By Sascha
09 Aug, 2010 2:00 pm
Sommerloch hin oder her, es passiert zur Zeit recht wenig auf dem Netbook-Markt und da helfen auch AMD Nile und die DDR3 Pineview CPUs von Intel nicht wirklich. Hier und da kommen nochmal neue Modelle von Acer und ASUS heraus und natuerlich ist da auch die 2. Generation der NVIDIA Ion GPU, dennoch scheint im Moment ein wenig die Luft raus zu sein, was jedoch mit dem Hype um den Tablet-Formfaktor recht wenig zu tun hat. Die Industrie schlaeft nicht und laesst die Netbooks nicht einfach ins elektronische Nirvana verschwinden, wie es der unsaegliche Jesus Diaz von Gizmodo immer wieder meint zu erkennen, was jedoch hauptsaechlich daran liegt, dass er simpelste Statistiken nicht lesen kann.
Die taiwanesischen Hersteller ruesten sich bereits fuer das Jahresendgeschaeft, denn im 4. Quartal diesen Jahres koennen wir mit dem Intel Atom N550 rechnen, der ersten Dualcore-CPU speziell fuer Netbooks und sicherlich auch das ein oder andere Tablet (wobei Intel hier viel lieber Moorestown und Oaktrail verbaut sehen moechte). Der Performance Unterschied auf dem Desktop (ich konnte den N550 etwa 2 Stunden lang im Canoe Lake Referenzdesign testen)ist nicht nur spuerbar, sondern laesst eher den Eindruck gewinnen, dass man es mit einem Lowend-CULV zu tun hat und genau darauf bauen die Hersteller. Fraglich bleibt, inwiefern wir groessere Akkus sehen werden, denn mit dem N550 wird man, im Vergleich zum N450, eine ca. 20% geringere Laufzeit erreichen, was angesichts der Performancesteigerung zu verschmerzen sein duerfte.
Dann haben wir da aber auch noch AMD mit seiner Ontario-Plattform. Ja, es geschehen noch Zeichen und Wunder und nach mehr als 4 Jahren “Bobcat-Geruechten” soll es nun endlich soweit sein: AMD will ein dickes Stueck vom Netbook-Kuchen und dem Dauerrivalen Intel ordentlich einheizen. Erste Benchmarks sind ja bereits aufgetaucht, wobei ich dann doch gerne mit eigenen Augen sehen moechte, was AMD da abliefert. Nile war ein erster, dicker Wink mit dem Zaunpfahl und zeigt, worauf AMDs Fokus liegt. Es ist nicht wirklich ueberraschend, dass man die Grafikmuskeln spielen laesst, denn hier hat Intel nichts vergleichbares entgegenzusetzen. Bleibt die Frage, wie es mit dem Verbrauch ausschaut und wenn AMD da nicht ganz tief in die Trickkiste greift, dann befuerchte ich, werden sie auf diesem Gebiet noch eine Menge Nachholbedarf haben. Wie auch immer, wir sollten alle ein paar Stossgebete Richtung Texas schicken und AMD ordentlich die Daumen druecken, dass sie dem Monopolisten aus Kalifornien Paroli bieten koennen.
Meine Empfehlung kann daher im Moment nur lauten: Wie bereits bei den Tablets, haltet euer Geld beisammen und wartet noch mindestens 2 bis 3 Monate. Wer es schafft bis in den Februar die Fuesse still zu halten, wird dann sogar die richtig grosse Auswahl haben.











