By Casi
21 Oct, 2011 3:00 pm
Manchmal macht es mich richtig sauer, manchmal nickt man es mittlerweile nur noch teilnahmslos ab – aber in diesem Fall face-palmiere ich hier lustig vor mich hin, wenn ich im General-Anzeiger lese, welche Auswüchse die Applesche Paranoia mittlerweile nimmt. Die Jungs aus Cupertino haben bekanntlich immer mindestens ein Auge drauf, wer sich an seinem Produktdesign, an Apple-Innovationen, dem Logo oder was auch immer bereichern möchte. Das ist auch das gute Recht des Unternehmens, fraglos. Aber manchmal – wie in diesem Fall (Fail?) – geht es zumindest mir persönlich doch ein Stückchen zu weit. Es geht um ein kinderfreundliches Familien-Café in Bonn, welches sich Apfelkind nennt und – Überraschung – einen Apfel im Logo trägt. Dieses Logo hat man sich als Wort-Bild-Marke schützen lassen und genau dagegen geht Apple nun vor.
Apfelkind hat sich die Marke zum Beispiel für Mode und vor allem Dienstleistungen schützen lassen und ich kann mir nicht helfen: mir erschließt sich einfach nicht, wo sich ein kalifornischer Computer-Gigant und eine Bonner Kuchen-Klitsche ins Gehege kommen können. So beeindruckend die Leistung Apples auch sein mag, jede noch so kleine Bude in diesem Universum ausfindig zu machen: Ich bin der Meinung, dass man hier einige Schritte zu weit geht. Weder sehe ich eine Verwechslungsgefahr im Namen oder im Logo, noch habe ich das Gefühl, dass sich auch nur eine Waffel oder ein Stück Apfelkuchen mehr verkauft, weil die hungrige Familie im Café versehentlich denkt, eigentlich gerade ein iPhone oder nen Mac gekauft zu haben. Wäre klasse, wenn sich die hellen Köpfe in Cupertino mal wieder aus diesem Patent- und Marken-Schlachtfeld zurückziehen und ihre Gehirne mal wieder dazu einsetzen, innovative und dicke Technik an den Start zu bringen.
Quelle: General-Anzeiger














Pingback: Magitek.de » Apple arbeitet zur Zeit wirklich hart daran, das eigene Image zu ruinieren