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Apple iCloud: Alle Fakten und Details

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06 Jun, 2011 10:03 pm

18 Comments

Viel wurde gerätselt, was exakt iCloud sein würde – klar war lediglich, dass es sich logischerweise um einen Service handeln muss, der unsere Daten in der Cloud verwaltet. Genau so kam es auch und vorgestellt wurde ein Dienst, der es euch möglich macht, eure Inhalte auf allen euren Apple-Devices problemlos synchron zu halten. Letzteres hat wohl Steve Jobs selbst lange Jahre genervt, wenn man auf sein Zitat hört:

Keeping these devices in sync is driving us crazy

Recht hat er, der gute Mann. Er hat darvon erzählt, dass die Art und Weise, wie wir Daten synchron gehalten haben, für 10 Jahre mehr oder weniger toll funktioniert hat – wir nun aber vor veränderten Gegebenheiten stehen. Jedes Gerät kann Fotos und Videos darstellen und daher will man logischerweise auch überall seine Lieblings-Songs, -Bilder und Clips parat haben. Apples Lösung dafür ist also iCloud.

Apple möchte aber nicht nur, dass wir uns unterwegs von Musik oder Videos berieseln lassen sollen. Alles, was sich auf einem Gerät befindet, soll automatisch auch auf jedem anderen Gerät zu finden sein, egal ob es sich dabei um Dokumente, Medien-Dateien, Apps, Kontakte oder E-Mails handelt. Wird ein Foto geschossen, landet es automatisch in der Cloud und von dort aus ebenso automatisch auf den anderen Apple-Devices.

Jobs spricht auch über MobileMe, und dass Apple bei dessen Entwicklung nicht gerade eine Glanzleistung vollbracht hat – daher hat man es von grund auf neu programmiert, damit es zu iCloud passt. Der Service, der nun gratis ist, synchronisiert alle eure Kontakte und Kalender-Daten – natürlich automatisch.

Kauft ihr ein E-Book oder eine App, könnt ihr bei iBooks/im Appstore mittels iCloud-Button dafür sorgen, dass die Datei in die Cloud geladen wird – und von dort aus ebenfalls auf allen anderen Geräten landet, natürlich ohne zusätzliche Kosten.

Falls ihr keinen Rechner habt oder haben wollt, ermöglicht iCloud euch auch komplette Daten-Backups.

Für die Foto-Uploads stellt Jobs mit Photo-Stream eine eigens kreierte App vor, die auf mich ein klein wenig wie Picasa wirkt. Bilder in Photo-Stream werden unter “Fotos” als eigenes Album angezeigt. Da Fotos ordentlich Speicher fressen, werden “nur” die letzten 1000 Bilder gespeichert und zwar für 30 Tage. Schaufelt ihr die Bilder auf euren Mac/PC, bleiben sie natürlich für immer erhalten, dazu müssen sie nur in ein Album gepackt werden.

Ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung ist natürlich iTunes unter iCloud. Entgegen der Gerüchte, Vermutungen und Hoffnungen, handelt es sich hierbei leider nicht um einen Streaming-Dienst. Wie schon bei den Apps und E-Books könnt ihr einmal gekaufte Songs kostenlos auf andere Devices laden. Das geschieht entweder manuell oder per “automatic downloads”. Während der Keynote wurde ein Song vom iPhone aus gekauft und landete umgehend auch auf dem iPad. Bis zu zehn Geräte können auf diese Weise mit einem einmal bezahlten Song bestückt werden.

Apple spendiert jedem Nutzer fünf Gigabyte Speicherplatz, Fotos und Songs werden hier aber nicht reingerechnet. Genau wie iOS 5 wird auch iCloud im Herbst verfügbar sein.

Abschließend wird noch iTunes Match vorgestellt – klassisch, nach einem “one more thing” von Jobs. iTunes Match ist ein Dienst, der im Gegensatz zu allen anderen iCloud-Apps 25 Dollar im Jahr kostet. Für diese Summe scannt eine Software eure Songs – und wenn sie in der iTunes-Bibliothek erkannt werden, erhalten sie die gleichen Rechte wie in iTunes gekaufte Tracks und können dann ebenfalls in iCloud verwendet werden. Statt also eine komplette Musiksammlung langwierig in die Cloud zu schaufeln, verfährt iTunes Match nur bei den Tracks so, die sich nicht unter den 18 Millionen vorhandenen Songs befinden, sollte also in einer halben Stunde gegessen sein, “anstatt in Wochen”, womit Steve Jobs süffisant zum Seitenhieb gegen Google Music ausholt. Aber auch Amazon bekommt sein Fett weg, schaut selbst auf die Grafik, die die Musikdienste von Apple, Amazon und Google gegenüberstellt:

