By Roland
20 Oct, 2011 3:00 pm
Intels Atom-Geschäft und somit auch der Netbook-Markt bekommen immer mehr Probleme. Der Umsatz mit den Atom-Prozessoren im dritten Quartal 2011, das für Intel sonst extrem erfolgreich verlief, ging auf nur noch 269 Millionen Dollar zurück. Im Jahresvergleich entspricht dies einem Einbruch um 32 Prozent. Im Vergleich zum vorangegangenen Quartal waren es immer noch 24 Prozent weniger. Im gesamten Jahr 2010 hatte Intel immerhin noch 1,6 Milliarden Dollar mit den Atoms umgesetzt. Intel-Chef Otellini gestand dementsprechend während des Konferenzgesprächs zu den Geschäftszahlen jüngst auch ein, dass der Einbruch bei den Atom-Verkäufen in direktem Zusammenhang mit den sinkenden Netbook-Verkaufszahlen steht.
Generell sieht Intel sich allerdings weiterhin für den Netbook-Markt gut gerüstet. Mit seinem “30-Dollar-Prozessor” halte man weiterhin den Löwenanteil des Marktes und fahre zudem ordentliche Gewinnspannen ein. AMD könne da trotz seiner “20-Dollar-Prozessoren” der Low-End Fusion-Reihe nicht mithalten, weshalb man davon ausgeht, trotz der höheren Preise weiterhin konkurrenzfähig bleiben zu können. Gerade die “gute Performance” (wtf?!) und der “große Funktionsumfang” (wtfwtf?!) sprächen für die Atom-CPUs, so Intels Finanzschefin Stacy Smith. Außerdem könne Intel zuverlässig liefern, was wohl ein Seitenhieb in Richtung AMD war, weil der Konkurrent mit Lieferengpässen bei den von TSMC produzierten AMD C-50 und E-350 Prozessoren zu kämpfen hatte.
Auch im bevorstehenden Wettbewerb mit den ARM- und MIPS-SoCs sei der Atom gut aufgestellt, wobei Otellini und Co auf die kommenden Medfield-Atoms für Tablets verwiesen. Insgesamt bürge das Atom-Geschäft für Intel also mehr Chancen als Risiken, weshalb man natürlich daran festhalten will. Für die Zukunft setzt Intel unter anderem auf seinen neuen 22-Nanometer-Fertigungsprozess und die ersten Smartphones mit Atom-Prozessoren, die im kommenden Jahr “von mehereren Herstellern” zu erwarten sein sollen. Wenn Intel den Mund da mal nicht verdammt voll nimmt, denn eine Reihe von Herstellern bieten inzwischen auch AMD-Netbooks an, deren Zahl stetig steigt, weil die Chips noch mehr Leistung und vor allem eine bessere Grafik-Performance bieten können.
Quelle: Heise













