zeigen ihre Kompetenz mit Sätzen wie “Viel Wirbel, und dass obwohl bereits ähnliche Computer auf dem Markt sind”. Ja wo sind die anderen Geräte denn alle? Wieso hatten die keinen Erfolg? Weil der Geheimbund der Apple-Pusher die Medienwelt infiltriert und übernommen hat? So dass das schrottige iPad zu einem Erfolg wird, obwohl es doch so ein unnützer Müll ist? Sind einfach alle Käufer doof und fallen auf die Medienindoktrination ein? Tsss. Nur komisch dass jetzt soviele andere Hersteller plötzlich auf den Zug aufspringen wollen und neue Tablets rausbringen.
    Also echt, man kann sich von seinem Apple-Hass auch völlig verblenden lassen.

  • Jangent

    “Das iPad ist ein tolles Spielzeug, mit dem man – sofern man das Geld zu viel hat – sicherlich in seiner Freizeit Spaß haben kann.”

    Also doch eine klassische Neid-Debatte.

  • Jangent

    “Das iPad ist ein tolles Spielzeug, mit dem man – sofern man das Geld zu viel hat – sicherlich in seiner Freizeit Spaß haben kann.”

    Also doch eine klassische Neid-Debatte.

  • error

    Ich sage folgendes dazu;
    Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat.
    Der Hype um Apple uns seine Produkte wird irgendwann mal auch Ende sein,
    insofern abwarten und Tee trinken, oder auch Win & Co. testen…

  • JuniorGeek

    Sehr schöner Artikel von Sascha, den man sich nur zu gerne von anderen “unabhängigen” Journalisten manchmal wünschen würde!
    Ich sag nur iPhone 4: Hype in neuer Dimension! Displayprobleme,Antennenprobleme und doch nicht so Bruchsicher…
    Ich empfehle bei Engadget.com das Statement von Apple zum Empfangsproblem zu lesen, indem geraten wird, sein Telefon gefälligst quasi nicht mehr in die Hand zu nehmen!!!
    Wenn ihr euch die pure Apple Fanboykommentare bzw Ignoranz der Appleconsumer reinziehen wollt, dann solltet ihr mal bei iFun.de vorbeischauen… So viel dumme auf einen Haufen trifft man selten, aber nicht unüblich für Applefanboys^

  • martingoldmann

    Die Verlage werden sich umgucken, wie wenig ihnen das iPad bringen wird. Die Leute werden nämlich früher oder später darauf kommen, dass das Pad auch einen Web-Browser hat. Und da kommen sie genausogut an Informationen wie auf dem PC.

    Einige Verlage haben sich sehr weit aus dem Fenster gelehnt: Sie promoten das iPad, um eine künftige Vertriebsplattform für ihre Inhalte zu promoten. Dieser Pakt wird nicht aufgehen. Und was bleibt ist ein unangenehmer Beigeschmack.

  • Chris

    In letzter Zeit ist es wirklich schlimm mit dem Apple-Hype, ich finde es sehr berechtigt, dass Sascha einen Kommentar dazu abgibt. es ist Ansichtssache ob der Kommentar aus finanziellen oder aus journalistischen Gründen erstellt wurde, sehr wahrscheinlich beides. Es ist allerdings der erste Artikel bezüglich Apple auf diesem Blog (soweit ich mich erinnere, ich kann mich irren aber zumindest habe ich Apple hier noch nicht wirklich als großes Thema wahrgenommen). Und eine Reaktion auf einen der derzeit größten Internetphänomens finde ich berechtigt, was soll er sonst tun? Es einfach totschweigen und ignorieren?
    Zudem finde ich Sascha hat durchaus Recht: Es gibt zurzeit fast ständig Meldungen über Apple (schau dir einfach mal einen Tag lang die News von Areamobile an und du hast ein perfektes Beispiel…); das Sascha durchaus manchmal in ein Schwarz-Weiß Bild abrutscht kann man wohl nicht verleugnen, aber es handelt sich immernoch um einen Blog und nicht um ein klassisches Medium, da gehört Subjektivität viel mehr dazu und du musst dich dann wohl oder Übel damit auseinandersetzen.

    Es ging im kommentar übrigens primär um die Verbindung von Medien und Apple, hat nichts mit dem Bashing von “Fanboys” oder dem Ipad/phone/touch zu tun und du kannst die Zensur auch nicht verleugnen, ich finde es eine Frechheit wenn ein unternehmen sich zur moralischen Instanz erklärt.

    Aber zugegeben: Das IPad ist der konkurrenz überlegen, zumindest noch; es wird alleridings bald billige Alternativen geben, womit es zum großen Teil die persönliceh Vorliebe entscheidet(der eben der Preis)

    Ich hatte übrigens einige jahre ein Macbook Pro, ist allerdings kaputtgegangen (aus meiner eigenen Doofheit, ist mal in den Pool gefallen…), ich war damit aber sehr zufrieden, jetzt nutze ich aber ein Sony Vaio =)

  • CH64

    Das Versprechen einfache Lösungen zu haben und ein starker Führer funktioniert immer wieder. Spätestens wenn die Führungsperson nicht mehr da ist haben sie ein Problem, weil keine Führungsstruktur etabliert ist, die ohne die starke Person auskommt.

  • two

    Das iPad ist ein tolles Spielzeug, mit dem man – sofern man das Geld zu viel hat – sicherlich in seiner Freizeit Spaß haben kann. Wenn es eine Sache gibt, für die sich das iPad (meiner bescheidenen Meinung nach) absolut nicht eignet, dann ist das das Lesen von irgendwas, sei es Zeitungen, Internet-Artikel oder Bücher.

    Das sich die Medien so blind an die Werbeaussagen von Steve “Godfather” Jobs halten, würde ich als Verkäufer sicherlich auch lächelnd und gerne annehmen, aber ich bin der starken Überzeugung, dass genau diese Medien sich in einem halben Jahr bis Jahr wundern werden, wenn Steve sie nicht mehr braucht und wie eine heiße Kartoffel fallen lässt.

  • Pingback: Skolnet.de » …sehr gut, perfekt, Apple!

  • http://wulli.myopenid.com/ wulli

    Da regt er sich auf, dass alle irgendwelche nichtssagenden und dummen Apple-News bringen, und dabei macht er es nicht anders – nur dass er einen hohlen Verriss produziert, statt einer unreflektierten Jubelarie. Artikel über Apple garantieren hohe Klickzahlen, weil keine andere IT-Firma zur Zeit derart polarisiert, und deshalb gibt es eben so viele Apple-Artikel. Das gilt im Übrigen auch für diesen Blog – der Beitrag ist doch der erste seit Tagen, wenn nicht Wochen, der mal wieder ordentliche Klickzahlen (im Sinne der beschworenen “Monterarisierung” des Blogs) generiert. Und natürlich gibt es hier nur Schwarz und Weiß. Bösen Journalisten, guter Sascha. Böser Apple, guter Android. Gähn.

    Achja, ein paar Gegen-Argumente bzgl. iPad fehlen noch im Text, daher trage ich sie hier mal zusammen: Das iPad ist ein unnötig großer, überaus unhandlicher und kantiger iPod Touch. Gekauft wird es ausschließlich von applesüchtige Fanboys, die allesamt dem Stockholm-Syndrom verfallen sind und einen richtigen PC nicht ansatzweise bedienen können. Außerdem hat das iPad weder einen USB-Anschluss noch kann man Speicherkarten einbauen. In praller Sonne kann man nichts erkennen, muss man aber auch nicht, da sich das Ding ja sowieso abschaltet. Der AppStore ist von oben bis unten zensiert. Apps, die es durch die Zensur schaffen, sind meist ohnehin Mist. Videos im Internet kann man nicht schauen, weil Apple sich starrsinnig dem Flash-Standard verweigert. Deshalb gehen auch Flashspiele nicht, als Ersatz muss man irgendwelchen Krempel teuer im AppStore kaufen. Und das HP Slate mit Win7 wird es allen zeigen! Damit hätten wir hoffentlich alle Platitüden beisammen. :-)

  • http://wulli.myopenid.com/ wulli

    “Die Verlage werden sich umgucken, wie wenig ihnen das iPad bringen wird. Die Leute werden nämlich früher oder später darauf kommen, dass das Pad auch einen Web-Browser hat. Und da kommen sie genausogut an Informationen wie auf dem PC.”

