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Multi Touch kommt in Ubuntu 10.10 für Netbooks und Desktops

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17 Aug, 2010 3:00 pm

5 Comments

Es ist ein weiterer kleiner Milestone in der Geschichte der Linux-Distributionen. Es war häufig die Rede von einer möglichen Multi-Touch-Fähigkeit, zur finalen Umsetzung kam es bisher jedoch nie. Die bislang einzig mir bekannte Lösung präsentierte MPX. Die Multi Pointer X ist eine Modifikation des X Windows Server, der die Nutzung mehreren Mauszeigern innerhalb einer Desktop-Umgebung erlaubt. Der MPX-Treiber enthielt in einer Entwicklerversion eine Multi-Touch-Unterstützung, die sämtliche Berührungen und Bewegungen an den X-Server weiterleiten sollte, der dann die Mausereignisse entsprechend emuliert.

Ubuntu 10.10 (Maverick Meerkat) wird das erstmals ändern mit uTouch 1.0, einer Multi-Touch- und Gesten-Lösung von Canonical.

„Unser Multi-Touch Team hat intensiv mit dem Linux Kernel und der X.Org Community gearbeitet, um Treiber zu verbessern und die Unterstützung fehlender Features hinzuzufügen, sodass in Zukunft die Open-Source-Welt die Vorteile der Touch-Fähigkeit ebenfalls nutzen kann. Um unsere Lösung abzurunden, haben wir eine Open-Source Gesten-Erkennungs-Engine entwickelt und eine entsprechende API bereitgestellt, die den Weg für Applikationen bereitet, welche Gesten der uTouch-Engine übernehmen und nutzen können.“

Erste Entwicklungen hat man in Ubuntu 10.04 LTS eingeleitet, in dem man daran arbeitete weitere Touch-Hardware für den Linux Kernel zu unterstützen, darunter zum Beispiel der Dell XT2, HP tx2 Tablets und die Lenovo T410 Notebooks. Im Maverick-Zyklus (Ubuntu 10.10) wurden deren Bemühungen beobachtet und mit der Eingliederung entsprechend belohnt.

Multi-Touch wird Bestandteil der Versionen Netbook, Desktop, Light und weiteren darüber hinaus von Ubuntu 10.10 sein. Ein sehr spannendes Thema, das uns die kommenden Monate mit Sicherheit Netbooks präsentieren wird, die auf diese Lösung setzen.

Bildquelle: Indot.net, Canonical

  • Dirk

    Meine Hoffnung für meinen T101MT.. der läuft mit Windows 7 nämlich alles andere als gut. =/

  • http://twitter.com/Ben_Voigt Benjamin Voigt

    Die Gründe für Windows nehmen damit bei mir immer weiter ab. Vielleicht sollte ich mich langsam wirklich mal in OpenOffice-Anwendungen einarbeiten.

    Ich würde mich eher in die User-Sparte stecken, aber sofern man in der Lage ist, im Netz nach der Lösung für ein Problem zu suchen und dann einer ausführlichen Anwendung stupide zu folgen, ist m.E. Ubuntu spätestens seit 10.04 benutzerfreundlicher als Windows 7.

    Ubuntu updated alle installierten Programme automatisch, was Windows nur für die MS-eigenen, eingebetteten Programme macht. Und selbst da gibt es einige nicht veränderbare Ausnahmen, die mich zutiefst verwundern. Weswegen z.B. Updates von Microsoft Security Essentials nur optional sind, und damit nicht automatisch installiert werden, erschließt sich mir bislang nicht.

    Für mich existieren nur noch drei Gründe, um Windows 7 als weiteres Betriebssystem beizubehalten:
    1.) Die Fähigkeit per Inking während des Vortrages PowerPoint-Folien handschriftlich zu verändern. (Hierzu muss ich sagen, dass ich einfach nur noch nicht überprüft habe, ob das unter Linux funktioniert. Es tut es unter Windows 7, auf dem jeweiligen Gerät ist Windows 7 installiert, kein Grund es zu ändern.)
    2.) Die Software meines Scanners ist unter Windows komfortabler gehalten. (Ich habe bislang noch nicht getestet, ob sie unter Wine kompatibel ist.)
    3.) Bestimmte Spiele, die ich ab und zu spiele, werden nicht für Linux angeboten. (Naja, ich spiele so selten, dass ich dafür nicht bei Windows bleiben würde. Und wenn die Gerüchte der Öffnung von Steam für Linux sich erfüllen, werden auch hierfür mehr Spiele verfügbar werden.)

  • Rucola

    Habe jahrelang Ubuntu verwendet, bin jetzt aber (mit einem lachenden und einem weinenden Auge) auf Win7 umgestiegen.
    Der Grund: Akkulaufzeit. Die sinkt unter Ubuntu bei mir nämlich fast um die Hälfte. (Ich meine auf unter 6h)
    Ich vermisse durchaus die Updates des kompletten Systems, den einfachen Weg Software zu installieren, die großen Anpassungsmöglichkeiten und auch die teilweise einfachere Nutzung von Peripherie (mein UMTS-Modem unter Win7 ans Laufen zu bringen war schon recht hakelig)
    Ich war auch bereit auf die einfache Umschaltung der Hybridgrafik zu verzichten, aber Laufzeit ist nun mal wichtig und da muss auch die Sympathie für Ubuntu zurückstecken…

  • animatio

    tja die gute lösung ist nach wie vor eine multiboot installation oder eine virtual machine mit dem anderen system drin …. so sind beide welten nach bedarf verfügbar

  • Yu

    @Virtual Machine: Mit Windows unter einem Mac als Host soll das angeblich recht performant funktionieren… Aber ich hab mal Ubuntu per Virtualbox verwendet, das war nicht unbedingt der größte Spaß an Performance.