Home > Tablets > Amazon > Amazon Kindle Fire: Macht Amazon bei jedem Tablet 50 Dollar Verlust *Update:Herstellung kostet 209,63 Dollar*

Amazon Kindle Fire: Macht Amazon bei jedem Tablet 50 Dollar Verlust *Update:Herstellung kostet 209,63 Dollar*

By
01 Oct, 2011 12:00 pm

26 Comments

Update:

Die Researcher von IHS iSuppli haben sich nicht zufriedengegeben mit der Zahl von etwa 50 Dollar, die Amazon pro Tablet draufzahlt, sondern wollten es ganz genau wissen und haben daher folgende Rechnung für die einzelnen Komponenten aufgestellt:

Demnach zahlt Amazon in der Herstellung 209,63 Dollar für ein Gerät, welches 199 Dollar einbringt. 191,65 Dollar kosten dabei die einzelnen Bauteile, der Rest sind die Herstellungskosten. Wirkt auf den ersten Blick weniger dramatisch als die prognostizierten 50 Dollar, aber natürlich fehlen hier auch noch einige Posten, die nochmal reinhauen. So fehlt hier noch die komplette Logistik und jegliche Werbe-Maßnahme und alles andere, was mit dem Marketing zusammenhängt. Quelle: iSuppli via Thenextweb   (/Update)

Das neue Tablet von Amazon bestimmt seit gestern die tech-affinen Medien und ist als vermeintlicher iPad-Killer sogar in den “normalen” Nachrichten ein Thema. Haben wir uns vor einer Weile noch skeptisch geäußert angesichts der eher durchschnittlichen Specs, müssen wir uns wohl eines Besseren belehren lassen: Das Amazon Kindle Fire ist zum einen anders ausgerichtet als das iPad – eine reine Konsum-Maschine: keine Fotos, kein Telefonieren, kein Video-Chat – dafür aber tonnenweise Songs, Bücher, TV-Serien, Filme und Apps. Zum anderen will man aber auch über den Preis der Schindel aus Cupertino die Kundschaft abgraben. Mit 199 Dollar kostet das Teil immerhin nur die Hälfte eines iPads, je nach iPad-Version sogar weit weniger.

Es ist aber nicht nur das Weglassen von Bauteilen wie Cams, Micros oder Speicherkarten-Slots, die das Tablet so preiswert machen. Wie jetzt Gene Munster – Analyst bei Piper Jaffray – verkündet, geht er davon aus, dass Amazon mit jedem verkauften Kindle Fire so round about 50 Dollar Verlust macht. Das deckt sich mit dem, was viele schon im Vorfeld vermutet haben – und was sich Amazon auch durchaus erlauben kann.

Das Unternehmen könnte es gelingen, mit diesem Gerät die Kunden langfristig an Amazon zu binden. Dank des gewaltigen Content-Angebots und der Dienste wie dem Cloud Service und Amazon Prime kann sich der Tablet-Neuling berechtigte Hoffnung machen, auf diesem Weg die ganze Kohle – und noch mehr – wieder reinzuholen. Allein schon aus diesem Grund befindet man sich viel eher auf Augenhöhe mit Apple, als das Konkurrenten wie Samsung, HTC und Co von sich behaupten könnten – und deshalb ist ein technisch eher mittelmäßiges Tablet vermutlich tatsächlich schon bald dabei, kräftig am von Apple besetzten Tablet-Thron zu sägen – oder was meint ihr?

Quelle: Appleinsider via Tabletblog.de

  • Robert Hillier

    Zunächst klang das Pad ja sehr gut. Aber es sollte doch zumindest viele der Funktionen vom Ipad beherrschen. Dann könnte es als “zweite” Ipad noch taugen. 
    Wie die Welt heute ist. Hauptrechner, Notebook, Zweitnetbook, Ipad, Ipod, Iphone und noch ein Zweitpad.