    Das gilt nur solange, wie die Verlage ihre Inhalte auf der Apple-Plattform verkaufen wollen, während sie im Internet kostenlos erhältlich sind. Den Spiegel kann man in Internet jedoch nicht kostenlos lesen, um nur mal ein Beispiel zu nennen.

    Aber selbst im Browser hat das iOS für die Verlage den Vorteil, dass es keine geeigneten Werbeblocker gibt – die Spiegelseite sieht in einem PC-Browser mit AdBlock eben ganz anders aus als auf dem iPad! Besserung ist für den Nutzer nicht wirklich in Sicht. Klar gibt es alternative Browser für das iPad, die Werbung ausblenden, dafür aber so kleine blaue Klötzchen anzeigen – auch nicht wirklich schön.

  • Danny

    Das Ding ist Hightech Schrott, und Apple ist der dreisteste und dümmste Laden.
    Das ist schon eine Frechheit! Aber die Fanboys sagen jetzt, wozu in die hand nehmen, hab doch ein Bluetooth Headset :)

  • http://wulli.myopenid.com/ wulli

    “…aber ich bin der starken Überzeugung, dass genau diese Medien sich in einem halben Jahr bis Jahr wundern werden, wenn Steve sie nicht mehr braucht und wie eine heiße Kartoffel fallen lässt.”

    Naja, ohne passenden Content sieht es für die iOS-Plattform eher schlecht aus. Das iPhone hat nicht zuletzt deshalb so großen Erfolg, weil quasi alle wichtigen Websites eine angepasste Version mitbringen und man trotz des kleinen Displays darauf so gut surfen kann. Noch wichtiger ist der Content für das iPad, das ja eher auf den bloßen Konsum aufgelegt ist. Wenn die Verlage wirklich an einem Strang ziehen (gerade machen sie ja das komplette Gegenteil), dann gerät eher Apple in die Hinterhand als anderes herum.

  • http://wulli.myopenid.com/ wulli

    Nein, die Apple-Jünger sind (zu Recht) sauer!!! Schau mal in einschlägige Foren…

  • animatio

    dazu bin ich versucht zu ergänzen: und dann lassen sichch die idioten noch freiwillig ausspionieren durch den “heiligen” Apfel-Steve (mittlerweile soll dies auf iphones, pads und pc's mit dem “paradiesischen” design geschehen) … nb ganz wie bei Google auch (browser, website und android) …..
    da war doch mal einer vor gut über 30 jahren, der was über eloys in einer schönen, neuen welt schrieb, die diejenigen, die sie letztlich auffrassen über alles anbeteten …..

  • Danny

    Ja und es gibt genug die das nicht als so schlimm sehen usw…
    Klar das sich auch ein Großteil aufregt.

    Hier ist das Beste: http://www.engadget.com/2010/06/25/hey-apple-yo…

  • http://twitter.com/SimontheWizzard Simon

    Schöner Beitrag von der ZAPP Redaktion……Superlativ….pahhh….

  • http://twitter.com/egghat Willy Wacker

    OK, hier mache ich mir keine Freunde .. Aber trotzdem sei mir die Frage gestattet:

    “Unverifiziert wird jegliche Firmen-News aus Cupertino uebernommen”

    Zwei Sätze weiter:

    “inzwischen [werden] jeden Tag 160 000 Android-Endgeraete freigeschaltet”

    Hast du das überprüft? Oder werden hier ungeprüft Firmenmeldungen wiedergegeben? Tanzt du nach der Pfeife von Google?

    ?!?

    Ach ja, wenn zwei und zwei das gleiche tun, ist noch lange nicht das selbe. Der eine gibt Firmenzahlen wieder und ist ein Fanboi, der andere gibt Firmenzahlen wieder und ist mal sowas von krass der kritische Journalist. Tssstsss.

    Und wenn jeden Tag 160.000 Android Geräte freigeschaltet werden, Android damit ein Vielfaches des Apple Marktanteils hat und der Marktanteil von Apple bei knapp 16% weltweit liegt, frag ich mich, was genau ein Vielfaches sein soll?!? Wo bleiben bei “ein Vielfaches” noch Luft für Nokia (über 30% Marktanteil) und RIM (über 20% Marktanteil)?

    Nein kein Zweifel. Android wird wachsen und irgendwann das iPhone überholen. Es wird dem iPhone aber trotzdem nicht schaden, weil das Wachstum von Android auf Kosten von Nokia, Bada, Linux, RIM, Microsoft und anderen gehen wird.

  • http://robert-agthe.de Robert Agthe

    haha <3

  • Sofasurfer

    Also ich war absolut geschockt über den “innerer Reichsparteitag”. Meine heuchlerische Hetze beschränkte sich allerdings auf die Betätigung des
    Mute-Buttons für Katrin Müller-Hohenstein. Den Gebrauch der Metapher finde ich einfach dumm und geschichtsvergessen.

    Zur Ehrenrettung des deutschen Journalismus hat zumindest Frank Schirrmacher (immerhin Herausgeber einer in Deutschland nicht unwichtigen Zeitung…) mit seinem kritischen Artikel im Rolling Stone beigetragen. Außerdem gab es da noch den Brief des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger an Steve Jobs, in dem u.a. die Zensur im App-Store kritisiert wird.

  • dau

    Ich geb dir ja grundsätzlich absolut Recht – im Bezug auf Apple-Produkte sind die Medien (nicht nur die deutschen) wirklich meist nichts weiter als der verlängerte Arm des Marketings. Sieht man ja auch jetzt wieder schön am iPhone4. Wenns nicht aus journalistischer Sicht so traurig wäre, könnte man eigentlich nur Apple gratulieren.

    Andererseits versteh ich auch nicht, wieso du jetzt mit Fingern auf alle anderen zeigst. Auch hier gabs doch die Berichte über Apple-Sensationsmeldungen (1 Million iPads verkauft) und jede, jede, jede Menge anderer Posts über das Apfelprodukt: Unboxings, HandOns, Vorbestellungslinks, Livefeed vom Apple-Event, Testlinks, Produktzubehör, Gerüchte – netbooknews war doch letztlich auch nur einer der Multiplikator-Blogs, die im Zapp-Beitrag erwähnt wurden. Auch der MediaMarkt-Twitter-Screenshot bei 4:50 im ersten Video müsste dir doch bekannt vorkommen:

    http://www.netbooknews.de/12990/apple-ipad-ab-1…

  • Rene

    Hach göttlich. Ich kam nicht umhin diesen Kommentar an promineter Stelle, im Apfel-Jünger Hauptquartier, also der WeTab Seite bei Facebokk ausgiebig zu besprechen. Danke Sasche, du sprachest mir aus der Seele.

  • Jürgen

    Wo liegt eigentlich das Problem, Apple zeigt Marketing in Perfektion.
    Ist doch alles wie immer, die Windows-Boys schimpfen auf Apple und die Apple-Boys belächeln die ganzen Dinger mit Windows drauf.

    Alles schon da gewesen, oder?

  • dot tilde dot

    naja. die leute, die in den verlagen das ipad pushen, sind vielleicht einfach diejenigen, die denken, sie könnten ihren arsch retten, wenn sie ein geschäftsmodell in den verlag einbringen können. auch wenn der umsatz noch so klein ist (noch, chef, noch! wir stehen da kurz vor dem durchbruch!), man sägt doch nicht den ast, auf dem man morgen sitzen will. da lässt sich immer noch die konsolidierungsstrategie der letzten jahre verschärft weiter fahren.

    .~.

  • http://www.netbooknews.de Sascha Pallenberg

    wieviel Tablets moechtest du morgen haben? Wie alt sollen die sein? 5 Jahre? 10 Jahre? Sorry, aber die Zapp Redaktion, als auch ich koennen nicht immer vom “duemmsten anzunehmenden User” ausgehen, der nicht weiss, wie lange gewisse Produktkategorien bereits bestehen.