Tja, wie kann nun ein Fazit eines Dienstes aussehen, den man nur vorgestellt bekommt, aber noch nicht ausprobieren kann? Einiges klingt wirklich großartig, einer Idee wie iTunes Match merkt man deutlich an, wieso sich der einstige Kauf von lala.com für Apple gelohnt hat, einiges anderes wiederum kennt man aber auch bereits von Google, Microsoft oder Cloud-Diensten wie Dropbox. Interessant ist dabei am Rande noch die Tatsache, dass sich lala.com damals ziemlich klar positioniert hat, was illegale Downloads anging. Beim Scannen der vorhandenen Songs wurden nämlich aus allen Liedern in jedem Fall legale Downloads, egal wo sie herstammten. Wird noch zu erörtern sein, wie iTunes Match in diese Hinsicht verfährt.

Quelle: Engadget.com

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  • http://twitter.com/Needo87 Needo

    irgendwie bitter dieser musikdienst

  • Ahja

    Muss eigentlich immer alles neu sein, bzw. noch nie dar gewesen? Entscheidend ist doch was am Ende dabei rauskommt und was der User in der Hand hat. Im Falle von iOS 5.0 ist dieser iCloud Dienst eine echte Bombe.

    Man kauft im Jahre 2009 ein iPhone 3Gs und bekommt fast 30 Monate später einen kostenlose Cloud Service für Fotos, Dokumente, Kalender, Emails, Bücher, Apps, Backups, Musik, usw, usw.

    Wo gibt es sowas sonst auch nur annähernd!? Btw. ist hier, wie so oft bei Apple, das WIE entscheidend. Dazu sollte man sich die Vorführung der Keynote mal ansehen die seit ein paar Minuten auf der Apple Webseite zur Verfügung steht.

  • Ahja

    … weil????

  • http://twitter.com/Needo87 Needo

    weil apple scheisse ist Android 4tw!

  • Ahja

    Bitte sag mir einer das dies ein ironischer Gag ist und kein kindischer Kommentar eines 12 Jährigen….

  • http://twitter.com/Needo87 Needo

    In erster Linie habe ich angst das andere Firmen keine Deals mit der “Musikinstustrie” bekommen, z.b google und Apple sich den kuchen alleine einverleibt.

  • Colton

    hmm… ich war dieses jahr besucher der cebit, verfolge das thema “CLOUD” über diverse newsseiten und stelle mir JEDES mal die frage: welcher privatanwender braucht so etwas?
    dass solche services im business-bereich wirklich von effektivem nutzen sein können, steht außer frage, aber…….wer braucht so etwas privat WIRKLICH?? bin auf feedback gespannt :D

  • Soso

    In diesem Fall geht es ja gar nicht um das “brauchen”. Apple ist ja nicht bekannt dafür technische Neuerungen zu bringen, sondern das sie es grandios Umsetzen. 

    iCloud ist so versteckt ins System integriert, das der User es nicht mitbekommt und nichts machen muss. Und es ist kostenlos und er braucht es beim ersten Start nur mit einem Tip aktivieren.

    Danach hat er eben den Vorteil, das er z.b. ein Buch auf dem iPad liest und an der gleichen Stelle auf dem iPhone weiter liest. Oder das er am iPad einen Artikel liest und am Mac steht der Artikel zum weiterlesen zur Verfügung. Oder er schiesst ein Foto mit dem iPhone und ohne das er etwas tun muss, hat er es auf dem großen iPad, am TV oder auf dem PC. Oder er  erstellt auf dem Mac ein Dokument, geht ins Wohnzimmer, schmeisst sich auf die Couch und korrigiert diese. Ohne das er etwas dafür tun muss. Oder er kauft ein neues Gerät, und beim ersten Start sagt er lediglich “von meinem alten Gerät wiederherstellen” und ohne das er es irgendwo anschliesst wird das alte Backup aufs neue Gerät gespielt. Oder er trägt etwas unterwegs etwas in den Kalender oder die Aufgabenliste ein. Und zuhause am Computer ist der Eintrag direkt vorhanden.

