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ASUS verkauft weniger Netbooks – Ist das iPad Schuld daran?

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18 Aug, 2010 9:00 am

15 Comments

Das Apple iPad dürfte zweifelsohne die große Überraschung diesen Jahres gewesen sein und eines kann man nicht abstreiten, Apple hat einen siebten Sinn für den richtigen Zeitpunkt. Während Tablet-Produkte anderer Hersteller nach wie vor in der Pipeline stecken, geht das iPad bereits seit April auf Kundenjagd und das, wie die jüngsten Zahlen bewiesen, mit Erfolg.

Diese kleinen, leuchtenden Schiefertafeln werden sich pünktlich zum Weihnachtsgeschäft oder spätestens ab dem nächsten Jahr vermehren und untereinander konkurrieren, aber vor allem auch den Markt der mobilen Computer (Netbooks) verändern. Ob Android-, WebOS-, iOS- oder Windows 7-Tablet, das Tablet-Segment bietet enormes Wachstumspotential.

Es stellt sich die Frage, ob Produkte wie das Apple iPad andere Produktkategorien schlicht und ergreifend schlucken werden, zum Beispiel die Netbooks. Die Netbooks können im Grunde das selbe oder mehr als so ein iPad, allerdings haben sie im direkten Vergleich eine physische Tastatur und laufen im operativen Betrieb zumeist unter Windows. Ein K.O.-Kriterium ist das mit Sicherheit nicht. Dennoch ist das iPad eben doch kein PC und somit für eine gewisse Zielgruppe begehrenswerter.

Digitimes zeigt in einem seiner jüngsten Berichte auf, dass Branchenprimus ASUS im vergangen dritten Quartal 2010, das eigentlich als stärkstes bekannt war, weniger Netbooks als gedacht verkaufen konnte. Digitimes macht Andeutungen, dass das iPad für diesen Einbruch verantwortlich sein könnte. Diese Meldung ist jetzt Anlass für eine Diskussion, die aktuell von deutschen, sowie internationalen Medien geführt wird. Ist das iPad tatsächlich Schuld daran, dass Asus nur 1,4 Millionen Exemplare verkauft hat?

Brad von Liliputing.com sieht das etwas optimistischer. Anstatt den Start und die Verkaufszahlen des iPads für den Rückgang verantwortlich zu machen, könnten wesentlich banalere Gründe ausschlaggebend gewesen sein. Asus verkauft nun schon seit 2007 Netbooks. In den letzten drei Jahren hat sich viel getan und insbesondere die konkurrierenden Hersteller von Netbooks (Acer, HP, Dell und duzende andere Unternehmen) bringen in regelmässigen Zyklen ebenfalls neue Produkte heraus. Es ist daher nichts ungewöhnliches, dass diejenigen die prädestiniert dafür sind ein Netbook zu kaufen, bereits eines haben. Suksessiv wird somit die Gruppe der interessierten Käufer bedient.

Netbook oder Tablet PC
. Beide Gerätetypen bieten ihre Vor- und Nachteile. Über den Kauf entscheidet letztlich der Kunde, es ist daher doch ziemlich unklug sich im iPad-Hype zu verrennen. Außerdem ist nicht zu vergessen, dass auch ASUS ein eigenen Tablet in der Pipeline hat, insofern sind solche Anspielungen relativ sinnfrei, weil sie doch so wenig über die tatsächlichen Begebenheiten aussagen. Die realle Marktwirtschaft pendelt ständig zwischen Angebot und Nachfrage, solange die Nachfrage nach Netbooks da ist, braucht man sich denke ich keine Gedanken darüber machen, weshalb ein paar hundert Tausend Netbooks weniger verkauft wurden.

Quelle: DigiTimes

Bildquelle: Mashable

  • http://twitter.com/caschy Carsten Knobloch

    Asus wirds egal sein, ob ich n Netbook oder n Tablet von denen kaufe. Wahrscheinlich wird generell mehr verkauft, weil Tablets einen höheren WAF haben und so ein Gerät mehr ins Haus kommt. Wetten?

  • signorRossi

    Ich glaube nicht, daß die besseren Haelften mehr auf Tablets stehen, da sind die viel zu praktisch orientiert. ;-)

  • smoky

    das haben sie nun davon, dass sie auf das unbrauchbare win7, mechanische disks und riesige bildschirme setzen. das urspruenglich innovative eee konzept (klein, billig, keine mechanischen teile, custom linux) ist bis zur unkenntlichkeit verstuemmelt. was ehemals als netbook begonnen hat, ist mittlerweile im untersten segment der notebooks geschluckt und kein hahn kraeht mehr danach.

  • X200

    Schuld daran ist vermutlich, dass sich seit 2 Jahren das Netbook eigentlich nicht verbessert hat. 2 Jahre ist in der IT eine Ewigkeit was Neuigkeiten angeht, aber für Netbooks scheint das nicht zu gelten.

  • Rolandx1

    also seit 2 jahre nix verbessert, da hast du wohl ein paar sachen verpennt hm?
    von 7″ mit 800×480 bis zu 10″ 1366×768 ist schonmal eine kleine steigerung
    von nemm celeron m zu nemm atom 450 ist auch nur ein kleiner sprung und welche steigerung so ein ion zu nemm uralt intelchipsatz bringt muss wohl auch jeder selbst beurteilen ;)
    ums beim namen zu nenn vergleich nenn asus 701 mit nemm hp 5101, ok da gibts paar euro preisunterschied, aber getan hat sich in der entwicklung trotzdem was.