  • Bertram

    Sascha muss Apple/das Ipad zerreissen, es ist der direkte und einzig wirkliche Konkurrent der Netbook-Idee. Leider wird dieses inzwischen so überdeutlich, dass jedes Apple-Gebashe auf Netbooknews.de, von mir nur mit einem kalten Lächeln abgetan wird. Hier war es früher kompetenter. Sascha, bitte hör endlich auf und mach NETBOOKNEWS!

  • http://www.netbooknews.de Sascha Pallenberg

    Bertram, erstmal geht es in dem Kommentar um die deutsche Medienlandschaft. Tablets, als auch das iPad sind keine Konkurrenten fuer Netbooks. Es gibt gerade einmal eine Schnittmenge von 20%, wo sich beide Kategorien kannibalisieren, ansonsten sind es sich ergaenzende Plattformen.
    Ich denke die ueber 100 Facebook-Likes zu diesem Artikel Bertram, kommen nicht von ungefaehr. Sorry, ich kann es nicht jedem Recht machen, habe aber genug positives Feedback auf den Kommentar erhalten

  • http://www.netbooknews.de Sascha Pallenberg

    es ist immer noch ein Unterschied ob ich was ueber ein Produkt schreibt und berichte, oder ob ich kritiklos alles uebernehme, was die PR-Maschine Apple ausspuckt. Ich glaube du moechtest kaum, dass ich alle Artikel verlinke, in denen ich mich kritisch mit dem Thema auseinandersetze.

    Warum du mit dem Tweet vom Mediamarkt nun ankommst, das verstehe mal wer will. Es war eine Dokumentation der Ereignisse und nichts anderes. Es gibt einen Unterschied zwischen der Dokumentation einer Produktkategorie und solcher Aussagen wie der des Springer-Chefs.

  • http://www.netbooknews.de Sascha Pallenberg

    nein, sonst wuerde ich darueber nicht berichten. Erst seit dem iPhone ist es soweit und Apple zeigt kein Marketing in Perfektion, ein Marketingbudget ist bei denen im Grunde genommen nicht vorhanden, denn das uebernehmen lieber DPA, Springer und Gruner & Jahr

  • http://www.netbooknews.de Sascha Pallenberg

    oh ich habe es sogar ne Stunde zuvor auf meinem Facebook angkuendigt: An Apple rant a day, keeps low traffic away. Von daher laeufst du damit ziemlich ins Leere.

    Hey, ich kann es nicht jedem recht machen und polarisieren gehoert zu den Stilmitteln eines Kommentars, genauso wie deine durchaus komoediantische Auflistung diverser Vor- und Nachteile.

  • http://www.netbooknews.de Sascha Pallenberg

    endlich mal ein Kommentar mit Tiefgang. Glueckwunsch ;)

  • http://www.netbooknews.de Sascha Pallenberg

    Willi, ich liebe es, wenn jemand versucht einen Text zu zerreissen indem er mit den Zitaten naemlich genau selbiges macht und diese aus ihrem Zusammenhang entfernt.

    “Dass z.B. Google innerhalb von nur einem Monat eine 60%ige Wachstumsrate bei den Android-Aktivierungen mitteilt,”

    da steht ganz dick “mitteilt” ebenfalls verlinke ich direkt auf die Quellen des Google-Blogs, 2 mal um die Entwicklung aufzuzeigen.

    Ich frage in meinem Text, warum man die Apple News unverifiziert uebernimmt, nicht aber die Google News, die angeblich bei ihren Verkaufszahlen Kreise um die Cupertino-Hardware drehen! So what?

    Kommen wir zu der Marktanteil Nummer, denn auch hier hast du oder willst du offenbar nicht richtig lesen:

    “und somit die Verkaeufe von iPhone und iPad um ein vielfaches uebertreffen”

    Ich rede von den jetzigen Verkaeufen die ich, ich wiederhole mich da gerne, anhand der von Google kommunizierten Dynamik dokumentiere. Hier geht es nicht um Marktanteile (das hat sich innerhalb der naechsten 12 Monaten erst erledigt), sondern um aktuelle Verkaufszahlen. Ich denke ich habe mich da sehr klar ausgedrueckt ;)

  • Sascha

    Chris, sorry im naechsten Update sind auch noch die Moslems dran, dann haelt sich das wieder die Waage? Was ist denn da bitteschoen unter der Guertellinie? Da muss man sich ja echt Gedanken machen, was man hier veroeffentlicht. Halleluja (darf ich das ueberhaupt jetzt sagen oder verletze ich damit die Gefuehle der naechste Glaubensrichtung?)

  • Th13773+netbn

    Sorry, aber ist das wirklich Dein Ernst? Dann nenne doch mal nur eines dieser mit dem iPad vergleichbar alltagstauglichen Geräte. Nur weil es den Begriff “Tablet” und eine entsprechende Gerätekategorie schon länger gibt heißt das nicht automatisch dass das auch nur annähernd iPad-ähnliche Geräte waren/sind, egal wonach man schaut (Preis, Gewicht, Bedienbarkeit, …). Wenn Du das nicht erkennst dann weiß ich auch nicht. Aber an eine Verschwörung der Medien zugunsten von Apple zu glauben und alle iPad Käufer für beinflusste Dummuser zu erklären ist natürlich auch eine gute Idee. Alle doof außer Dir, ist klar.

  • Sofasurfer

    “Seltsam, dass sich bisher niemand ueber den eigentlichen Adressaten dieses Kommentars ausgelassen hat, naemlich zur deutschen Medienlandschaft.”

    Wie gesagt, immerhin gab es den kritischen Einwurf von Frank Schirrmacher und den Brief des VDZ. Von einer totalen Gleichschaltung kann also (zumindest in der Zensurfrage) zum Glück noch nicht die Rede sein…

    Ich denke aber, dass das Phänomen sich nicht unbedingt auf die Apple-Hofberichterstattung beschränkt. Vielmehr ist echter Qualitätsjournalismus heutzutage eine Seltenheit. Es ist eben einfacher (und sicherer) und, aus Verlegersicht, auch billiger nur nachzuplappern, was die großen Agenturen oder die PR-Abteilungen der Unternehmen von sich gegeben haben oder was unter den Kollegen gerade als ‘conventional wisdom’ gilt.
    Aber selbst Artikel, die sich kritisch gebärden, sind oft schlecht recherchiert. Beschäftigt man sich einmal eingehender mit einem Thema, sei es im Bereich Wirtschaft, Außenpolitik, Wissenschaft, man wird rasch feststellen, dass es im durchschnittlichen Presseerzeugnis von Fehlern, Missverständnissen und falsch wiedergegebenen Fakten nur so wimmelt.

  • Sofasurfer

    “Seltsam, dass sich bisher niemand ueber den eigentlichen Adressaten dieses Kommentars ausgelassen hat, naemlich zur deutschen Medienlandschaft.”

    Wie gesagt, immerhin gab es den kritischen Einwurf von Frank Schirrmacher und den Brief des VDZ. Von einer totalen Gleichschaltung kann also (zumindest in der Zensurfrage) zum Glück noch nicht die Rede sein…

    Ich denke aber, dass das Phänomen sich nicht unbedingt auf die Apple-Hofberichterstattung beschränkt. Vielmehr ist echter Qualitätsjournalismus heutzutage eine Seltenheit. Es ist eben einfacher (und sicherer) und, aus Verlegersicht, auch billiger nur nachzuplappern, was die großen Agenturen oder die PR-Abteilungen der Unternehmen von sich gegeben haben oder was unter den Kollegen gerade als ‘conventional wisdom’ gilt.
    Aber selbst Artikel, die sich kritisch gebärden, sind oft schlecht recherchiert. Beschäftigt man sich einmal eingehender mit einem Thema, sei es im Bereich Wirtschaft, Außenpolitik, Wissenschaft, man wird rasch feststellen, dass es im durchschnittlichen Presseerzeugnis von Fehlern, Missverständnissen und falsch wiedergegebenen Fakten nur so wimmelt.

