Home > Netbooks > Dell > Ubuntu 9.10 angekündigt – Koala gegen Windows

Ubuntu 9.10 angekündigt – Koala gegen Windows

By
23 Feb, 2009 6:34 pm

18 Comments

Ubuntu Netbook RemixUbuntu-Übervater Mark Shuttleworth hat mit “Karmic Koala” die Version 9.10 der beliebten Linux-Variante angekündigt. Der Vorgänger “Jaunty Jackalope” steckt selbst noch in der Entwicklung, doch Shuttleworth wollte nach eigenen Angaben schon jetzt einen kleinen Ausblick geben.

Ihm zufolge soll Ubuntu 9.10 im Oktober 2009 veröffentlicht werden. Wie üblich wird es zahlreiche Neuerungen zu geben, für uns gibt es natürlich nur eine Frage: Was bringt Ubuntu 9.10 Karmic Koala für Netbook-User? Offensichtlich eine ganze Menge!

Offenbar will Shuttleworth Microsoft mit dem kommenden Ubuntu mal so richtig schön an den Karren fahren, speziell im Netbook-Bereich. Seine Ausführungen lassen entsprechendes vermuten, denn er spricht von noch schnelleren Startzeiten. So soll Jaunty Jackalope maximal 25 Sekunden brauchen, um nach dem Einschalten einen “stylischen Desktop” auf den Netbook-Bildschirm zu zaubern. Beim Koala soll das ganze dann noch einmal beschleunigt werden, wobei Shuttleworth & Co auf eine neue Login-Prozedur setzen, die den grafischen Start ergänzt. Die weiteren Neuerungen nach dem Break…

Mit Ubuntu 9.10 wird außerdem die Ubuntu Netbook Edition überarbeitet, die auf Geräten wie dem Dell Inspiron Mini verwendet wird. Sie wird um “all die neuesten Technologien von Moblin” ergänzt und soll außerdem optimiert werden, um besser auf Displays mit geringer vertikaler Auflösung nutzbar zu sein.

Auf diese Weise soll der “Koala noch kuschliger” werden. Dazu gehört laut Shuttleworth auch, dass der Ubuntu Netbook Remix auch auf allen anderen Netbooks problemlos installiert werden kann.

Zum Frontalangriff auf Windows gehört auch eine Überarbeitung des Interface-Designs. Die Farbe Braun habe Ubuntu zwar bisher gute Dienste geleistet, doch nun sei es Zeit für einen neuen Anstrich, erklärte der Ubuntu-Initiator.

Na dann kann sich Microsoft ja schonmal warm anziehen. Die Einführung von Ubuntu 9.10 im Oktober 2009 dürfte nicht ohne Grund in diesen Zeitraum fallen, denn in Redmond schraubt man ja bereits mit Hochdruck an Windows 7, das deutlich besser für den Betrieb auf unseren kleinen Lieblingen geeignet sein soll als das leistungshungrige Windows Vista.

Da Windows 7 ebenfalls schon in diesem Jahr auf den ersten Fertig-Rechnern zu finden sein soll, wird es wohl ein heißes Weihnachtsgeschäft geben. Was meint ihr? Droht Microsoft eine kuschlig weiche Koala-Revolution?

[Quelle: Mark Shuttleworth via Ubuntu Fridge]

  • http://loesels.tk Max

    Solange es nicht viel RAM braucht, ist es bei mir willkommen. (geschrieben von nem entnervten A110L mit SSD-User)

  • doginthewok

    RAM kostet doch sowieso nichts und eigentlich ist Ubuntu ja relativ genügsam.

  • lukeen

    Auch interessant und von Mark angekündigt: Der Koala soll im Server-Bereich besonders Cloud-Funktionalitäten bieten. Sprich man soll sich möglichst einfach eine eigene Cloud bauen (zB mit einem alten PC im Keller) und dann mit dem Netbook jederzeit darauf zugreifen.

    Das ganze mit dem neuen stylischen Desktop wird nach wie vor auf sich warten lassen, bitte keine zu großen Neuigkeiten erwarten. Aber die neuen Notifications (http://www.markshuttleworth.com/) zeigen, dass dem Ubuntu-Team ein gutes Äußeres sehr wichtig ist.

    BTW: Der geniale neue Boot-Vorgang (RedHat’s Plymouth) kann schon einige Zeit in Fedora 10 betrachtet werden und wird erst mit dem Koala (sehr wahrscheinlich) und noch nicht in jaunty zu bestaunen sein.

