By Casi
01 Oct, 2011 12:00 pm
Update:
Die Researcher von IHS iSuppli haben sich nicht zufriedengegeben mit der Zahl von etwa 50 Dollar, die Amazon pro Tablet draufzahlt, sondern wollten es ganz genau wissen und haben daher folgende Rechnung für die einzelnen Komponenten aufgestellt:
Demnach zahlt Amazon in der Herstellung 209,63 Dollar für ein Gerät, welches 199 Dollar einbringt. 191,65 Dollar kosten dabei die einzelnen Bauteile, der Rest sind die Herstellungskosten. Wirkt auf den ersten Blick weniger dramatisch als die prognostizierten 50 Dollar, aber natürlich fehlen hier auch noch einige Posten, die nochmal reinhauen. So fehlt hier noch die komplette Logistik und jegliche Werbe-Maßnahme und alles andere, was mit dem Marketing zusammenhängt. Quelle: iSuppli via Thenextweb (/Update)
Das neue Tablet von Amazon bestimmt seit gestern die tech-affinen Medien und ist als vermeintlicher iPad-Killer sogar in den “normalen” Nachrichten ein Thema. Haben wir uns vor einer Weile noch skeptisch geäußert angesichts der eher durchschnittlichen Specs, müssen wir uns wohl eines Besseren belehren lassen: Das Amazon Kindle Fire ist zum einen anders ausgerichtet als das iPad – eine reine Konsum-Maschine: keine Fotos, kein Telefonieren, kein Video-Chat – dafür aber tonnenweise Songs, Bücher, TV-Serien, Filme und Apps. Zum anderen will man aber auch über den Preis der Schindel aus Cupertino die Kundschaft abgraben. Mit 199 Dollar kostet das Teil immerhin nur die Hälfte eines iPads, je nach iPad-Version sogar weit weniger.
Es ist aber nicht nur das Weglassen von Bauteilen wie Cams, Micros oder Speicherkarten-Slots, die das Tablet so preiswert machen. Wie jetzt Gene Munster – Analyst bei Piper Jaffray – verkündet, geht er davon aus, dass Amazon mit jedem verkauften Kindle Fire so round about 50 Dollar Verlust macht. Das deckt sich mit dem, was viele schon im Vorfeld vermutet haben – und was sich Amazon auch durchaus erlauben kann.
Das Unternehmen könnte es gelingen, mit diesem Gerät die Kunden langfristig an Amazon zu binden. Dank des gewaltigen Content-Angebots und der Dienste wie dem Cloud Service und Amazon Prime kann sich der Tablet-Neuling berechtigte Hoffnung machen, auf diesem Weg die ganze Kohle – und noch mehr – wieder reinzuholen. Allein schon aus diesem Grund befindet man sich viel eher auf Augenhöhe mit Apple, als das Konkurrenten wie Samsung, HTC und Co von sich behaupten könnten – und deshalb ist ein technisch eher mittelmäßiges Tablet vermutlich tatsächlich schon bald dabei, kräftig am von Apple besetzten Tablet-Thron zu sägen – oder was meint ihr?
Quelle: Appleinsider via Tabletblog.de














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