  • Chris

    Dein Seitenhieb auf die Christen in deinem Update hätte jetzt echt nicht sein müssen… Unter die Gürtellinie und nicht themenbezogen…

  • http://twitter.com/eXiTuS89 Robin Händler

    Ich könnte zwar zu dem Thema auch was sagen, aber da müsste ich ja den Beitrag lesen und ehrlich gesagt hab ich die Schanuze voll von diesen Diskussionen. Fakt ist doch, jedem ist frei gestellt was er kauft, viel Werbung hin oder her. Ich persönlich würde mir nie einen angebissenen Apfel kaufen ;-)

  • Gast

    Bin voll deiner Meinung, Sascha. Was da in letzter Zeit in den Medien abgeht, ist Apple-Hype der unkritischsten Sorte! Ich frage mich wirklich, wann die ersten in Cupertino einen iAltar bauen und Geld dafür bezahlen werden, um Stevie in den Arsch zu kriechen…

    Zu dem Kommentar von der Susanne kann ich nur sagen: Wenn ich mir nur 10 Sekunden den restlichen Content ihrer Seite anschaue, kann ich sie einfach nicht mehr ernst nehmen.

  • http://www.netbooknews.de Sascha Pallenberg

    na da stellst du mich jetzt aber doch dramatisch ins Abseits. Wenn ich mir mal die Facebook-Likes anschaue, dann sind da weit ueber 100 Leute, die diesen Artikel gar nicht so schlecht finden. Wieso du das Fass aufmachen moechtest bezueglich einer Geraetekategorie, die es seit mehr als einer Dekade gibt, das bleibt dein Geheimnis. Auch die Dummuser-Geschichte kommt weder im Zapp-Beitrag, noch in meinem Artikel vor, da versuchst du irgendwie von dir auf andere zu schliessen. Schade.

  • http://www.netbooknews.de Sascha Pallenberg

    ich schon, ob man es glaubt oder nicht. Onkel Steve hat nicht nur mit iPod Touch und dem iPad bei mir abkassiert, ich habe auch locker nochmal $300 fuer Apps und Content ausgegeben. ;)

  • Pingback: Protokoll vom 26. Juni 2010beiTrackback

  • Felix

    Hey Sascha,

    wann kommt eigentlich dein iPad review? Du hattest dir doch unter erschwerten Bedingungen in NYC eins zugelegt. Oder ist das review an mir vorbei gegangen.

    Beste Grüße Felix

  • http://twitter.com/youdaz Andreas Grieß

    Ich muss hier dringend zustimmen. Apple macht mir zunehmend Angst, ich lebe ohne Apple, und das gut. Aber wie diese FIrma gehypt wird, das ist wirklich furchteinflössend. Und auch das “Anhänger-Verhalten” der Konsumenten. Gibt selten solche “Firmen-Fans” wie bei Apple, die wie verrückt den Sachen nachrennen. Ipod? Gibtes vergleichbares für viel billiger. Apps? Da muss man teilweise für Dinge bezahlen, die man so frei bekommt. Total irre…
    Hab vor einiger Zeit über das Thema auch mal geschrieben:
    http://carta.info/25688/ipad-hype-cnn-erklaert-…

  • Th13773+netbn

    Ähem, der Dummuser (bzw. “duemmsten anzunehmenden User”) steht in Deiner Antwort auf meinen Kommentar, siehe oben.

    Und bezüglich der Gerätekategorie noch einmal: Dann nenne doch mal ein dem iPad vergleichbares Gerät von vor einer Dekade, oder meinetwegen ein aktuelles Gerät. Irgendeinen alten, schweren, teuren Stift-Tablet mit kurzer Akkulaufzeit mit dem iPad zu vergleichen, das hälst du für angemessen??

  • Forum

    Sascha, ein treffender Kommentar! Dass die großen verlagsstarken Medien in den letzten Jahren Apple rauf und runter jubeln, ist ja nicht von der Hand zu weisen. Mich wundert nur, dass sich so viel Kritik über Apple in der Bloggerszene erst so spät einstellt. Es hat wohl einige Jahre gebraucht bis der hippe Lifestyle a la Apple an Glanz verloren hat. Nichtsdestotrotz gehört Apple wohl die Zukunft als PC- und Mediengigant. Die haben bei ihrem geringen Marktanteil ein potenzielles Wachstum vor sich, wovon die Big Player der Branche nur noch träumen können.

    http://www.skolnet.de/sonstiges/sehr-gut-perfekt-apple/

  • Bertram

    Apple hat damals nicht das Smartphone neu erfunden, aber durchaus seine Bedienung, genauso beim Tablet. Viele wollten damals beim iPad ein funktionierendes OSX Desktop Betriebssystem, das wäre der bedienungstechnische Supergau gewesen! Ein übergroßer Ipodtouch, genau das brauchte doch die Welt, von der Seite aus perfekt.
    Dieses “Oh-Gott-das-ist-nur-ein-Medien-Konsumgerät-Gelaber” kann ich auch nicht mehr hören, ich kann sogar mit einem Handy Content kreiren, warum also nicht mit einer onscreen Tastatur auf fast 10″.

    Hier Lesen und Schreiben Geeks, aber dieser Promilleteil der Nutzer spielt keine Rolle, its all about the usability, stupid. Apple hats verstanden, ich auch.

  • http://www.netbooknews.de Sascha Pallenberg

    Da bin ich aber froh, dass auf dem PC-Markt noch ca. 93% es nicht verstanden haben und auf dem Smartphone-Markt 81% der User anderer Meinung sind. Irgendwie sind das nicht so durchschlagende Ergebnisse. Hinzu kommen nun die ganzen Beschwerden bzgl. des iPhone 4, dann noch die Wettbewerbsbehoerde, die Apple mal endlich zeigt, was sie von dieser Selbstherrlichkeit halten, plus die Datenschutz-Problematik. aiaiaiai

    P.S. Ich bin mir sicher, dass du noch kein Tablet ueber mehrere Wochen jeden Tag eingesetzt hast, ich gehe auch davon aus, dass du mit Tablets nicht deine Broetchen verdienen musstest. Siehst du, genau das unterscheidet uns ;)

  • http://www.netbooknews.de Sascha Pallenberg

    Andreas bzgl. der kuenstlichen Verknappung passen auch meine durchaus obskuren Erlebnisse waehrend meines Aufenthalts an der 5th Avenue, als Apple das 3G startete:

    http://www.netbooknews.de/15763/ipad-3g-launch-…

  • Quiltifant

    Na ja, dass die Apple-Sekte so reagiert, war dir sicher vorher klar. :)

    Im Großen und Ganzen kann ich deinem Artikel zustimmen. Es fehlt in den dt. Medien an kritischer Distanz, an Recherche und…ach was solls, im Grunde fehlt es an Journalismus. (Wobei die Übernahme von PR-Meldungen generell weit verbreitet ist.
    In der SZ gibts grad eine nette Serie zum Thema: “Wozu noch Journalismus”)

    Interessanterweise hört man von unseren Medienjournalisten recht wenig zum Thema.
    Vielleicht kommt das ja erst, wenn sich noch mehr Menschen vom Qualitätsjournalismus
    abwenden.

    Dass Susanne A. auf ihrem Blog hitlerventiliert, war bei _dem_ Blogtitel abzusehen.
    Ich gucke da manchmal zur Belustigung rein. Der Artikel über Handschrifterkennung auf dem iPad ist echt gut: Tolle App! Kaufen, kaufen, kaufen…..dann kommt sie auf die
    Idee, die App tatsächlich zu kaufen und zu testen und siehe da, im Update zum Artikel funktioniert die App dann doch nicht so problemlos. SO funktioniert das in den dt. Medien auch.

  • ToniBorgetto

    Die Kommentare hier sind mal großteils wieder typisch für alles wo Apple vorkommt: erstmal hagelt es persönliche Angriffe von Apple-Fanbois auf Sascha (der Nazi-Vergleich auf dem iPad-Fanblog ist ja wohl die Spitze…), und dann ein Herumeiern ob das iPad jetzt gut oder schlecht ist. Who cares? Wer es mag der soll es sich kaufen, und wer nicht der eben nicht. Das ist aber eben _nicht_ das Problem.

