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Tablet-Hersteller setzen auf ARM + Android statt Intel + Windows 7

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03 Aug, 2010 2:00 pm

3 Comments

MSI Dual Screen Netbook E-ReaderMicrosoft und Intel könnten es schwer haben, die geplanten Windows 7 Slates mit Atom-Prozessoren erfolgreich in den Markt starten zu lassen. So vermarktet Intel die Atoms zwar agressiv und plant mit “Oak Trail” bereits eine sparsamere Variante, die Notebook-Hersteller wollen zunächst aber bei ihren Tablets vor allem auf ARM-Prozessoren setzen. Microsofts Windows 7 tut sich deshalb ebenfalls schwer, kann es doch nur auf x86-Plattformen eingesetzt werden, weshalb die Herstelle primär mit Googles Android planen.

Wie der taiwanische Branchendienst DigiTimes meldet, wollen die meisten Hersteller trotz aller Bedenken neben ihren ARM-Tablets auch noch Geräte mit Atom-CPUs und Windows 7 anbieten, um ihre Beziehungen zu Microsoft und Intel zu pflegen. Es soll in diesem Fall jedoch vorerst nur um kleinere Stückzahlen gehen, da die PC-Anbieter auf diesem Weg auch gleich noch ausloten können, wie es um die Nachfrage für derartige Geräte bestellt ist.

Die meisten Anbieter setzen vorläufig eher auf ARM-Prozessoren und Google Android, weil dies einfach günstiger ist. So kosten die ARM-Chips meist weniger, kommen mit weniger Strom aus und haben eine geringere Abwärme. Außerdem können sie Android kostenlos auf ihre Geräte bringen, während man für Windows 7 recht hohe Lizenzgebühren in Kauf nehmen müsste und dabei eine Oberfläche erhält, die erst noch stärker für die Verwendung auf Touch-Displays angepasst werden müsste.

Zum Intel Developer Forum im September werden wir zwar einige erste Intel-Tablets zu sehen bekommen, doch ob diese dann auch später in Massen auf den Markt kommen, hänge stark von der Nachfrage ab, so die DigiTimes. Ganz nebenbei bekräftigen die Kollegen, dass Intels kommende Atom-Plattform “Oak Trail”, die rund 50 Prozent weniger Energie bei der Wiedergabe von Full-HD-Videos benötigen soll, neben Linux-Betriebssystemen wie MeeGo und Android auch Windows 7 unterstützen soll. Offenbar wird es also tatsächlich eine “Oak Trail”-Variante mit BIOS-Unterstützung geben.

Quelle: DigiTimes

  • animatio

    der trend ist ja eindeutig. die chinesen, die alles klauen und skrupellos nachbauen, was nicht niet und nagelfest ist, werden sich nicht mehr als nötig unter das doppeljoch intel/microsoft begeben. dass google der belzebub ist, sei mal aussen vorgelassen.
    somit ist alles, was in consumermärkte gepresst werden kann aus yellowland mit arm/android praktisch gegeben. günstig und trotzdem marge für den produzenten. da jedoch nach wie vor auch ein “productivity”markt besteht, werden mit sicherheit win7/linux (dh full os-fähige) tablets auf den (vor allem) westlichen märkten erscheinen. denn weder apples “telefon”pad noch alle die consumer arm's sind ernsthaft productivity-fähig.

  • http://twitter.com/Ben_Voigt Benjamin Voigt

    Hm. Ich weiß nicht. Kommt es nicht in erster Linie darauf an, wofür das Gerät genutzt werden soll.

    Ich meine, wenn ich mit meinen beschränkten Kenntnissen an Tablets denke, schweben mir schon mehr oder minder drei komplett unterschiedliche Anwendungsbereiche vor:
    1) Arbeiten im mobilen Bereich mit beschränkten Dateneingabemöglichkeiten (Krankenhaus, Cockpit o.ä.) -> hier brauche ich einen Tablet PC der leistungs- und systemtechnisch den Anforderungen an das Gerät gerecht wird
    2) “normale” Eingabeform + Styluseingabe z.B. bei Präsentationen -> Convertible
    3) Consumer Market -> iPad und Co.
    Im letzteren Bereich sehe ich in der Tat nicht unbedingt eine Notwendigkeit für ein vollwertiges Betriebssystem und einen entsprechend leistungsstarken Rechner, aber bei den anderen Anwendungsbereichen werden auch in Zukunft entsprechende Systeme nötig bleiben.

    Allerdings habe ich den Eindruck, dass die aktuellen Neuerscheinungen sich im Gros eher in der letzten Kategorie platzieren möchten. Auch wenn Apple das durchaus anders darstellt. Bei ihnen klingt das Pad ja eher wie die EWoMS.

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