By Roland
22 Apr, 2009 8:36 pm
Wir lachen uns gerade per ICQ schlapp. Da hat der Sascha doch beim Durchforsten der Ausstellerlisten für die Computex glatt einen niedlichen Klon des Acer Aspire One aufgetan. Das schon auf den ersten Blick bekannt wirkende Gerät stammt ausnahmsweise mal nicht aus China, sondern aus Taiwan – der Dreistigkeit der leider nicht sonderlich kreativen Nachahmer tut dies allerdings keineswegs Abbruch.
Die Firma Wanxin, selbst offenbar eher ein kleines Licht am Computer-Himmel, will mit ihrem “H1 Netbook” offenbar ganz nach oben. Die Voraussetzungen dafür sind allerdings mehr als mies. Das H1 ist nichts anderes als ein besserer (?) PDA im Gewand des Acer Aspire One. Und das im wahrsten Sinne des Wortes.
Die Abmaße stimmen mit 248 x 170 x 28 Millimetern (BxTxH) fast auf den Millimeter genau mit Acers Aspire One der ersten Generation überein. Die Äußerlichkeiten sprechen zudem eine eindeutige Design-Sprache. Zwar spricht Wanxin vorlaut von “self-design”, doch mehr als einen fast perfekten Abklatsch des Acer Aspire One hat man dann doch nicht hinbekommen.
Bei der Hardware nimmt man praktisch alles, was gerade noch so auf Halde lag. Das 9-Zoll-Display wird zwar von LEDs beleuchtet, bietet aber nur eine Auflösung von 800 x 480 Pixeln. Statt eines Intel Atom kommt eine nicht näher spezifizierte CPU von Samsung zum Einsatz, die definitiv überhaupt gar nicht x86-kompatibel sein dürfte. Dementsprechend ist auch kein Windows XP als Betriebssystem im Einsatz, sondern Windows CE in der Version 6.0 – immerhin nicht 5.x

Links die Fälschung, Rechts das Original (Zum Vergrößern klicken!)
Wanxin spendiert dem Gerät 3 USB-Ports WLAN, Ethernet und ein 4 oder 8 Gigabyte Flash-Speicher. Die Akku-Kapazität gibt das Unternehmen mit 2100 oder 4200 mAh an. Insgesamt ist das Teil damit aber keineswegs besonders leicht, sondern bringt immer noch ganze 950 Gramm auf die Waage.
Optional besteht außerdem die Möglichkeit, ein GSM/GPRS-Modul, einen RS232-Anschluss (!!!), einen VGA-Anschluss und eine 0,3-Megapixel-Webcam verbauen zu lassen. Geil oder? Was an der Kiste nun selbst designt sein soll, fragt man sich wohl nicht ohne Grund. Immerhin hätten die Plagiatsfahnder auf der CeBIT diesmal wirklich Grund einzuschreiten, statt immer nur die selben langweiligen MP3-Patente durchzusetzen.
Wem das Wanxin H1 mit seinem sicherlich sehr niedrigen Preis noch nicht abartig genug ist, kann sich ja mal das Wanxin U1 ansehen – DAS ist mal eine krumme Krücke. Beim Leipziger Versender Cyperport gibt es den 189 Euro
Und zum Abschied nochmal die Specs in voller Pracht:
[Quelle: Wanxin]















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