    Dass es im Artikel eigentlich um den Umgang der *Medien* mit Apple ging (bzw. die komplett fehlende Distanz oder journalistische Sorgfalt), nicht ums iPad oder Apple an sich, diese Nuance ist offenbar zuviel verlangt für den typischen Apple-Troll: “Uh, da schreibt einer böse über den lieben Steve, also feste druff!!!”

    Ich bin sicher nicht der Einzige der es erschreckend findet wie plötzlich praktisch alle Medien – egal ob Print oder Online – im Gleichklang in ein schon fast hysterisch zu nennendes Gejubel übers iPad ausgebrochen sind, und jeden kleinen Newshappen aus Cupertino seither abfeiern als ob es um die Erfindung des Feuers ginge.

    Man mag zu gewissen Theorien bezüglich der Hintergründe stehen wie man will. Fakt ist aber dass die Verlage durch die Bank das iPad als die große Chance sehen jetzt auch im Internet-Zeitalter groß abzucashen. Und ihre Journalisten schreiben zufälligerweise genauso durch die Bank große Jubelarien über das iPad und Apple.
    Klar, kann alles nur Zufall sein… aber es ist schon ein sehr großer Zufall wenn genau das Produkt das die Verlagsbranche “retten” soll dann im Gleichklang überall bejubelt wird, während man das bei anderen Produkten nie so extrem findet.

    Zusammen mit der von Apple ausgeübten Zensur über den Content finde ich diese Entwicklung in unserer eigentlich “unabhängigen” Presselandschaft mehr als bedenklich.

  • http://blog.gonline.at Georg S.

    Zum Update: Über die Deutsche Medienlandschaft haben sich doch schon einige Ausgelassen nur gehen diese Beiträge bei dem ganzen Apple Getrolle leider unter!

  • http://robert-agthe.de Robert Agthe

    Sorry, mein Kommentar ist genauso gehaltvoll wie Dein Beitrag. Tut mir ja auch leid, wollte nur dem “wulli” zustimmen, weil er Recht hat.

    Danke das du mich im Beitrag verlinkt hast. Emotionale Kurzschlussreaktionen sind wohl in Mode.

  • http://www.netbooknews.de Sascha Pallenberg

    Hey, ich wollte dir einfach nur deine 15 Minuten goennen. Das hat nichts mit ner emotionalen Kurzschlussreaktion zu tun, sondern es ging einfach nur darum, zu offenbaren, wer hier was von sich gibt. Du hast das auf jeden Fall mit fliegenden Fahnen geschafft. Glueckwunsch und willkommen im Jahre 2010: Verstecken gilt nicht!

  • http://robert-agthe.de Robert Agthe

    Ich glaube da haste mehr Offenbart als dir Lieb sein dürfte ;D

  • http://www.netbooknews.de Sascha Pallenberg

    Generell feature ich gerne versteckte und bisher unbekannte Talente, Comedians und Experten. Hey, vielleicht ergibt sich dadurch ja was fuer dich. Ich druecke dir jedenfalls die Daumen. Manchmal weiss man ja nie, wofuer ein 6 Buchstaben langer Kommentar, der innerhalb von 43 Sekunden muehsam auf der virtuellen Tastatur des iPads zusammengebracht wurde, gut ist.

  • http://robert-agthe.de Robert Agthe

    Deinen Karriereweg überlass ich dir. Aber Danke.

  • Stkueppers

    Ich würde gerne mal hinterfragen, ob da bei einer bestimmten Sparte von Medien nicht schon immer so war, daß Journalismus, Unterhaltung und Kommerz in einem großen Brei vermischt waren. Ich meine Michael Jackson, Lady Gaga oder der 1.000 Casting Kandidat bekommen die Schlagzeilen und nicht ein unbekannter aber begabter Songschreiber. Da gibt es Berichte über Spielerfrauen die wichtiger zu sein scheinen als sportliche Spitzenleistungen in unbekannteren Sportarten. Und da ist auch noch die Tatsache dass Entertainment und dazu zähle ich auch Sport einen höhere Sichtbarkeit in den Medien haben als komplexere Themen wie weltweite Armut und ähnliches.

    Die Tatsache, dass uns nun Apple in den Medien auffällt, ist meiner Meinung nach ganz einfach der Effekt, dass Technologie nun ebenfalls in den Entertainment Journalismus gefallen ist. Als Insider oder zumindest als Menschen die sich mit dem Thema beschäftigen haben wir natürlich eine komplexere Sicht der Dinge, medientauglich im Sinne des Entertainment Journalismus sind aber nur flache Themen und da bietet es sich eben an, daß ganze auf eine Ikone zu reduzieren.
    Ich denke aber auch, das bald die ersten Medien gefallen daran finden werden die Menschen mit Schlagzeilen wie “google gegen Apple, Kampf der Giganten” zu unterhalten, da sich Drama natürlich auch gut verkaufen lässt.

  • Marco

    Ach Sascha,

    Warum denn immer so gehässig, was das Thema angebissener Apfel angeht? Die Arithmetik dieser Geschichte ist doch ganz einfach: es gibt einen Markt, der dieses Content-Consuming-Device haben möchte und es gibt eben Apple, die das entsprechende Produkt liefert. Wo sind denn die Altnativen? Acer hat Monatelang rumgeirrt, was das 1820(5) betrifft, Acer hat mit dem T101MT wahrlich kein Meisterwerk abgeliefert ( was sicherlich auch an MS liegt). Die ganzen verkappten iPad-Killer-Tablets braucht man gar nicht wirklich erwähnen: JoJo und WeTab nehme ich nicht wirklich ernst. Google existiert bisher nur in Gerüchten und wenn man schon Meldungen, das 1&1 ein Tablet bauen möchte hyped, sagt das doch viel über den Markt aus. Das Problem ist doch nicht Apple, das Problem ist, dass alle anderen schlafen. Microsoft schleppt weiterhin seinen viel zu schweren Unterbau mit sich herum und es wird vermutlich nie ein wirklich ernstzunehmendes Windows-Tablet geben. Linux wird zwar immer wieder hochgelobt, kommt aber nicht aus der Hardcore-User-Ecke und eine Tablet-Version gibt es nicht wirklich. MeeGo ist ein schönes Projekt – ob es was wird? Ich bezweifle die Ernsthaftigkeit, außerdem sind wieder zuviele Player dabei. Bleibt noch Android, aber selbst da sind noch viele Fragezeichen, ob der eigentlich nicht passenden Specs bezüglich Tablet-Hardware und Android-App-Specs. Man könnte auch einfach sagen: der Rest pennt weiter und Apple hat zugegriffen.

    Ich gehöre wahrlich nicht zu denen, die in der Vergangenheit Apple toll fanden, im Gegenteil, ich habe Jahrelang MS die Stange gehalten, was Windows XP/Vista oder 7 beifft, mein bevorzugtes Handy war mit Windows Mobile ausgestattet. Ich war der Meinung, was ein IPhone kann, kann mein HTC schon lange. Tja, das dachte ich jedenfalls solange, bis ich mein iPhone bekam. Heute bin ich der Meinung, es gibt tatsächlich im Moment kaum etwas, was einfacher zu bedienen ist, als ein Apple-Produkt. Es ist richtig, Apple ist hardwaretechnisch sicher nicht besonders gut ausgestattet. Vieles von dem, was iPod, iPhone oder iPad können, können die meisten anderen Geräte auch oder haben an der einen oder anderen Stelle sogar einen technischen Vorsprung. Die Art und Weise jedoch, wie man mit einem Apple-Produkt interagiert ist jedoch einzigartig und bisher unerreicht. Vielleicht sollte man einfach mal darüber nachdenken, warum das so ist und dann vielleicht den schwarzen Peter nicht immer bei der Presse oder Apple suchen.

    Gruß,
    Marco

    PS: dieser längere Text ist auf dem iPad geschrieben worden. Rechtschreibfehler darfst Du behalten.

  • aga80

    Das ipadtogo Blog ist ja zu köstlich.
    Typisches Fanboy/Girl gehabe.

    Sascha mach bitte weiter so dein Blog ist wirklich interessant und hält einem bei Netbooks immer auf dem laufenden, auch seit deinen früheren EeePC News .