  • Mister Richert

    Ok, iPad, iPhone, iPod, oder dreimal das gleiche Gerät, mit dem Unterschied mit einem kann man telefonieren, mit dem anderen eigentlich nicht und das andere hat nen größeren Bilschirm, oder? Wo ist denn bitte der Mobilitätsgedanke geblieben, alle reden von leicht und unltraportable und im endeffekt nehme ich anstatt Notebook und telefon zig Geräte mit wenn ich aus dem Haus gehe. ICh will doch nur vernüftige Notebooks mit ansprechender Leistung und Ausstattung mit bitte nicht mehr als 2,5 Kg Gewicht und für den Rest ein Smartphone mit einem guten Display um die 4″ und einem großen Akku, das auch mal ein Tag richtig heftige BEnutzung durchhält. Der Hersteller der mir das bietet, kriegt mein Geld gerne, egal wer es ist und ich komme mir nicht vor wie bei der Wahl zwischen Pest und Cholera, will ich Leistung oder Laufzeit?

  • http://tblt.de Daniil Matzkuhn

    Galaxy S2 mit vernünftigem Kernel (oder alternativ dem originalen 2000mAh Akku) hält einen Tag bei mir durch. Das sind 4 eMail Konten im 10 Minuten-Takt, Facebook, Twitter, Whatsapp auf Push, dazu ne halbe stunde surfen, 10 SMS. Passt.

  • http://www.facebook.com/people/Charlton-Hn/100001370253793 Charlton Hn

    Da Amazon in Zukunft exakt weiß, welche Bücher und Zeitschriften wir lesen, welche Musik wir bevorzugen und Filme wir mögen, außerdem unsere Internetvorlieben kennt, können sie die Werbung und “Empfehlungen” ebenso exakt auf uns abstimmen und uns zu noch besseren Konsumenten formen. Denn nichts anderes ist dieses Device, ein Konsumgerät. Eigentlich sollte es vollständig kostenlos sein und in Supermärkten und Kiosken zur unentgeltlichen Mitnahme ausliegen.

    Schon lustig, dass ein Unternehmen mehr über einzelne Personen weiß als sonst jemand, vielleicht sogar als die Person selbst, wenn das Unternehmen mit schlauen Algorithmen das Nutzerverhalten und -interesse zu prognostizieren in der Lage ist und der Nutzer irgendwann dem Urteil des Unternehmens mehr vertraut als dem eigenen – falls solche Denkprozesse überhaupt noch stattfinden und er nicht blind nach allem greift, was ihm vorgeschlagen wird. Brave new world. Aber wir wollen es ja so. Das ist überhaupt das Beste an der ganzen Entwicklung. Wir wollen es. Man hält uns, die wir zu ewigen, impulsgesteuerten Kindern erzogen wurden, weil das das Ideal jeder Konsumgesellschaft ist, das glänzende Spielzeug vor die Nase und wir wollen, wollen, wollen es.

  • Anonymous

    meiner meinung nach knabbert amazon nicht nur am apple sonder vor allem am android kuchen.
    apple verkauft sich den apple fans als high tech produkt das eben etwas mehr kosten darf. falls anfang nächsten jahres ein retina ipad raus kommt sogar mit einem deutlichen alleinstellungsmerkmal.
    im, für den laien eher schlecht überschaubaren android markt ist es dagegen ein einfach ziemlich günstiges tablet….

  • otu kendu

    Ich hab gehofft Amazon macht es besser wie die anderen. Ein  7-Zoll Tablet ist ein Krampf. Ich habe seit ca. 6 Monaten den Huawei Ideos S7 und bin von diesem Formfaktor enttäuscht. Schonmal versucht eine PDF auf dem Galaxy Tab zu lesen? Ich finde 7″ mit 16:9 ist nichts.

