By Roland
13 Mar, 2009 1:12 pm
Windows 7 läuft dank seiner gesunkenen Hardware-Anforderungen auch auf Netbooks recht problemlos. Bisher war jedoch nicht wirklich klar, wie Microsoft den Markt künftig bedienen will. Jetzt hat das Unternehmen durchblicken lassen, dass man für Netbooks vor allem auf die Variante Windows 7 Home Premium setzt.
Im Gespräch mit Cnet erklärte Don Paterson, Director beim Windows-Team, dass Microsoft die Netbooks weniger als eigenständige Produktkategorie sieht, sondern lediglich als “kleine Notebooks“. Offenbar spielt ihr Preis in Redmond weniger eine Rolle als die Fähigkeiten. Die Unterscheidung zwischen Netbooks und Notebooks sei eher in den Köpfen der Marketing-Strategen der Industrie entstanden.
Microsoft will deshalb zwar die Windows 7 Starter Edition, bei der nur drei Programmfenster parallel geöffnet sein können, auf besonders günstigen Netbooks gegen Linux antreten lassen, hofft aber andererseits, dass die PC-Hersteller und schließlich auch die Kunden sich davon überzeugen lassen, mehr Geld für die besser ausgestattete Variante Windows 7 Home Premium auszugeben.
Diese dürfte im Vergleich zur Starter Edition und der ebenfalls stark abgespeckten Variante Home Basic ohnehin für manche Kunden viel interessanter sein, denn sie hat mit dem Windows Media Center und der Touch-Unterstützung wesentlich mehr zu bieten. Für Microsoft jedenfalls steht Windows 7 Home Premium auch auf Netbooks im Mittelpunkt.
Paterson erklärte, dass Home Premium wohl der “sweet spot” bei Microsofts Bemühungen im Netbook-Markt sein werde. Dies wolle man auch gegenüber der Industrie kommunizieren, um sie so für die Verwendung dieser teureren Variante von Windows 7 auf Netbooks zu überzeugen. Die Motivation dahinter dürfte klar sein – Microsoft will möglichst viel mit jeder verkauften Lizenz verdienen. Da sind die Premium-SKUs das erste und beste Mittel.
Die von Cnet befragten Analysten sehen die Erfolgschancen für dieses Vorhaben allerdings skeptisch. Im Netbook-Markt würden die Kunden vor allem preisorientiert einkaufen, was Microsofts Plänen einen Strich durch die Rechnung machen könnte. Microsoft muss nach Auffassung der Marktbeobachter sehr vorsichtig agieren, um nicht ein Abwandern der Kunden zu alternativen Systemen zu riskieren, die günstiger oder gar kostenlos abgegeben werden.
Vor kurzem hatte ein anderer Microsoft-Mitarbeiter verlauten lassen, dass man Windows XP Home Edition und Windows 7 vorerst parallel für Netbooks anbieten will. Vielleicht will Microsoft sich so ja nach unten absichern, denn so können die Sparfüchse weiter günstige Netbooks mit XP erstehen, während Kunden, die bereit sind etwas mehr Geld auszugeben, “Premium-Netbooks” mit Windows 7 erwerben können.
[Quelle: Cnet]











