By Niklas
25 Aug, 2010 5:00 pm
Der amerikanische Halbleiter-Primus Intel greift nach den Märkten, die bisher eher eine Domäne von ARM-Plattformen waren. Seitdem der Trend immer mehr in Richtung ultra-mobile Geräte geht, sieht Intel hier offenbar verstärkten Handlungsbedarf und feuert nun eine volle Breitseite ins “Wohnzimmer” von Advanced RISC Machines ab.
Justin Rattner, seines Zeichen CTO bei Intel, sagte in einem Interview gegenüber Reuters, dass die kommenden Moorestown Prozessoren mit ARM gleichziehen werden, was die Energieaufnahme im Standby angeht. Die Moorestown-Prozessoren sind eine abgespeckte Version der Intel Atom-Prozessoren, die besonders energieeffizient arbeiten sollen, wodurch sie für Smartphones und Tablets besonders interessant werden.
Die kommende Generation mit Codenamen „Medfield“ soll laut Rattner dann ebenfalls mit der Energieaufnahme im aktiven Betrieb gleichziehen und so ARM endgültig ausboten.
„Ich sehe uns ARM davonziehen, da wir auf fundamentale, technologische Vorteile zurückgreifen können, über die ARM definitiv nicht verfügt“, so CTO Rattner.
Es besteht kein Zweifel, dass Intel auf jahrzehntelanges Know-how zurückgreifen kann und so leistungstechnisch enorme Vorteile gegenüber der Konkurrenz hat. Shreekant Thakkar, Chefingenieur in Intel‘s Ultra Mobile Group, fügt an, dass der Moorestown-Chip weit mehr Leistung biete als ARM‘s Cortex A8 und A9. Er führt weiter aus, dass die Konkurrenz keine Chance habe das aggressive Energiemanagement des Moorestown zu erreichen, da schlichtweg die nötigen Chips fehlen um in dieser Klasse mitspielen zu können. Summa summarum Intel ist überzeugt davon, sich in Zukunft ganz klar über ARM triumphieren wird.
Das Kopf-an-Kopf-Rennen der Chiphersteller ist nicht nur im mobilen Sektor zu beobachten, sondern auch im Server-Bereich. Einem früheren Bericht zufolge, führt ARM bereits erste Experimente mit ARM-Prototypen in Servern durch. Ob die Chip-Architektur von ARM tatsächlich in einem Server realisierbar ist, müssen demnach weitere Tests zeigen.
Rajnish Arora vom Marktforschungsinstitut IDC betont in einem Interview jedoch, dass Businesskunden generell nicht dazu bereit sind, auf die Schnelle ihre Plattform zu tauschen, insofern hat ARM noch viel zu tun, um wirklich in naher Zukunft im traditionellen IT-Markt Fuß fassen zu können.
Quelle: ZDNet Asia













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