By Roland
01 Mar, 2009 11:40 pm
Das könnte länger dauern. Psion hat im Netbook-Namensstreit Gegenklage eingereicht, um seine Ansprüche auf die Markenrechte an der Bezeichnung “Netbook” gegenüber Dell und Intel zu verteidigen. Das Unternehmen hat die entsprechenden Dokumente am Freitag vor Gericht eingereicht, meldet die Save the Netbooks Kampagne.
Psion weist die von Intel in seiner Klage erhobenen Vorwürfe systematisch zurück und fordert das Gericht auf, zu bestätigen, dass Intels Handlungen – nämlich die Verwendung des urheberrechtlich geschützten Wortes “Netbook” als allgemeiner Begriff und als Produkt – gegen die bei den Kanadiern liegenden Markenrechte verstoßen.
Intel soll außerdem durch seine missbräuchliche Verwendung des Ausdrucks “Netbook” verschiedene Gesetze verletzt und sich unrechtmäßig bereichert haben. Hinzu kommt der Vorwurf, Intel habe durch die Registrierung der Domain netbook.com gegen das amerikanische Anti-Cybersquatting-Gesetz verstoßen.
Das Gericht soll nun dafür sorgen, dass Psion Teklogix von Intel wegen der Verletzung seiner Rechte Schadenersatz bekommt und die Domain netbook.com übertragen bekommt. Weiterhin soll die Verwendung des Begriffs Netbook “in Verbindung mit Promotion, Werbung und Offerierung in Verbindung mit Intels Produkten und Dienstleistungen” unterbunden werden.
Alle Marken, Service Marken, Namen, Logos und Quellenkennzeichnungen jeder Art, bei denen Verwechslungsgefahr mit der Marke Netbook besteht, will Psion Intel ebenfalls nicht mehr verwenden lassen. Sämtliche Werbemittel und Produkte an sich, die zur Verwässerung und letztlich Beseitigung von Psions Markenanspruch beitragen, sollen zerstört werden.
Psion will zusätzlich durchsetzen, dass Intel Schadenersatz für alle Verluste leistet, die aus der Verletzung der Marke, Intels unfairem Geschäftsgebahren und der unrechtmäßigen Bereicherung an der Verwendung des Begriffs resultieren. Dazu will man auch ermitteln lassen, wie viel Intel mit der Verwendung des Begriffs “Netbook” verdient hat. Diese Profite sollen dann an Psion weitergegeben werden. Zu guter Letzt soll Intel eine Strafe zahlen und die Kosten für das Verfahren übernehmen.
Nachdem Psion sich vor kurzem bereits gegenüber JKOnTheRun ähnlich geäußert hatte, heißt es nun auch in den neuen Dokumenten, dass man weiterhin Produkte unter der Marke Netbook verkauft. Das “netBook pro” werde weiterhin vertrieben, was Psion mit einer Verkaufsstatistik belegen will, die für das Jahr 2009 bisher Verkäufe im Wert von 13.650 US-Dollar nennt. 2008 waren es angeblich 60.900 US-Dollar.
Die Marke Netbook sei von Intel mit voller Absicht geschädigt worden.
Hier noch die von Psion zitierte Verkaufsstatistik:
Year Sales (USD)
1999 $62,800
2000 $7,874
2001 $7,335
2002 $30,566
2003 $24,503
2004 $780,096
2005 $1,709,433
2006 $2,073,207
2007 $586,680
2008 $60,900
2009 $13,640
[Quelle: SaveTheNetbooks.com via GottaBeMobile & Liliputing]












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