12 Zoll Subnotebook Esprimo Mobile U9200 im Test

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By Matze
11 Mar, 2009 6:16 am

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DSCN2419Das ist also die Annäherung “von oben” an die Netbook-Klasse: das erste, mit €399 echt günstige Subnotebook im 12 Zoll Format bietet Fujitsu-Siemens mit dem Esprimo Mobile U9200. Letzte Woche hatte sich der Sven von Cyberbloc schon eines dieser Modelle geschnappt und einen ersten Eindruck dazu verfasst, den er eigentlich in einem Video vertiefen wollte. Sven hat am Ende zugunsten eines Videoberichts des neuen Acer Aspire D150 davon abgesehen, vor allem aber, weil der Esprimo einfach zu hässlich war und ihn wohl zu sehr an die Farbpalette der Trabbis erinnert hat (grau, hellgrau und  mausgrau).

Warum sich unser Leser Jonas trotzdem für den DualCore-Rechner mit DVD-Brenner und Doppelakku entschieden hat, könnt ihr seinem Testbericht entnehmen, den er uns freundlicherweise zwecks Veröffentlichung zur Verfügung stellt.

Nach langem überlegen, welches Netbook – oder aber netbookähnliches Gerät für mich denn nun das Richtige ist habe, ich mich für den Fujitsu Siemens U9200 entschieden. Auch wenn es eher in die Kategorie der Subnotebooks fällt, drängt sich hinsichtlich des Preises der Vergleich mit einem Netbook auf, die Katgorien sind ja ohnehin nicht mehr klar zu bestimmen.

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Das Gerät wird in verschiedenen Varianten angeboten. Ich habe mich für die mit der folgenden Ausstattung entschieden:

12″  Mattes Display (1280 * 800, Intel GMA X3100)
Intel T2390 Dual-Core Prozessor mit 2 x 1,86 Gigaherz
2 Gigabyte RAM
6 Zellen Akku mit 5200 mAh
120 GB HDD & DVD Brenner
Wlan & Bluethooth

Bestellt habe ich bei cyberport für 399,00 € – Preis inzwischen bei 419,00 €. Zu dem Gerät bekommt man noch einen zweiten Akku und 1 GB RAM (nach Einbau dann also 3 GB RAM) dazu. Ein Betriebsystem ist nicht dabei.

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Damit ist man jedenfalls was den Preis angeht noch unter dem Samsung NC20 gelandet. Das Design ist schön und schlicht – negativ dürfte man so nicht auffallen. Fingerabdrücke sind nicht zu sehen und übertrieben kratzempflindlich wirkt das Gehäuse auch nicht. Mit 1972 Gramm inklusive einem Akku ist zumindest die psychologisch wichtige Grenze von 2 Kg unterschritten. Bei Ausmaßen von 30 * 22 * 3,7 cm werden die Meisten auch auf eine extra Tasche für das Gerät verzichten können.

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Der Laptop selbst fühlt sich solide verarbeitet an, gibt jedoch an manchen Stellen leicht nach. Die Tastatur vermittelt einen harten Druckpunkt und die Ränder sind breiter als man es sich wünschen würde. Dafür sind die Funktionstaste und ‚Steuerung’ richtig herum angeordnet und es gibt zwei seperate Maustasten. Negativ aufgefallen ist mir die winzige Tabulator-Taste über der großen Caps-Lock-Taste.

Das Gerät verfügt über 3 USB Anschlüsse, Kopfhörer, Mikrophon und SD Reader, Kensington Slot, S-Video, VGA und RJ45 sowie einen PCI Express Slot. Arbeitspeicher und Festplatte sind leicht zu erreichen.

Dem Laptop selbst liegt bei Lieferung nicht wirklich viel bei, neben dem üblichen Papierkram ist eine Treiber CD für Windows Vista und XP enthalten. Das Netzteil ist mit  ca. 13 * 5,5 * 3 cm etwas zu groß geraten.

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Ich habe mich für die Installation von Windows XP entschieden. Dazu muss ein SATA Treiber in die Windows Installation integriert werden (entfällt bei der Installation von Vista). Dies habe ich mit N-Lite gemacht, leider war der SATA Treiber nur als executable auf der CD enthalten. Die von Intel im Netz bereitgestellten Standarttreiber funktionieren jedoch problemlos. Die weitere Installation von Windows und Treibern verlief völlig unproblematisch.