  • Anonymous

    Ich glaub nicht das Apple, soviele Kunden verlieren wird, weil Apple schon einen riesen Vorsprung hat. Andererseits Apple Podukte haben einen Ikonen Status.
    nicht zu vergessen, unsere lieben Medien, auch wenn unabsichtlich, tragen sie zum Apple’s Erfolg wesentlich bei, Weltweit wird im fernsehen,Zeitungen & Zeitschriften usw …überall für Apple beworben, als ob es gesetzlich vorgeschrieben wäre ,jeder neue tablet pc oder smartphone wird sofort mit Apple Produkten verglichen, ein anderer punkt ist, das die”IOS” Produkte auch von jedermann kinderleicht zu bedienen sind, und deshalb von jedermann ohne technischen wissen operiert werden können. (sogar meine 8 Jahre alte tochter benutzt das iPhone ohne Schwierigkeiten)
    Fazit; so leicht wird Apple seinen Marktanteil nicht verlieren.

  • http://twitter.com/Technikfaultier Technikfaultier

    Ich lehn mich mal aus dem Fenster und sage, dass 95% der Kindle Fire Käufer gleichzeitig auch US Prime Kunden sind/werden. Da kann man ja fast schon die 79,- Dollar dafür noch hinzuzählen. Klar, davon zahlt Amazon noch einen Haufen an die Rechteinhaber, aber das dämpft schon mal direkt den “Verlust” von Amazon pro Fire. 
    Zumindest bis nach der 1.Stunde dann 4-5 Kindle Bücher und 2,3 Alben gekauft wurden ;o)

  • Anonymous

    Ich glaube es macht das, was 90% der Leute von nem Tablet haben wollen:
    semimobil (=couch) Medien sowie Internet konsumieren + ein wenig spielen und das alles in vernünftiger Qualität.
    Das teilt sich dann noch auf in die Leute die unbedingt immer das hippste Zeug haben wollen, die zahlen 500€+ und gehen zu Apple. Und die anderen, die nicht bereit sind, 500€ für Spielzeug auszugeben (siehe Netbooks), sehr wohl aber 100-200€ für etwas, das auch funktioniert.
    Es wird immer einige geben, die ein paar Sonderwünsche haben (ich z.B. würde so ein Tablet gerne für Präsentationen nutzen, dem Kindle fehlt dazu aber offensichtlich der Ausgang dazu) aber wie gesagt, 90% der Normalnutzer werden das nie brauchen.

  • Michael Stöcker

    Hallo,

    die Logistik Kosten sind doch im Beispiel schon drin. Die EMS Margin sind doch die Kosten pro Stück für die Lieferung durch die chinisische Paketpost. Sollte also da die Dinger ja vermutlich über den Seeweg mit Containerschiffen kommen, wesentlich billiger sein. Ein Container von China bis Deutschland kostet 1000 – 2000 Euro, da passen aber zig tausende der Amazon Fire rein. Transportkosten pro Stück sind also nicht so groß. Der Landtransport der Container kostet dann zwar auch nochmal, da hat Amazon ja bestimmt auch alles im Griff. Wenn dann noch 1 Dollar pro Gerät an Transportkosten übrig bleibt, sollte das schon hoch gegriffen sein (vom Fabrikanten zu Amazon). 

  • Anonymous

    Hier zeigt sich m. Mn., dass HP goldrichtig damit liegt, aus dem Hardware-Geschäft und ganz speziell aus dem Tablet-Markt auszusteigen. Da sind heute nur noch geringe Margen drin und sowas macht es nicht besser. Das Kindle-Tablet macht die Preise für die anderen Hersteller kaputt und die werden damit schon sehr bald ein Problem bekommen.

    Ein Tablet oder ein Notebook aus Standardkomponenten zusammenzuklopfen ist heute keine Hexerei mehr (oder seriöser ausgedrückt: Kernkompetenz), das kann jeder und damit ist hier kein Geld mehr zu machen. Einziges nachhaltiges Differenzierungsmerkmal scheint mir hier tatsächlich ein *eigenes* Ökosystem zu sein. 

