By Niklas
09 Aug, 2010 9:00 am
Apple wirkte zügig nach bekannt werden der Antennenprobleme mit einer eigens einberufenen Pressekonferenz dem breiten Medienecho entgegen. Dennoch dürfte es in Apples Chefetage kurzzeitig gebrodelt haben. Steve Jobs wurde außerdem in der Vergangenheit zuweilen als fast schon cholerischer Chef bezeichnet und so konnte man sich bereits ausmalen, dass früher oder später Köpfe rollen werden.
Mark Papermaster, seines Zeichen Hardware-Experte der iPhone- und iPod-Abteilung, hat nach offiziellen Angaben nach nur einem Jahr bei Apple seinen Hut genommen. Fast ein Jahr zuvor stand Apple noch gegen IBM vor Gericht, weil Papermaster seinem früheren Arbeitgeber zusicherte, für eine gewisse Zeit nach seinem Ausscheiden in keinem neuen Unternehmen anzuheuern. Bob Mansfield, der sich primär um Mac-Hardware kümmert, wird seine Aufgaben bis auf weiteres übernehmen.
Es ist ungewiss, ob Papermaster seinen Posten freiwillig räumte oder ob er schlicht und ergreifend entlassen worden ist, als direkte Konsequenz auf Antennagate. Es war ohnehin verwunderlich, dass Papermaster selbst zur iPhone-4-Pressekonferenz nicht anwesend war, wo Apple selbstbewusst vom Antennenproblem sprach, als ob es eigentlich keines ist. John Gruber sieht das als Zugeständnis dafür, dass dieser innerhalb von Apple längst als Verantwortlicher der Empfangsprobleme gesehen wurde.
Glücklicherweise umging Apple eine kostenaufreibende Rückrufaktion, trotzdem bleibt ein Case-Programm das hochgerechnet einige Millionen US-Dollar kosten wird. Ferner sind die Empfangsprobleme nach wie vor reproduzierbar.
Quelle: NYTimes











