By Roland
05 Apr, 2009 9:10 am
Brandon LeBlanc von Microsoft, der für das offizielle Windows Team Blog zuständig ist, hat einen Rückblick veröffentlicht, der das Jahr Revue passieren lässt, das seit der Einführung der ersten Netbooks mit Windows vergangen ist. Ich erlaube mir mal, den durchaus lesenswerten Artikel für euch sinngemäß (d.h. so genau wie möglich und inkl. aller Links und aller noch so verwegenen Thesen) zu übersetzen. Sämtliche Formatierungen stammen von uns.
Wir wussten nicht, dass sich diese Geräte in so kurzer Zeit so schnell entwickeln würden. Vor einem Jahr waren sie noch Internet-Geräte, die hauptsächlich noch nach ihrer Größe und ihren Kosten definiert wurden. Vielleicht ein interessantes Konzept, aber die Verkäufe kamen nicht so wirklich in Gang, bevor sie sich nicht in die leistungsfähigeren kleinen Notebooks-PCs weiter entwickelt hatten, die wir heute auf dem Markt sehen.
Zum Beispiel hatte ein frühes Modell nur einen 7-Zoll-Bildschirm, ein sehr kleines Keyboard, einen langsamen, älteren Prozessor, 512 MB RAM oder gar weniger, und 1 bis 4 GB SSD-Speicher, wohingegen die typischen Konfigurationen heute mit 9- und 10-Zoll-Bildschirmen, Keyboards von fast voller Größe, 1 GB RAM und bis zu 160 GB Speicherplatz aufwarten. Netbook PCs sind nun weit über das einfache Internet-Browsing hinaus gekommen und zu voll-funktionsfähigen kleinen Notebook PCs geworden.
Anfänglich sahen Einige in der Industrie die neuen günstigen Netbooks als neue Herausforderung für Microsoft und als Chance für Linux, sich auf dem Endkundenmarkt zu etablieren. Einige glaubten auch, die Konsumenten würden ihre Netbooks nicht als vollwertige PCs einsetzen wollen oder brauchen. Tatsächlich hat sich aber das genaue Gegenteil als richtig erwiesen – eine Reihe von Analysten und Marktforschern, die den Bereich beobachten, sehen deutliche Anzeigen, dass die Kunden WIRKLICH wollen, dass Netbooks so funktionieren wie ihre großen Verwandten – und das die überwiegende Mehrheit der Konsumenten dies erreicht, in dem sie ein Netbook mit Windows kaufen.
Als Folge dessen war das Wachstum von Windows auf Netbooks* im Laufe des letzten Jahres phänomenal. Der Marktanteil von Windows auf diesen PCs stieg in den USA von 10 Prozent in der ersten Hälfte des Jahres 2008 auf 96 Prozent im Februar 2009, so die jüngsten Angaben anhand der Daten des Retail Tracking Services der NPD Group.
*Netbook PCs sind kleine Notebook PCs mit einer Bildschirmgröße von 10,2 Zoll und weniger und einem Preis von unter 500 US-Dollar.
Bis hier hin erstmal. Wie man sieht, ist man bei Microsoft höchst zufrieden, was die Verbreitung von Windows auf Netbooks angeht. Bei einem Marktanteil in den USA von 96 Prozent, der zwar nur an den Verkäufen des Einzelhandels gemessen wurde, aber dennoch mehr als überwältigend ausfällt, dürfte das nicht überraschen.
Interessant ist auch die per Fußnote angefügte “offizielle” Definition von Netbooks nach Microsofts Auffassung. Mehr als 10,2 Zoll sind also kein Netbook mehr. Das Gleiche gilt auch für Geräte mit Preisen über 500 US-Dollar – kein Netbook mehr. Hat Sony also recht – VAIO P: Kein Netbook. Machen wir weiter: HP Mini 2140: Kein Netbook (ZU TEUER!). Dell Inspiron Mini 12, Samsung NC20 und wie sie alle heißen: KEINE NETBOOKS, weil zu groß. JA! Das hat Onkel Steve nunmal nach einigem Affentanz so festgelegt. Is ja gut, ich bin wieder still.
Zum zweiten Teil von Microsofts Netbook-Rückblick
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