Es zeigten sich jedoch auch Schwächen des Systems: Das DVD Laufwerk bringt bei Nutzung das ganze Gerät zum Vibrieren und das Display ist doch einigermaßen empfindlich, wenn es um den Blickwinkel geht. Der Lüfter ist bei hoher Beanspruchung des Systems recht laut, warum er beim Booten kurz aufheult bleibt sein Geheimnis. Im normalen Betrieb (Office, surfen pp) stellt er aber kein Problem da.

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Eine Katastrophe sind die eingebauten Lautsprecher, dagegen klingt ein Handy bezaubernd. Im Grunde ist das nicht einmal für die Nutzung von Skype hinzunehmen. Rätselhaft ist auch, ob das Ding nun ein Mirkophon besitzt – auch google konnte hier nicht abschließend Klarheit bringen. Skype brachte minimale Ausschläge zustande leider nur auf der Anzeige und nicht beim Empfänger. Fest steht: wenn es ein Mikrophon hat, ist es unbrauchbar und damit ist es auch wieder egal, ob es eins hat. Die integrierte Webcam erfüllt ihren Zweck und bekommt auch bei nicht optimalen Lichtverhältnissen noch akzeptable Bilder hin.

Unter dem Gesichtspunkt der Mobilität ist natürlich der Akku wichtig und da kann das Gerät mit einem Netbook nicht mithalten: nach rund 3 Stunden ist ein Akku alle. Damit ist das Gerät für alle, die länger von der Steckdose entfernt sind eher uninteressant, wobei es noch die Möglichkeit gibt einen Zusatzakku unterhalb des Laptops anzubringen und ein zweiter Akku der Lieferung ja beiliegt. Mit schlanken Ausmaßen und niedrigem Transportgewicht ist es dann aber vorbei.

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Mein Fazit fällt daher gemischt aus:
Wer von Ort zu Ort fährt und dort seinen Laptop nutzen möchte, ist mit dem Gerät zum Netbookpreis gut bedient. Das Gerät ist leistungsfähiger als die derzeit erhältlichen Netbooks, wobei HDD einer SSD unterlegen ist. Die Auflösung macht ein entspanntes Arbeiten auch über einen längeren Zeitraum möglich und mit der Größe eines A4-Blattes  ist man bei rund 2 kg Gewicht auch nicht überladen unterwegs. Wer ein Gerät vor allem für den Einsatz auf dem Weg sucht dürfte enttäuscht werden: das höhere Gewicht, die vergleichsweise kurze Akkulaufzeit und fehlendes UMTS laufenden dem Anwendungsprofil zuwider.

Vielen Dank für euer Interesse.

(Danke Jonas, super Bericht!)


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  1. Benloo says:

    @Jonas;
    Wäre Windows 2000 auch möglich?
    Und Ubuntu schließe ich nicht aus.
    Danke

  2. Michael says:

    @Benloo: wenn du die Treiber herbekommst (oder die von XP nutzen kannst) kannst du sicher auch Windows 2000 installieren.

    Vom Preis her ist das Gerät OK, wer nur ab und zu das Notebook mitnehmen muss ist auch mit dem schwächeren Akku sicher gut bedient. Knapp 2kg Gewicht rechtfertigen von der Rechenleistung her den Unterschied zu den N@tbooks, allerdings sollte XP von Haus auf dabei sein, die Lizenz kostet ja auch um die 80 Euro (XP Home).

  3. fnord says:

    @Benloo: Zu Windows 2000 kann ich nichts sagen, aber was Ubuntu angeht: zumindest archlinux funktioniert sehr gut, es kann sein, dass du wegen des neuesten Kernels auf die nächste Ubuntu Version warten musst, damit das Wlan ohne weitere Eingriffe läuft.

    Das Notebook hat übrigens ein Mikrophon…

  4. Bauwal says:

    Super Bericht, toll geschrieben! Aber das Gerät ist, zumindest von der Farbe her potthässlich.

  5. sventernet says:

    Schön ist was anderes, aber der Preis geht in Ordnung. Bei notebook.de momentan ca. 384.- € Das neue HP dv2 ist zwar sehr schick aber viel zu teuer und ich denke der AMD Neo hat im vergleich zum Dual-Core von Intel mit je 1,86GHz nichts zu melden. Vielleicht entwirft ein Zubehörhersteller eine schicke Folie für den Esprimo zum bekleben…

  6. Ironside says:

    Danke für den objektiven Testbericht.

    Das Gerät hat in einer kleinen Nische sicher seine Existenzberechtigung.

    Wahre Mobilität sind bei 2 Kg + großem Netzteil (Akku nur drei Stunden) wohl eher nicht gegeben. Als Desktop-Rechner sind 12 Zoll dafür aber doch schon wieder arg klein.