    Mehr gibts auch auf: http://derstandard.at/?id=1234507724396 (sorry soll keine werbung oder so sein, aber dieser autor ist einfach top)

  • Ell

    Joa, wird Zeit, dass man vom Braun wegkommt. Sicher ist das mal eine ganz andere Farbgestaltung, aber ich finde die sowas von würg…

  • yves

    “Die Einführung von Ubuntu 9.10 im Oktober 2009 dürfte nicht ohne Grund in diesen Zeitraum fallen”

    Stimmt – aber auf keinen Fall wegen irgend ‘nem Microsoft Betriebssystem. Ubuntuversionen werden immer im April & Oktober released.

    siehe: http://www.ubuntu.com/products/whatIsubuntu/releases

    Grüße,
    Yves

  • Matze

    Hast Du den Bill gates im nacken? Lol wie kommst Du denn darauf, das habe was mit Windoof zu tun? Ich denke, daß es wohl ums Datum geht…ver9.10 im 10ten Monat des neunten jahres…9.10…10/09…wie man mag ;-)

  • Roland

    hehe, ja, den hab ich dank meines hintergrunds tatsächlich “im nacken” :) natürlich geht es dem herrn primär ums datum, ganz nebenbei kommt das neue ubuntu aber eben auch noch schön rechtzeitig kurz vor oder kurz nach der generellen verfügbarkeit von windows7 – ein faktor der bei der verbreitung gerade im netbookbereich durchaus eine rolle spielen dürfte.

  • Nettie

    Hallo

    Linux wird immer besser.Windows 7 muss sich warm anziehen.
    Was ich bei Linux (Ubuntu,Easy Peasy ) nicht so toll finde ,
    die ganze Paketinstall. von Programmen.
    Und so bin ich wieder bei XP.
    Die Jahrelange Nutzung von XP hat dann doch gewonnen.(bei mir)

  • root

    ubuntu kommt sowieso alle 6 monate,… das hat mit windows 6+1 *kicherkicher* nicht viel zu tun ;)

    9.04 ….j…9.10 ….k….10.04…l…usw

    eher noch, dass sies doch als sinnvoll erachtet haben was windows 7 mit der überarbeiteten farbschemen gemacht hat,… und dass benutzer halt gerne etwas “individualität” möchten… gamer eher dunkel und underground mäßig, gleich wie hackertypen gg, buisness leute eher silber und blau, komische menschen bunt und knallig ;) (nicht ganz ernstnehmen bitte)

    lg

  • http://zefanja.wordpress.com zefanja

    @Nettie:
    > Was ich bei Linux (Ubuntu,Easy Peasy ) nicht so toll finde ,
    die ganze Paketinstall. von Programmen.

    Ich würd die Paketverwaltung als einer DER Vorteile und Vorzüge von Linux bezeichnen.

  • http://asus-eee-pc.npage.de Georg S.

    Mich stört an Ubuntu das man nicht schon bei der Erstinstallation Software hinzufügen oder besser entfernen kann (Andere Linux Disposition z.B. Open Suse bieten das) auch das es keine PPC Edition gibt disqualifiziert es für Alte Apple Computer oder die PS3 was jedoch auf Netbooks und den meisten Weiteren Rechnern wenig stört.
    Die Softwareinstallation über einen Packetmanager finde ich jedoch sehr Praktisch und Sinnvoll.

  • Schnucki

    Habe mich ja lange mit Windows aufgehalten, weil es ja so toll ist, aber seit meiner letzten Neuinstallations-Session die nur 3 Tage gedauert hat damit es mal funktioniert habe ich Ubuntu Live-CD getestet und verwende seither nur noch Ubuntu! Es ist so ein Balsam auf die Windows-Nerven.

  • Fredl

    Windows 7 ist im Vergleich zu Vista sicher ein Meilenstein und ein gut eingerichtetes aktuelles Ubuntu braucht sich sich nicht vor Windows 7 verstecken, vorausgesetzt es wird Hardware eingesetzt, die von Linux voll unterstützt wird.
    Jeder Hardware Hersteller der neue Hardware auf den Markt bringt, liefert in der Regel auch Treiber und Firmware für Windows sofort mit, Linux wird dagegen gar nicht oder nur, falls wie bei Intel, ein Engagement für Linux-Unterstützung vorhanden ist.
    Die Treiber werden zwar von Linux-Entwicklern nach und nach entwickelt und später in den Kernel aufgenommen, das kostet aber unter Umständen viel, viel Zeit .
    Deshalb war schon immer der Rat der Linux-Leute am besten nicht Topaktuelle Hardware einzusetzen bzw. sich schon vor dem Kauf entsprechend zu informieren was läuft und was nicht.

