By Sascha
02 Aug, 2010 9:00 am
Unser Leser Georg Sauer beschreibt euch im folgenden Artikel, wie er das Problem der Daten-Synchronisation mit seinem Netbook geloest hat.
In Zeiten, als der Personalcomputer Einzug in unser Leben hielt, war es schon Luxus auch nur einen PC zu haben. Später dann gab es zwar öfters auch mehrere Systeme in einem Haushalt, aber trotzdem hatte jeder nur einen Rechner, an dem er hauptsächlich arbeitete. Laptops waren noch lange „Luxusgut“ und Datensicherungen legte man auf Disketten, sowie später auch CDs, DVDs oder USB Sticks/Platten an, auch wenn wir Dateien außer Haus bringen mussten z.B. zu Freunden und Bekannten oder zum PC auf der Arbeit. Als dann die Laptops anfingen den Desktop PCs wirklich Konkurrenz zu machen, waren diese meist größer als die üblichen 15“ Modelle und dienten dann als portabler Desktop Ersatz dienten.
Mit dem EeePC hat Asus 2007 bzw. bei uns in Deutschland Anfang 2008 dann den Trend zu den Netbooks angestoßen, die bei vielen als Zweit-PC dienen. Zu hause arbeitet man mit einem Desktop PC oder einem großen Laptop und unterwegs mit dem Netbook. An Dokumenten, die man am Netbook angefangen hat, wird öfters auch mit dem großen Rechner weitergearbeitet oder umgekehrt.
Dadurch geben sich zwar neue Möglichkeiten aber auch neue Probleme die gelöst werden wollen.
So will man ohne viel Zutun auf dem großen Rechnern, als auch auf dem Netbook mit denselben Daten arbeiten! Nutzt man das Netbook nur zum surfen und vielleicht auch noch zur Videowiedergabe von lokal gespeicherten Videos ist dies noch relativ einfach. Lesezeichen synchronisiert man z.B. mit dem Browser Addon xmarks oder mit dem auf Netbooks besonders beliebten Browser Google Chrome auch ohne Addon direkt über das Google Konto. Größere Dateien, wie Videos an denen eher selten oder meist nie etwas geändert wird, kopiert man am Besten über eine externe Festplatte oder einen USB Stick auf das Netbook, auch per Netzwerkfreigabe geht dies einigermaßen komfortabel. Mails ruft man auf allen Geräten per imap oder über einen Webmailer ab, denn so hat man mit allen Rechnern immer den Zugriff auf alle Mails.
Will man mit dem Netbook auch Zugriff auf die Termine und Kontakte des „großen Rechners“ haben, wird es etwas aufwändiger. Termine und Kontakte synchronisiert man am besten über die Google Dienste, denn dafür gibt es für fast jede PM Software ein Addon und zur Not kann man auch per Webinterface darauf zugreifen. Alternativ kann man auch das Handy/Smartphone regelmäßig per USB oder Bluetooth mit allen Rechnern synchronisieren. Will man Unterwegs mit dem Netbook auch an Dokumenten weiterarbeiten, die man auf dem Desktop-PC begonnen hat oder umgekehrt, hat sich bei mir Dropbox bewährt. Man hat 2GB kostenlosen Onlinespeicher (kostenpflichtig sind auch 50GB oder 100GB möglich)und nach dem installieren des Dropbox Clients (gibt es für Windows, Linux und Mac OS X, sowie Android und iPhone/iPad ) legt man einen Ordner fest dessen Inhalt Dropbox im Hintergrund synchronisiert. In diesem Ordner kann man mit jedem Programm Dateien speichern und solange genügend Speicherplatz im Dropbox Account vorhanden ist, werden diese Dateien automatisch mit dem Dropbox Server synchronisiert. Von dort synchronisieren sich dann die anderen PCs mit dem gleichen Dropbox Account.
Wird der (kostenlose) Dropbox Speicher einmal knapp kann man Dokumente ,an denen man nicht mehr arbeitet, einfach an allen Rechnern in ein anderes Verzeichnis kopieren und anschließend im Dropbox Verzeichnis löschen.
Reicht einem die Leistung eines Netbooks aus, dann spricht auch nichts dagegen gar nicht zu synchronisieren und das System stattdessen um einen externen Monitor, sowie ein USB Tastatur und Maus zu ergänzen und als Hauptrechner einzusetzen. Jedoch sollte man dabei auch die Auflösungsbeschränkung der aktuellen Nebooks mit Atom N4xx beachten, so lohnt sich hier vielleicht ein Ion Netbook, ein Netbook mit AMD CPU oder ein CULV Notebook zu kaufen oder man legt sich einfach ein “älteres” System mit Atom N270/N280 zu.
Georg Sauer: http://gonline.at