    Der anvisierte Endkunde muss also mobil sein wollen, dabei keine großen Probleme mit Transportkapazität haben (Auto) und unbedingt ein DVD-Laufwerk benötigen.

    Viel fällt mir da jetzt nicht als Zielgruppe ein – aber geben wirds die bestimmt. (Geschäftsleute im Außendienst z.B.)

    MfG Ironside 8)

  7. Riddschie says:

    Ja eben! Der Neo dürfte nicht mehr können als ein Atom bei gleicher Taktung.
    Dazu kommt noch, dass das dv2 ab 600,- + kosten wird.

    Zudem halte ich die Displayscharniere am dv2 eher für Sollbruchstellen.
    Selbst die durchgängigen Scharniere des dv5 und 7 wackeln ja schon wie ein Rattenschwanz!

    Nicht zu vergessen die miese Qualität bei HP-Consumer-NB.
    Ich wollte immer ein dv6 (Vorgänger des dv5), weil es mit das einzige NB war, das ein mittiges Touchpad hat (für mich wichtig als Linkshänder). Ich kann mit diesem aussermittigen Dreck nichts anfangen!

    Aber nach 3 mangelhaften dv6 und Rücksendungen hab ich’s dann aufgegeben… :-(

  8. FF says:

    Geil, ein mattes Display! :)

    Das Aussehen ist nicht soo wichtig, Skin oder Airbrush drauf und schon gehts. Allerdings liegt die psychologische bei mir Gewichtsgrenze deutlich unter 1,5 kg. Auch die Akkulaufzeit ist doch eher bescheiden, kurzum ohne eher unnötiges Laufwerk wärs schon interessanter.

  9. localwurst says:

    Ich hab das Gerät seit etwas über einer Woche und bin hochzufrieden damit.
    Ich fahre es unter Ubuntu 8.10; der mitgelieferte WLAN-Treiber tut nicht, der alternative funktioniert, allerdings bin ich mit dem Durchsatz noch nicht so zufrieden. Auch Webcam, Kartenleser usw. stellen für Ubuntu kein Problem dar, wohingegen Opensolaris unbenutzbar ist auf der Kiste.

    Ich schätze, ich verfasse bzgl. Ubuntu dann mal noch einen eigenen kleinen Artikel — die Nachfrage ist offenbar durchaus gegeben :)

  10. doginthewok says:

    Danke für den Test.
    Dass eine SD jedoch schneller ist als eine HDD, stimmt zumindest bei den Netbook-SDs nicht, denn die sind durchweg langsamer.

  11. Elektro says:

    Also grau war bei Trabbis aber eher selten als Farbe!!!

  12. jonas says:

    danke für euer feedback.

    win2000 müsste gut gehen, muss aber halt einiges an treiber für speedstep etc zusätzlich zusammengesucht werden. zu linux kann ich über das gerät nix sagen.

  13. dasHelferlein says:

    Also ich habe mir das Ding vergangene Woche bestellt und werde es die Tage mal einer gründlichen Untersuchung unterziehen. Ich denke mal, wenn man sieht, was so manches Netbook kostet und bei diesem Notebook die Vorteile und die Nachteile abwägt, wird dieses Produkt mit Sicherheit seine Käufer finden. Alleine die Schnittstellen finde ich besser als bei den meisten Netbooks. Über die Mobilität kann man streiten.

    Wenn jemand eine Frage hat, soll er sich im Forum melden, ich antworte gerne

  14. falkiiii says:

    ich bin beeindruckt von preis/leistung. 12″ find ich perfekt :)
    nur potthässlich trifft es hanz gut, jedenfalls im vergleich zu meinem eee 1000H mit notebook skin

  15. kurt says:

    besitze das notebook seit mittlerweile 5 monaten und bin grade auf den artikel hier gestossen.
    ne review über ein gerät schreiben und dann nicht mal die hardware komplett durchchecken? seltsam, seltsam… also mein notebok besitzt ein mikro, sogar ein stereo-mic, falls jemand danach sucht, es sind die 2 kleinen löcher links und rechts oben in der ecke. unter windows xp funktioniert das mikro tadellos, keine ahnung, was der tester hier wohl falsch gemacht hat. jednfalls wird das mikro auch im hardwaremanager angezeigt.
    unter ubuntu funktioniert ebenfalls alles bestens, bis auf eben jenes mikro…falls jemand ne lösung hat, immer her damit.

    grüße kurt

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