    Wie gesagt, alles ohne das er etwas macht. Das sind dann diese “wow” die zur hohen Kundenzufriedenheit führen. Technische Neuerungen sind für Geeks die sich darum kümmern. Die Königsdisziplin ist es, dem 0815-User sein Leben mit dem Gerät zu vereinfachen, ohne das er sich mit der Materie auseinander setzen müsste, oder lange nach solchen Funktionen erst sucht und dann kompliziert einbindet. 

  • Joh

    Die “Cloud” fängt schon mit IMAP-Mail oder halt Webmailern an und die sind bei Privatleuten mehr als beliebt. Und zwar zu Recht. Amazon erlaubt es, ein Buch auf dem Kindle anzufangen und es mit der Kindle-App auf dem iPhone an der selben Stelle weiterzulesen. Mit Google und Android hat man von überall her seine Mail, Kalender, Kontakte etc. zur Verfügung und wenn man sich ein neues Gerät kauft, gibt man seinen Google-Account ein und fertig.

    Irgendwie ist dieses “das braucht kein Mensch” immer nur ein Beweis dafür, dass das solange kein Mensch benutzt, wie es schwierig einzurichten ist. In Wirklichkeit wollen die meisten Leute aber ihre Daten möglichst automatisch gesichert und gesynct haben und wie von Zauberhand überall in exakt demselben Zustand vorfinden, ohne sich darum in irgendeiner Weise kümmern zu müssen. Sie wollen dafür aber keine Server einrichten und Accounts anlegen müssen und keine Software konfigurieren und schon gar nicht Daten zu Fuß von A nach B kopieren.

    Dass das die Zukunft auch der privaten “Computer”-Benutzung ist, steht völlig außer Frage. Und dass Apple da mit einer Rundum-Integration in iOS und Lion goldrichtig fährt, ist auch keine Frage, finde ich. Ob das gut oder schlecht wird, ist eine Frage der Details und bis man dazu etwas sagen kann, dauert es noch ein bißchen.

    Google war und ist da sicherlich Vorreiter, aber was Google immer wieder verhunzt, sind die netten Details und diese gewisse glatte Problemlosigkeit, die für “normale” Benutzer oft genug entscheidend ist. Wer sich schonmal mit Google Apps und dem ganzen  schlecht integrierten Riesenhaufen von Diensten herumgeschlagen hat, der daran hängt, der wird unmittelbar einsehen, dass das für Laien völlig unbenutzbar ist und das ist nunmal entscheidend.

    Ich gebe da Apple eine gute Chance, dass daraus etwas wird.

  • Dobbert

    ich verstehe diesen hype um das thema cloud überhaupt nicht. oder soll ich einem großem konzern alle meine daten anvertrauen und dies noch freiwillig, wie bekloppt kann man sein- verzeiht bitte meine ausdrucksweise – seine privatsphäre incl. bilder, videos, steuererklärung usw. einer datenkrake ob nun apple, amazon, google oder wer weiß noch anzuvertrauen, auf das alle sicherheitsdienste der usa vollen zugriff haben. natürlich ist dies wunschdenken der konzerne, um darum wird es einem auch so leicht gemacht. man sollte es ihnen nicht leicht machen, schließlich sind wir mündige bürger, die auch gerne mal sündigen, ohne daß big brother dies gleich mitbekommt.

  • al-bundy

    Das nennt man Paranoia. http://de.wikipedia.org/wiki/Paranoia

  • animatio

    es muss schlussendlich jeder selber wisssen, wie schizophren es ist, real zu hause vor dem nachbarn die fensterläden von wegen privatspähre dichtzumachen und digital sich dann dauernd von schlecht definierten konzernen freiwillig bis unter die unterhose schauen zu lassen … weil es sogenannt bequermer ist.

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  • morinas

    Niemand zwingt einem bei diesem Müll mitzumachen. Mal sehen, ob es mal so weit kommt wie mit den PS3-Accounts, dann mal gute Nacht. :)  Es gibt momentan genug “iAM`s” die gedankenlos jeden Schritt mitmachen. Also wird sich dieser Cloud, sei es von Microsoft, Google oder Apple durchsetzen. 

  • http://twitter.com/NotPeeSee N.P.C.

     Juhu. Ein konstruktiver Beitrag!

    Ach ne, doch nicht…

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