  • elchtest

    @Sascha:
    Du hast ipadtogo mit deinem Update soviele Hits wie nie beschert… ; )

  • Sascha

    Hey Willy, Glueckwunsch, auch du kannst offenbar nicht richtig lesen. Ich rede zum einen nicht von Marktanteilen, sondern verlinke Googles Aussagen (was ich auch noch ausdruecklich sage!)zu den aktivierten Android-Endgeraeten. Nicht mehr und nciht weniger.
    Schon sehr bezeichnend, dass die Apple Fanboys nur das lesen, was sie auch wirklich lesen wollen und alles versuchen, einem das Wort im “Texte” umzudrehen.

    Ich denke ich habe mich mehr als klar ausgedrueckt.

  • http://twitter.com/egghat Willy Wacker

    Ich wette mit dir, dass der Marktanteil der iphone Plattform auch im 2. Quartal höher sein wird als der von Android. Ist aber albern.

    Was ich nicht verstehe: Du kritisierst, dass die Medien ungeprüft die Zahlen von Apple übernehmen. Und dann meckerst du darüber, dass die Medien die Zahlen von Android nicht übernehmen. Die Antwort auf “schlechtes Recherchieren” ist also “mehr schlechtes Recherchieren”? Oder wie?

    Mal ernsthaft: Apple ist die zweitwertvollste Firma der USA. Glaubst du ernsthaft, dass die es auch nur ansatzweise nötig haben, an der Zahlen was zu manipulieren? Meine Güte, die landen für so eine Nummer im Knast (etwas übertrieben). Kennst du dich ansatzweise mit den Regeln an die US-Börse aus?

    Naja, und dann noch ein bisschen Apple ist der Appstore-Dikator und der appstore Zensator in den Pott gerührt und schon ist die Leserschaft glücklich.

  • Bertram
  • http://www.netbooknews.de Sascha Pallenberg

    Jetzt mal ganz ehrlich, hast du meine Antwort nicht gelesen? willst du sie nicht lesen oder willst du sie nicht begreifen?

    Ich rede weder von Marktanteilen, noch befuerworte ich in irgendeiner weise die ungepruefte uebernahme der google Aussagen. Was ist denn da los bei dir? schon im WM-Fieber ein paar gepichelt?

    Sorry und zu der Boersennummer faellt mir gar nichts mehr ein. Da scheinst du der Fachmann zu sein.

    Mensch, Willy Wacker war frueher mal ein richtig lustiger Comiccharakter, der auch immer mal wieder nen lustigen und vor allen Dingen tiefsinnigen Spruch auf den Lippen hatte. Du bist da irgendwie genau das Gegenteil

  • Heyho

    Danke Sascha für die klaren Worte zu Apple.
    Dass die bei dem Apfelladen einen an der Waffel haben, hab ich mir heute wieder gedacht, als ich für meine Freundin geschaut hab, was ein Ersatznetzteil für ihr Macbook kostet: 79 Eur :) Wird wie alles andere in China zusammengeklöppelt und dann hier 79 Eur dafür verlangen. Ich bewundere bei Apple in erster Linie den sagenhaften Geschäftssinn.

  • http://wulli.myopenid.com/ wulli

    Öhm, da laufen im TV doch dauernd Werbespots und die Stadt ist mit großflächiger iPad-Werbung zugepflastert. Ganz umsonst gibt's das nicht. Und Vergleichbares ist mir für Netbooks auch noch nicht untergekommen!

  • http://wulli.myopenid.com/ wulli

    Der Vergleich der Android-Verkaufszahlen mit denen von Apple hinkt doch ein wenig. Seit dem 24. Juni hat sich da doch höchstwahrscheinlich einiges getan. Apple bringt halt jedes Jahr nur ein neues Smartphone raus, während Androids im gefühlten Wochentakt rauskommen. Klar, dass die Apple-Zahlen vor dem Launch runtergehen. Man wäre ja schön blöd, im Mai ein “altes” iPhone zu kaufen… Naja, wenigstens bekommt man für sein 3Gs noch eine Betriebssystemaktualisierung, während man bei einem vergleichbar alten Android wohl in die Röhre schaut. Froyo wird nämlich im Wesentlichen nur für Geräte ab 2010 erscheinen.

  • http://wulli.myopenid.com/ wulli

    Areamobile haben doch schon eine gefühlte Ewigkeit keinen eigenen Artikel mehr geschrieben, die aggregieren bloß noch. Und es ist auch kein Geheimnis, dass der Server ohne großen Aufwand auf Hochtouren läuft, wenn irgendetwas über Apple veröffentlicht wird. Es hat den Anschein, dass der geneigte Leser genau sowas lesen will. Mit Journalismus und kritischer Recherche hat da alles nichts mehr zu tun, sondern es geht allein ums Geldverdienen, oder wie Sache das ausdrückt, um die Monetarisierung des Blogs. Nur leider ist Sascha zwar ungemein kritisch, und ich nehme ihm sogar ab, dass er in Bezug auf Apple ein Überzeugungstäter ist, aber die Art und Weise der Kritik ist unterirdisch. Letztlich treibt er eben wie die sog. Qualitätsjournalie eine neue Sau durchs Dorf und freut sich kindisch über seine 130 “likes” und natürlich noch mehr über die Ad-Erlöse, die bei klassischen NetbookNews inzwischen ja nicht mehr ganz so pralle ausfallen dürften… Wenn interessiert schon, das Asus inzwischen den siebzehnte Unterableger des Standardmodells XY rausgebracht hat. In diesem Sinne, alles nicht so ernst nehmen, let the cash flow…

  • k-f

    Bei aller berechtigten Kritik an die Medien (es ist wirklich überraschend, dass aus Richtung der klassischen Medien tatsächlich fast nur unreflektierte Lobhudelei erklingt) muss man es Apple neidlos anerkennen, dass sie es geschafft haben ohne großen finanziellen Aufwand eine so breitgefächerte Präsenz zu erreichen. Hut ab für diesen Coup!

  • http://www.netbooknews.de Sascha Pallenberg

    vor dem business-plan von apple habe auch ich aller hoechsten respekt. keine frage

  • Gerd

    Den Newton von Apple ;-)

  • Herrliebreiz

    Schreibt der jenige, der hier tradiert Geräte featured, die man man in der Wildbahn der freien Wirtschaft so selten sieht wie bar bezahlte Mittelklasselimousinen bei ungelernten Zeitarbeitern.

    Herr Pallenberger, wenn Sie glauben, dass Ihre Entdeckungen bzgl. der ethischen Pressebeschaffenheit neu sind, kann man nur lächeln. Aber beim Ipad fällts Ihnen plötzlich auf. Heureka! Welch eine Leistung.

    Was Apple vormacht, machen andere nach. Einem davon haben Sie hier ja nun schon mehrfach die Tür aufgehalten. Und es werden immer mehr werden. Der Stil ist bekannt. Werbearmer oder -freier Inhalt ist kostenpflichtig, alles andere ist mit Einbußen verbunden.

    Jeder Hersteller von Hard- aber insbesondere Software wird, wenn er die Chance dazu bekommt ergreifen. Man will nicht Kreativität und Produktivität ausräuchern. Dieses Märchen des KonsumPads wird durch stetes wiederholen nicht wahrer. Im Gegenteil, es macht unglaubwürdig. Weil das Gegenteil erfahrbar ist.

    Aber wirklich produktive Apps werden künftig mehr und angemessenes Geld kosten. Durch entsprechende Instrumentarien bekommt man die illegale Weitergabe in den Griff. Entwickler erhalten direkten Zugriff zum Markt und Tantiemen, ohne dass Frickler ihre Anwendungen millionenfach verbreiten konnten.

    Zeitgleich kann jeder der will, Einnahmequellen aus Werbung für seine Anwendungen nutzen, was ich im Übrigen tatsächlich gerechtfertigt finde. Ich sehe nicht den geringsten Anspruch, eine Anwendung kostenlos zu erhalten oder sich auch nur im Ansatz zu echauffieren, wenn man dafür Werbung ertragen muss.

    Die Zeiten, dass sich die Leute die Raubkopien der Photoshop Suiten gegenseitig nur so um die Ohren geschlagen haben, sind nun einmal bald vorbei.

