By Matze
13 May, 2009 1:56 pm
Dass Massenspeicher auf Basis der Flashspeicher-Technologie kleiner, leichter und stromsparender sind, als die herkömmlichen magnetischen Festplatten sollte sich ja mittlerweile herumgesprochen haben. In einem Video von JKK konnte man letzte Woche bereits sehen, dass SSD-Festplatten teilweise die Daten deutlich schneller lesen und schreiben können und so dem Betriebssystem und der allgemeinen Performance einen enormen Schub verleihen. Doch wie sieht es mit den SSDs am Mini-PCIe Port aus? Ist auch bei diesen eine soviel höhere Geschwindigkeit zu erwarten, lohnt sich die Anschaffung und für welches Modell sollte ich mich entscheiden?
Diesen Fragen ist der Kollege Sven Kaulfuss vom Cyberbloc nachgegangen, indem er den Original-Speicher aus dem Eee PC 900A mit einer Runcore-Mini und einer Patriot-Lite SSD verglichen hat, welche ihm Sascha während des Mobile Barcamp in Dresden gegeben hat.
Der Einbau der Platten ist, da man ja nur zwei Schrauben lösen muss, recht einfach. Dagegen nimmt es ziemlich viel Zeit in Anspruch, ein Windows System auf drei Festplatten zu installieren.
Zuerst war wohl die Runcore an der Reihe, die ein so gutes Gefühl vermittelt hat, dass Sven die Performance direkt in einem Video festgehalten hat. Ähnlich wie JKK lässt er das System und einige Programme starten und herunterfahren, was auch ziemlich flott aussieht.
Tja, und dass dieses Gefühl nicht aus der Luft gegriffen ist sieht man dann auch an den Benchmarks. Es ist zwar ein bisschen erstaunlich, dass die speziell für den Eee PC entwickelten Patriot SSDs noch langsamer sind als die Original von Asus verbauten, aber ich gehe nicht davon aus, dass der Testablauf fehlerhaft ist.
Der Geschwindigkeitsvorteil des Runcore Speichers ist allerdings enorm, vor allem bei Schreibvorgängen. Der Nachteil liegt natürlich auf der Hand: es ist der Preis. Die getestete Version mit 64 GB kostet bereits 220 €, wohingegen die Patriot mit dem selben Fassungsvermögen nur 180 € kostet. Sofern man mit dem Kauf einer SSD liebäugelt, sollte man die in diesem Fall fälligen 40 € Mehrpreis eventuell investieren, denn – wie Sven selbst sagt- man hat das Gefühl, an einem völlig neuen System zu arbeiten.
(Besten Dank an Cyberbloc)