    199 $ sind der Benchmark und ich bezweifle ganz stark, dass Acer, Asus und wie sie alle heißen sehr viel höhere (und damit kostendeckende) Preise am Markt durchsetzen können.

  • Pingback: Amaon Kindle Fire Herstellungskosten betragen $209,63

  • Anonymous

    meine 4 jährige tochter konnte auch windows bedienen – so viel leichter ist IOS nicht, auch nicht bei phones.
    was – neben doch guten produkten – apple geschafft hat, ist vor allem die konventionellen medien leute und die halbwissenden zu gewinnen (sind das eigentlich 2 kategorien?) , so tauchen dann die teile überall auf.

  • Anonymous

    Die 50 Dollar Verlust sind wohl nicht verkehrt. Du hast zwar Recht das der Transport mit vielleicht 1-2 Dollar sehr gering sein dürfte, aber Du hast die Lagerhaltung, Personalkosten für den Vertrieb und auch der Paketversand auch noch rein müssen. Dann bist zwar immer noch nicht bei den 50 Dollar, aber der wichtigste Posten kommt ja erst noch! Die VAT oder in Deutschland Umsatzsteuer (eher bekannt als Mehrwertsteuer). Und schwuppdiwupp bist Du bei den 50 Dollar!

  • Anonymous

    ups, wer hat sich da gerade verrechnet?

    kennst du amazon?
    1. das unternehmen gibt es schon und die verkaufen schon einiges!
    die zusatzkosten sind also sehr gering für ein zusatzprodukt, wenn man vertriebswege und logistik schon aufgebaut hat und sowieso für massen anderen produklte nutzt.

    2. woher weisst du, das die produktionskosten aus obiger liste ohne mehrwertsteuer sind? wenn die enthalten ist, kann man die gegenrechnen zu deiner umsatzsteuer beim verkauf.

  • Anonymous

     ja klar, aber er redet von 1 tag benutzung, das S2 hat selbst mit grösseren akku probleme bei 6 h display an!

  • http://pulse.yahoo.com/_TX5K55YMJPQCSYB5GZGFNW2P6A Amko

    Es werden so viele Leute, wegen diesem Tab, Musik Filme und co von Amazon kaufen, so, dass es sich locker deckt.

    Für Leute wie mich, die damit rumspielen wollen (Hoffentlich Custom Roms usw^^) ist das natürlich ein “guter Fang” :)

  • Michael Stöcker

    So oder so. Ich glaube kaum, das wir das Tab hier in Deutschland für den selben Preis bekommen. Laut Währungsrechner wären das aufgerundet 150 Euro. Unter 199 Euro kommen wir in Deutschland vermutlich eh nicht weg, und zahlen damit schonmal wieder wie fast immer mehr als die anderen.

  • Pingback: Kindle Fire: Amazon zahlt drauf

  • Pingback: Kindle Fire: Kostet Amazon in der Herstellung 209,63€, wird aber für 199€ verkauft | androidnews

  • Anonymous

    weil in dollar IMMER ohne steuer kalkuliert wird ;)

  • Anonymous

    das argument gilt dann aber nicht für die extra kosten mit deutscher mehrwertsteuer (habe dollar vorher nicht gesehen, könntest du mit sehr hoher chance da also recht haben). denn durch den eurokurs macht amazon in deutschland ja dann auch einen deutlich höheren “relativen” verkaufspreis was die mehrwertsteuer dicke kompensieren sollte.

  • Pingback: Analyse: Amazons Kindle Fire ist der iPad Konkurrent Nummer 1 » Netbooknews.de - das Netbook Blog

  • Pingback: Warum es fast egal ist, wie hoch der Verlust pro verkauftem Amazon Kindle Fire ist | TechBanger.de

  • Pingback: Bringt Google ein 7" Nexus Tablet für ca. 200$?

  • Pingback: gonline.at