By Roland
01 Jul, 2010 5:19 pm
Früher oder später musste es ja soweit kommen. Der taiwanische Notebooklieferant und Vertragsfertiger Inventec gibt seine Marke Kohjinsha nach eigenen Angaben auf. Künftig soll es offenbar keine neuen Mini-Notebooks mehr unter der japanischen Marke geben, die für ihre reichhaltig ausgestatteten, aber oft auch recht teuren Fast-Netbooks bekannt ist. Kohjinsha gilt wohl nicht nur für mich als Vorreiter in Sachen Ultra Mobile Computing, denn mit Geräten wie dem auf einem AMD Geode LX800 mit 500 MHz basierenden Kohjinsha SA1 nahm das Unternehmen schon Jahre früher Produkte vorweg, die wir heute als Netbooks kennen. Tschüss Kohji, es war schön mit euch!
Inventec will die Marke Kohjinsha offenbar aufgeben und das zuständige Team künftig in der Entwicklung neuer Notebooks einsetzen. Neue Produkte dieser Sparte sollen künftig unter der Marke des japanische HiFi-Spezialisten Onkyo auf den Markt kommen, so wie es schon seit einiger Zeit üblich ist. So ist zum Beispiel Inventecs Dual-Screen-Netbook sowohl als Onkyo DX, als auch als Kohjinsha DZ erhältlich.
Kohjinsha wurde im Jahr 2004 ins Leben gerufen und entwickelte zunächst eigenständig Kleinst-Laptops. Im Jahr 2007 stieg Inventec ein, investierte und erwarb mehr als 60 Prozent der Anteile. Da die Nachfrage bei den kleinen, aber recht teuren Produkten der Marke im Jahr 2009 aber aufgrund der Verfügbarkeit alternativer, deutlich günstigerer Netbooks zurück ging, fuhr man Verluste ein. Letztlich entschied sich Inventec Kohjinsha künftig lieber in der Entwicklung neuer Geräte einzusetzen und so wurde daraus die Inventec Development Japan Corporation. Anfang 2010 wurde Onkyo Teilhaber, so dass der Einfluss Inventec zurück ging.
Inventec will Kohjinsha weiter neue Geräte entwickeln lassen, die künftig wohl fast ausschließlich unter der Marke von Onkyo erhältlich sein sollen. Da Onkyo ausdrücklich im Premium-Segment aktiv ist, wird es also wohl weiterhin kleine, äußerst umfangreiche Laptops aus Japan geben, die das Erbe von Kohjinsha fortführen. Es gibt also Hoffung, dass uns die teils kuriosen Schöpfungen der Kohjinsha-Ingenieure auch in Zukunft begegnen werden. Schnief!
PS: Ein dickes (persönliches) Dankeschön an Chippy vom UMPCPortal, der mir vor Jahren seinen Kohjinsha SA1 überließ – mein erstes “Netbook”.
Quelle: DigiTimes












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