By Niklas
18 Aug, 2010 9:00 am
Das Apple iPad dürfte zweifelsohne die große Überraschung diesen Jahres gewesen sein und eines kann man nicht abstreiten, Apple hat einen siebten Sinn für den richtigen Zeitpunkt. Während Tablet-Produkte anderer Hersteller nach wie vor in der Pipeline stecken, geht das iPad bereits seit April auf Kundenjagd und das, wie die jüngsten Zahlen bewiesen, mit Erfolg.
Diese kleinen, leuchtenden Schiefertafeln werden sich pünktlich zum Weihnachtsgeschäft oder spätestens ab dem nächsten Jahr vermehren und untereinander konkurrieren, aber vor allem auch den Markt der mobilen Computer (Netbooks) verändern. Ob Android-, WebOS-, iOS- oder Windows 7-Tablet, das Tablet-Segment bietet enormes Wachstumspotential.
Es stellt sich die Frage, ob Produkte wie das Apple iPad andere Produktkategorien schlicht und ergreifend schlucken werden, zum Beispiel die Netbooks. Die Netbooks können im Grunde das selbe oder mehr als so ein iPad, allerdings haben sie im direkten Vergleich eine physische Tastatur und laufen im operativen Betrieb zumeist unter Windows. Ein K.O.-Kriterium ist das mit Sicherheit nicht. Dennoch ist das iPad eben doch kein PC und somit für eine gewisse Zielgruppe begehrenswerter.
Digitimes zeigt in einem seiner jüngsten Berichte auf, dass Branchenprimus ASUS im vergangen dritten Quartal 2010, das eigentlich als stärkstes bekannt war, weniger Netbooks als gedacht verkaufen konnte. Digitimes macht Andeutungen, dass das iPad für diesen Einbruch verantwortlich sein könnte. Diese Meldung ist jetzt Anlass für eine Diskussion, die aktuell von deutschen, sowie internationalen Medien geführt wird. Ist das iPad tatsächlich Schuld daran, dass Asus nur 1,4 Millionen Exemplare verkauft hat?
Brad von Liliputing.com sieht das etwas optimistischer. Anstatt den Start und die Verkaufszahlen des iPads für den Rückgang verantwortlich zu machen, könnten wesentlich banalere Gründe ausschlaggebend gewesen sein. Asus verkauft nun schon seit 2007 Netbooks. In den letzten drei Jahren hat sich viel getan und insbesondere die konkurrierenden Hersteller von Netbooks (Acer, HP, Dell und duzende andere Unternehmen) bringen in regelmässigen Zyklen ebenfalls neue Produkte heraus. Es ist daher nichts ungewöhnliches, dass diejenigen die prädestiniert dafür sind ein Netbook zu kaufen, bereits eines haben. Suksessiv wird somit die Gruppe der interessierten Käufer bedient.
Netbook oder Tablet PC. Beide Gerätetypen bieten ihre Vor- und Nachteile. Über den Kauf entscheidet letztlich der Kunde, es ist daher doch ziemlich unklug sich im iPad-Hype zu verrennen. Außerdem ist nicht zu vergessen, dass auch ASUS ein eigenen Tablet in der Pipeline hat, insofern sind solche Anspielungen relativ sinnfrei, weil sie doch so wenig über die tatsächlichen Begebenheiten aussagen. Die realle Marktwirtschaft pendelt ständig zwischen Angebot und Nachfrage, solange die Nachfrage nach Netbooks da ist, braucht man sich denke ich keine Gedanken darüber machen, weshalb ein paar hundert Tausend Netbooks weniger verkauft wurden.
Quelle: DigiTimes
Bildquelle: Mashable












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