  • Rolandx1

    also seit 2 jahre nix verbessert, da hast du wohl ein paar sachen verpennt hm?
    von 7″ mit 800×480 bis zu 10″ 1366×768 ist schonmal eine kleine steigerung
    von nemm celeron m zu nemm atom 450 ist auch nur ein kleiner sprung und welche steigerung so ein ion zu nemm uralt intelchipsatz bringt muss wohl auch jeder selbst beurteilen ;)
    ums beim namen zu nenn vergleich nenn asus 701 mit nemm hp 5101, ok da gibts paar euro preisunterschied, aber getan hat sich in der entwicklung trotzdem was.

  • http://twitter.com/inselberg Olivier Braun

    auf die haben-will-käufer mag die theorie sicher zutreffen, sie kaufen geräte die gerade “modern” sind – und im moment sind es eben tablets.

    der ernsthafte nutzer wird hingegen beide geräte besitzen oder sich bewusst gegen eins der beiden entscheiden – somit auch nicht als potentieller käufer verloren gegangen sein.

    die immer gleiche interpretation der sinkenden verkaufszahlen lässt mich jedoch jedes mal den kopf schütteln… irgendwann hat nun mal jeder ein netbook dann verkauft man nicht mehr 200 fantastilliarden geräte am tag.

  • http://www.netbooknews.de Sascha Pallenberg

    nuja, 40 millionen haehne koennen ganz schon laut kraehen und verspreche dir, dass noch einige Winter ins Land ziehen, bevor sich der Tablet-Formfaktor einmal 40 Millionen mal in 12 Monaten verkauft ;)

  • http://www.netbooknews.de Sascha Pallenberg

    p.s. bzgl HDD und Windows gebe ich dir eigentlich recht. ich befuerchte aber, dass netbooks ohne dieses feature so beliebt geworden waeren.

  • Yu

    Vor knapp 2 Jahren kamen die ersten Atom N270-Netbooks. Seit dem stagniert die Leistung. Waren die N270-Netbooks mit externem Monitor noch als Desktopersatz verwendbar, dürften die Begrenzungen der jetzt meist verbauten integrierten Grafik von Intel das ziemlich unsinnig machen; Wenigstens mein Monitor ließe sich damit nicht in einer scharf darstellbaren Auflösung betreiben. Der Atom N450 bietet soweit ich weiß kaum mehr Leistung; Zwar bessere Akkulaufzeit, aber die liegt teils auch in den größeren Batterien begründet. Höhere Bildschirmauflösungen findet man nur in recht wenigen Geräten, auch ION ist die Ausnahme und wirkt sich wiederum negativ auf die Akkulaufzeit aus.

    Für Neukäufer, die externe Monitore sowieso nur im Ausnahmefall nutzen wollen, sind es sicher Vorteile, aber ich sehe kein überzeugendes Argument mir ein neues Netbook anzuschaffen in dieser Generation.

    Für eine Neuauflage des EEEPC T91 (Lüfterlos, SSD) mit einem Display, das nicht in Grund und Boden bewertet wird und die Stiftqualitäten des T101MT mitbringt, wäre ich eventuell zu haben :-)

  • Anonymous

    Ich glaube nicht dass die Zielgruppe für ASUS-Netbooks sich sonderlich mit jener der Apple-Jünger die sich ein iPad zulegen überschneidet.

    Nicht nur Funktionalität und Formfaktor von Netbook vs. Tablet sind stark verschieden. Auch bezüglich Preiskategorie (iPad kostet praktisch doppelt soviel) und Markenimage (Apple-Käufer sind teilweise extrem markenbewusst und kaufen Produkte gerade weil sie von Apple sind) haben ASUS und Apple kaum Berührungspunkte.

    Der Rückgang bei ASUS-Netbooks liegt eher an der einerseits stark gewachsenen Konkurrenz bei Netbooks, und andererseits daran dass von ASUS einfach keine überzeugenden neuen Modelle gekommen sind.

  • Anonymous

    Celeron, 7″, 800×480 war nur ganz am Anfang. Danach kam gleich Atom-CPU und 1024×600, und daran hat sich seither praktisch nichts geändert. Ok, N450 hat bezüglich Stromverbrauch Verbesserungen gebracht, aber das war schon das einzige.
    Sonst gibt es im Grunde seit langer Zeit Stillstand am Netbook-Markt – bis auf wenige Ausnahmen ist alles der selbe 08/15-Einheitsbrei wie schon am Anfang.

    Was im Grunde ja nichts Schlechtes ist, wenn alle mit den altbekannten Spezifikationen zufrieden sind und weiter fleißig Netbooks kaufen. Nur ist auch klar dass damit kein weiteres starkes Wachstum möglich ist – irgendwann hat jeder der es will/braucht so ein Netbook, und der Wunsch nach Neukauf ist mangels innovativen neuen Geräten einfach nur sehr schwach vorhanden.

  • smoky

    wir werden es leider nie wissen. aber die easy oberflaeche konsequent ausgebaut – a la android mit appstore und so. ich weiss nicht, ob da nicht evtl. doch mehr drin gewesen waere.

    aber natuerlich hast Du recht – netbooks sind einfach etabliert und haben das plateau erreicht.

  • Doc Frank

    Es ist sicherlich an der Zeit, dass die neuen INTEL canoe lake endlich auf den Markt kommen. So wie ich die News hier verstanden habe, wäre das der Leistungsschub, auf den wir seit 2 Jahren warten.

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