    Die Job’sche Wunsch, den AppStore “sauber” zu halten wird nicht am kategorischen Imperativ oder Deinem Getöse scheitern, von dessen Existenz zwei Drittel aller Netbookbesitzer wahrscheinlich nicht einmal wissen, sondern am Wunsch des Kunden.

    Und das wird und ist doch schon längst der Supergau. Die Mehrheit versteht unter “Big Brother” nicht Orwell, sondern schlodderig auf Voyeur getrimmt Aufnahmen aus Gruppenverblödungscamps. Der Kunde sucht nicht balancierte Information, er sucht nicht nach Hegel These und Antithese, er will lesen was er denkt. Er will bestätigt sein.

    Der Toröffner für den Zielgruppenjournalismus. Magazine zum Schleuder- oder Nulltarif, egal wie die Tafel in den Händen heißt, dafür aber gezieltes Katalysieren der Zielgruppenmeinung (Stil etc.), Erzeugen von Angst oder Euphorie – egal, beides kurbelt das Kaufverhalten an – und direktes Anbieten von Emotionswaren.

    Da muss man gar keine Angst vor guten oder kritischen Apps haben. Die findet eh keine Sau. Da mach Dir mal keine Sorgen. Zensur ist Vergangenheit. Heut verdreht man Köppe janz anders.

  • Herrliebreiz

    Herr Pallenberger,

    jetzt mal halblang. Man kann viel über die Medien diskutieren. Ich sehe Computer und ähnliches Gedöhns auch ungerne auf da, wo internationale und nationale Politik und bestenfalls die (fiktive) Nachricht, dass Krebs heilbar ist, zu finden sein sollten. Aber dann kommen wir schnell auf schwierige Debatten und werden, so wir einen Nenner finden, zu Kulturrevisionisten, die selber gerne zensieren würden, was sie nicht für Kultur halten.

    Aber, so wie ich es in meinem anderen (noch nicht freigeschalteten) Beitrag schrieb, ist der Konsument der Lenker. Die “Schaffenden” haben lediglich erkannt, was er hören und sehen will.

    Aber egal wie es um Intellekt und Medienlandschaft steht, man kann schlecht erwarten, dass in einem Bericht über ein Produkt nun ernsthaft Daten irgendeines Konkurrenten mit auf den Tisch kommen. Dann kommen wir vom Hundertsten ins Tausendste. Daran ist auch keiner interessiert.

    Das Ipad hat derzeit ein Alleinstellungsmerkmal wie seinerzeit der erste SMART. Glauben Sie bitte nicht, dass damals jemand berichtet hätte, dass ein Daihatsu Cuore mit vier Sitzen die Hälfte kostet und auch nicht länger war.

    Rechnen Sie einfach damit, dass mindestens ein Drittel der “Fernseherschaft” zwar mit Apple, aber schon nichts mehr mit dem Ipad anfangen können. Iphone kann man assoziieren, aber ohne jede praktische Vorstellung und Google ist eine “Suchmaschine”. Dann fragen sie mal da draußen einen repräsentativen Querschnitt der Bevölkerung, was eine Suchmaschine ist, was sie kann und wie man sie bedient. Und dann macht “diese Suchmaschine” auch noch “Tablets”.
    Eine Mehrheit der über Fünzigjährigen, kann keine MMS verschicken. Und ein Großteil der Bevölkerung ist mit der Wahl des passenden Telefontarifs überfordert.

    Die Differenzierung und Objektivität, die Sie hier fordern, gab es noch nie. Und auf der Straße interessiert sich mehrheitlich keiner für das internetmediale Getöse, das sich hier so laut glaubt.

  • Herrliebreiz

    Euphemismen, das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Hier weiß also einer Bescheid und die Medien handeln in “veschönigender” oder gar “verschleiernder Absicht.

    Freie Software wird künftig der Vergangenheit angehören, weil es keine attraktiven freien Hardwareplattformen mehr geben wird. Dafür wird m.E. auch das ach so freie Android und alle künftigen Mitbewerber sorgen.

    Sony hat mit seinem letzten Update doch recht deutlich gemacht, wie frei Hardware so ist.

  • Herrliebreiz

    Ich finde es auch bedenklich, wie hysterisch die Medien mit Grippeerkrankungen umgehen und Angsthysterien erzeugen und wie schnell jeder zweite große Sender berichtet, dass das Rauchverbot in Kneipen nun Erfolg gezeigt hätte, ohne den genauen Erfolg umreißen zu können. Ich finde es auch bedenklich, wie sehr Gewalttaten zum zentralen Mediengegenstand werden, obgleich sie sich weder qualitativ noch quantitativ wirklich signifikant verändert hätten (siehe BKA Statistik im Vergleich). Ich sehe es auch bedenklich, dass Tokio-Hotel zum Gegenstand der Tagesberichtserstattung wird und eine mehrheitliche Medienpräsenz Gummibärchenwerbelaufstegprinzessinnen bekannter machen als die Bundespolitiker. Ich finde auch den zahmen Umgang der Presse mit Wirtschaftsstraftätern und der Tatsache der staatlichen Handbung bedenklich, während jeder konkursverschleppende Mittelständler ohne eine Schlagzeile eine Haftstrafe erhält.

    Diese Liste würde ich an dem heutigen Tag nicht mehr fertig bekommen. Um so bedenklicher stimmt es mich, dass es hier ausgerechnet angesichts dieser Tatsachen wirklich Menschen gibt, die nun ihre Medienverantwortung erkennen. Und dann noch zudem ausblenden, dass das nicht nur Apple ist, sondern ein allgemeiner Trend.

  • Herrliebreiz

    Tschuldigung, Herr Pallenberger. Wer den Qualitätsjournalismus fordert, differenzierte, objektive Berichterstattung wünscht, muss nicht gleich zum Qualitätsjournalisten mutieren. Das erwartet ja auch keiner von Ihnen. Aber wer von propagandistischen Mitteln spricht, sollte sich aus dem Topf dieser nicht bedienen, sollte ergo nicht zu emotionalen, herabwürdigenden Begrifflichkeiten greifen, die der Diskreditierung dienen, sollte nicht polmisieren und vor allem nicht Antworten geben, die nicht gefragt waren, bzw. Antworten vermissen lassen.

    Das Ipad ist eine nicht trennbare Verbindung aus Hard- und Software, bzw. es ist vor allem Software. Streite man sich nicht über die Funktionalitäten. Es gibt Iworks, es gibt gute Planer, gute Kalender, die OmniGroup hat Anwendungen angekündigt. Und es wird mehr kommen. Es gibt auch Kritikpunkte wie die Geschlossenheit, das Werbekonzept, Datenschutz. Die werden diskutiert, doch darum gehts doch hier gar nicht. In der Art der Bedienung, der Intuitivität und der damit einhergehenden Geschwindigkeit, ist das Ipad konzeptionell einzigartig. Dazu kommt die Laufleistung. Es gibt derzeit kein ähnlich geratenes Pendant im Tabletformat. In der Smartphonebranche wird das Bedienungskonzept in groben Rahmen kopiert. Etwas anderes zu “erfinden”, ohne nicht willentlich einfach nur anders sein zu wollen, ist gar nicht so einfach. Gleichwertige Konkurrenten werden mit Sicherheit in naher Zukunft an den Markt treten. Aber noch sind sie es nicht.

    Keiner will päpstlicher sein als der Papst. Aber wenn ich den anderen Medien einen emotionalen, tendenziellen, undifferenzierten Umgang mit Informationen vorwerfe, sollte ich meinen eigenen Beitrag nicht mit emotionalen Kurzsätzchen garnieren, die am Ende keiner nachprüft.

    Das ist bewusstes, steuerndes Instrumentatium, hier eine Fehlinformation (es gäbe “ähnliche” Tablets) zu streuen, um den Bericht an kleinen Ecken und Enden noch etwas runder zu machen.

    Und noch mehr. Bevor jemand gleich losjammert, möge er erstmal drüber nachdenken, ein bisschen ins Gedächtsnis holen was so alles läuft und vllt. auch nochmal ein paar Tage Fernsehen. In meinen Augen stinkt der ganze Bericht.

