By Roland
28 Feb, 2009 3:12 pm
Bringt der Markenstreit um die Bezeichnung Netbook überhaupt was? Geht es nach AMD-Chef Dirk Meyer lohnt der ganze Aufriss nicht. Seiner Prognose zufolge, verschmelzen Netbooks und Laptops innerhalb der nächsten zwölf Monate zu einer Kategorie. Eine gewagte These.
Im Interview mit Cnet erklärte der Boss des zweitgrößten Chipherstellers AMD: “Ich glaube, in einem Jahr sprechen die Leute nicht mehr von Netbook bzw Notebook, denn die Linie dazwischen verschwimmt immer mehr, so dass es einfach keinen Unterschied mehr ausmacht”. AMD habe zudem das Segment der kleinen Laptops neu bewertet und wolle künftig in den Wettbewerb bei Geräten mit Display-Größe ab 10 bzw. 11,6 Zoll einsteigen.
Er hasse es von Netbooks zu sprechen, denn in einem Jahr sage keiner mehr “Netbooks” dazu. Angesichts wachsender Display-Größen und der Einführung von “Premium”-Netbooks bei einigen Herstellern, muss man Meyer insofern recht geben, dass die Grenze zu Subnotebooks bzw. günstigen Laptops tatsächlich zunehmend unklar verläuft.
Möglichweise ist Meyers Gerede, dass man bald nicht mehr zwischen Notebooks und Netbooks unterscheiden wird, aber auch darauf zurück zu führen, dass AMD mit seinen geplanten Chips nicht im unteren Preissegment mitmischen kann. Seinen Angaben zufolge soll die kommende Ultra-Mobile-CPU “Ontario” in Geräten ab einem Preis von 399 US-Dollar zu finden sein – für manchen Netbook-Kunden schon wieder zuviel.
AMDs “Ontario” taucht in aktuellen Roadmaps des Unternehmens aber erst 2011 im Zeitstrahl auf. Der Chip, welcher über einen integrierten Grafikkern verfügen soll, lässt also doch noch eine ganze Weile auf sich warten. Zuvor will man erstmal den Markt für Ultra-portable Notebooks bzw. Tablet-PCs bedienen – Mit dem Athlon Neo MV-4 (1,6 GHz) hält in Kürze ein erster Prozessor aus diesem Bereich Einzug.
[Quelle: Cnet]