    Und da kann sich nun jeder selbst ausmalen, dass hier Probleme im Hinblick auf Netbooks auftauchen, die unabhängig davon auftreten, ob das OS nun schneller bootet oder einen schöneren Desktop anbietet. Im Netbookmarkt, wo alle 3-6 Monate neue Geräte mit neuer Hardware auftauchen, kommen die o. g. Nachteile besonders zum tragen.

    Auch ist mir nicht bekannt was Ubuntu im Moment anbieten kann, wenn in 5 Wochen Geräte wie der Asus T91 u.ä. auftauchen.

  • TJ

    Schön, dass hier nun auch etwas mehr Fokus auf “Linux” gerichtet wird.

    In Sachen Paketmanagement – ich empfinde das auch als großen Vorteil gegenüber Windows. Mit einem Klick ist das *komplette* System aktualisiert – vom Office-Paket über Flash und den Taschenrechner bis hin zum Kernel. Außerdem finde ich es einfacher nicht im Netz erstmal Programme suchen zu müssen – ich gebe den Zweck in den Paketmanager ein und schon spuckt er mir alle möglichen Alternativen aus.

    Und von einem Ubuntu “Großangriff auf Windows” kann keine Rede sein. Dafür sind die Unterschiede einfach zu groß.

    Wer in die GNU/Linux Welt schnuppern will, dem empfehle ich eine Distribution (Ubuntu (LTS) oder Debian für Leute, die sich tiefergehend damit beschäftigen möchten) *neben* Windows zu installieren. Beide können friedlich nebeneinander koexistieren und sobald man von GNU/Linux gefrustet ist, bootet man einfach sein gewohntes Vista/XP und kann alles wie gewohnt machen und nach ein paar Minuten/Stunden/Tagen/Wochen wieder an seinem GNU/Linux System rumspielen.

    Übrigens kann man sich dann auch Compiz Fusion (siehe Eye-Candy Posting hier) ansehen und sich wundern, warum das nicht soviel Leistung wie Vista Aero frißt :o )

  • Sascha

    @Tanja
    in den letzten 14 Monaten habe ich auf Eeepcnews und Netbooknews so knapp 150 Linux Artikel veroeffentlicht. Ein Fokus wird es nie werden, aber alles was interessant ist, wird gefeatured. Und Linux gehoert da natuerlich immer dazu ;)

  • TJ

    Ja natürlich – Du hast vollkommen recht… Vor allem scheint hier in den Kommentaren ohnehin ein sehr linuxfreundliches, open-minded Publikum unterwegs zu sein.

    Ich hätte es ander anders formulieren sollen: es wurde in den letzten Tagen etwas mehr über meine Lieblingsdistributionen berichtet :o )

  • Pingback: Microsoft will bei Netbooks Nummer 1 bleiben | Netbooknews.de - das Netbook Blog

  • Tinu

    [quote]Was ich bei Linux (Ubuntu, Easy Peasy) nicht so toll finde, die ganze Paketinstall. von Programmen.[/quote]

    Das ist doch DAS Feature, dass GNU/Linux-Systeme ausmacht! … oder jedenfalls für mich. :-)
    Und was den RAM anbelangt: wie steht es mit dem Swapping? Solange man nicht grad das allergrösste Hacking-Projekt aller Zeiten starten will, sollte doch der Swap-Speicher ausreichen, oder nicht?

    [quote]Wer in die GNU/Linux Welt schnuppern will, dem empfehle ich eine Distribution (Ubuntu (LTS) oder Debian für Leute, die sich tiefergehend damit beschäftigen möchten) *neben* Windows zu installieren. Beide können friedlich nebeneinander koexistieren und sobald man von GNU/Linux gefrustet ist, bootet man einfach sein gewohntes Vista/XP und kann alles wie gewohnt machen und nach ein paar Minuten/Stunden/Tagen/Wochen wieder an seinem GNU/Linux System rumspielen.[/quote]

    Das könnte man niemals den anderen Weg rum machen. ;-)
    Ich brauch mein Vista auf der anderen Partition vielleicht einmal in der Woche – und ihr glaubt nicht, was sich in dieser Zeit alles an Updates, Virenscan (McAfee [i]und[/i] WinDefender) ansammelt. Ich sitz jedes Woche einfach mal ne Stunde vor dem Screen und warte auf das Abschliessen all der prozessorgeilen Prozesse.