    Da kommt Jo Wedening daher, wird als Marketingfachmann bezeichnet und sagt wortwörtlich, dass ein Produkt, wenn es als Berichterstattungsinhalt neben Obama gezeigt wird, einen gewissen Stellenwert erhält. Nur beißt sich die Katze an dieser Stelle in den Schwanz, wenn ZAPP irgendeinen Menschen aus der Kiste kramt und ihm die Plattform gibt, als Marketingfachmann aufzutreten. Spätestens dann, bekommt nämlich seine Aussage mehr Stellenwert als sie hat.

    Tatsache ist, dass die öffentlich-rechtlichen unter Quotenverlusten leiden. Sie haben eben nicht mehr den Stellenwert, so dass man als differenzierte-sachliche Presse durchaus auch mutmaßen darf, ob hier vielleicht das Ipad hergenommen wurde, um selber überhaupt wieder Stellenwert zu erlangen.

    Ebenso verschweigt der gesamt Bericht, dass nicht nur das Ipad neben Obama gestellt wird, sondern auch der Suffabsturz von Britney Spears, das Comback von irgendwelchen Model geheißenen Hungerharken oder die Erdbeerenzeit. Und zwar auch in den öffentlich-rechlichen.

    Das ist doppel-bödig, undifferenziert und in meinen Augen wenig Qualitätsjournalistisch. Da wird ein allgemeiner journalistischer Mangel, ein bekanntes Phänomen, zum Apple-Ding gemacht und damit ist dieser Bericht auch nur ein weiterer, der sich mit diesmal vermeintlich kritischer Berichterstattung an den fahrenden Zug hängt.

  • Anonymous

    Ich, als Besitzer eines iPod classic, iPad und iPhone mag Appleprodukte gerne. Ich sehe aber auch, dass sie ihre Fehler und ihren Preis haben…

    Lustigerweise machen Applehasser genau das Gegenteil dessen, was sie propagieren…
    Habe dazu einen Artikel auf meinem Blog verfasst, der eigentlich nicht nur von Apple handelt.

    http://realcake.de/post/753767237/it-religion-warum-apple-so-erfolgreich-ist#disqus_thread

    Viel Spaß beim Lesen der noch sehr frischen Seite! ;)

  • No Name

    Hmm. Ich lese das jetzt erst, weil ich nur noch sporadisch hier hereinsehe. Eines muß ich aber loswerden:

    Dass die ganze Medienlandschaft so viel über Apple berichtet, liegt auch daran, dass Apple einfach einen Riesenmarkt bedient und die Produkte damit einfach zahlenmäßig entsprechend viele Leute betreffen. “So und so viele Millionen iDings verkauft” ist ja nicht nur eine riesige Zahl, das sind auch entsprechend viele Käufer dieser Dinger. Natürlich kann es nerven, wenn alle nur noch über Apple reden, aber mal ehrlich: Das ist einfach ein Massenphänomen.

    Zweitens: Unmittelbar mit den großen Stückzahlen, aber auch mit der Ausrichtung von Apple hängt es auch zusammen, dass da gerade ein großer Markt für Inhalte entsteht und das betrifft alle Medien in ihrer ureigenen Sache. Dass sie da sehr interessiert hinsehen und auch aus eigenem Interesse viel berichten, liegt auf der Hand.

    Alles in allem finde ich diese ganzen Vorwürfe ziemlich kindisch. Wenn vom iPad in knapp drei Monaten 3 Millionen Stück und vom neuen iPhone in drei Tagen fast zwei Millionen verkauft werden, dann *ist* das berichtenswert und das *ist* ein Markt. Das kann man nicht wegerklären.

    Dass das irgendwie auch einen Rückkopplungseffekt darstellt, indem die Medien den Hype noch anschieben und damit letztlich auch PR für Apple machen, heißt nur, dass da irgendwo ein echter Resonanzboden vorhanden ist. Sowas kann man nicht einfach künstlich aufheizen. Man kann da mitmachen und versuchen, auf den Zug aufzuspringen und das tun viele, aber trotzdem: Apple trifft eine Lücke im Angebot und hat Produkte, die die Leute offenbar wollen.

    Dass manche Leute immer so tun, als ob Apple nur dank dieses Medieninteresses soviel Erfolg hat, empfinde ich als hochgradig peinlich. Diese Leute sollten sich mal überlegen, ob es nicht vielmehr so ist, dass ihre Wahrnehmung der Wünsche und Bedürfnisse einer Mehrheit der Computer- und Tablet- und Smartphonebenutzer einfach falsch ist.

    Und die Zensurvorwürfe finde ich auch so lange peinlich, wie Apple sich einen Scheißdreck darum kümmert, welche Website man ansurft, welche Fotos und eBooks und PDFs man sich auf das Ding lädt und welche Videotelefonsexnummer man anruft. Ja, Apples Auswahl in ihrem Laden ist mehr als puritanisch, aber es ist halt deren Laden.

  • http://twitter.com/egghat Willy Wacker

    Liest du mein Posting? Apple hat im 1. Quartal 20% Marktanteil. Du redest von einem mehrfachen an Android-Freischaltungen. Ich sage nur: Mehr als viermal kann mehrfaches nicht bedeuten. Dann sind die 100% nämlich voll. Und da tun wir einfach mal so als gebe es Blackberry nicht und Symbian nicht und Bada nicht und Linux nicht und die proprietären dinger in Japan nicht und Palm auch nicht.

    Verstehst du worauf ich hinaus will? Du kritisierst die deutsche Presse für das ungeprüfte Übernehmen jedes Apple Mists, übernimmst aber selber ungeprüft Informationen von Google und streust völlig unklare Begriffe wie “Vielfaches” in den Text ein, die du nicht ansatzweise belegen kannst. Damit machst du das gleiche wie die angeblich gleichgeschaltete deutsche Presse, nur anderes herum. Aber auf dem gleichen Niveau. Das hat mit Journalismus nix zu tun.

  • http://twitter.com/egghat Willy Wacker

    Dass Disqus meine “Fake-”Realnamen anzeigt und nicht den egghat alias, ist nicht auf meinem Mist gewachsen … ich würde hier auch lieber als egghat auftauchen …

  • http://www.netbooknews.de Sascha Pallenberg

    sorry Willy Wacker. Du liest was du lesen willst, redest dir deine Apfel-Welt rund, wie es dir gefaellt. Dieser Absatz:

    “Dass z.B. Google innerhalb von nur einem Monat eine 60%ige Wachstumsrate bei den Android-Aktivierungen mitteilt, inzwischen jeden Tag 160 000 Android-Endgeraete freigeschaltet werden und somit die Verkaeufe von iPhone und iPad um ein vielfaches uebertreffen, das geht in Deutschland offenbar voellig unter.”

    steht als Kontrast zu den ungeprueft uebernommenen Apple-Meldungen. Wenn es bei Apple klappt, warum nicht bei Android. Dass du zwischen Marktanteilen und aktuellen, veroeffentlichten Verkaufszahlen nicht unterscheiden kannst, spricht nicht gerade fuer dich. Dass du Zitate nicht verstehts, ist ebenfalls ein Problem, was wohl primaer zwischen deinen Ohren besteht.

  • http://www.netbooknews.de Sascha Pallenberg

    Wer ist eigentlich dieser Herr Pallenberger, Maeusken?

  • Didi270

    Jede Menge Kommentare…ich will sie nicht alle lesen, ich kann eh erahnen was drinsteht.
    Von mir nur
    1. Nicer Artikel Sascha.
    2. Anscheinend schauen die sich alle gegenseitig über die Schulter und “klauen” sich die News. Wenn ein paar grosse Medien ihre Artikel schreiben, wird das einfach von den Kleineren aufgegriffen ohne die Sachen mal zu prüfen. (ich glaub das hast du auch geschrieben)
    3. Wenn sich die Leute selber als “professionelle” oder “Qualitäts-” Journalisten bezeichnen, sollten Sie sich mal fragen, ob sie ihre professionellen Artikel nicht lieber in anderen Themengebieten ansiedeln. Denn von IT scheinen die keine Ahnung zu haben und da frage ich mich, wie man ohne Plan Qualität produzieren kann. Das finde ich doch sehr Paradox.