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Video: Netbooks und Nettops ueberall

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16 May, 2009 8:12 am

10 Comments

Ich krame jetzt mal ganz frech ein 1 Jahr altes Video von Intel raus, welches damals als Marketingkampagne fuer zukuenftige Netbooks und Nettops gedacht war. Wie doch die Zeit vergeht… damals noch ne fixe Idee und nun schon Realitaet (was Intel auch nicht wirklich schmeckt, verringern die guenstigen Plattformen doch die Margen erheblich). 12 Monate spaeter und 18 Monate nach dem ich mein erstes Netbook Blog mit Eeepcnews.de startete, haben Netbooks und Nettops den Planeten erobert. Mission accomplished? Noch lange nicht, aber nen virtuellen Champagner spendiere ich euch allen schon einmal. Prost, cheers und auf die naechsten spannenden Monate, faengt doch mein Netbook Jahr immer erst mit der Computex im Juni an (ich sollte nen neuen Kalender entwerfen):

  • Koolshen

    Ja, aber genauso schnell wird es mit Netbooks auch wieder abwärts gehen, zumindest in der westlichen Welt. Dafür gibt es drei Gründe:

    1. Der Markt ist gesättigt. Die Verkaufszahlen lassen nicht nur bei Notebooks allgemein, sondern auch bei Netbooks speziell nach. D.h. nur Verbesserungen bzw. technische Neuerungen lassen sich dann noch an den Mann bringen. Dazu gehört unweigerlich auch eine Tendenz zum “richtigen” Notebook.

    2. Das Auftreten von “Thin and Light”-Notebooks, oder Intels neuestes Akronym CULV. Liegen die Eintrittspreise schon jetzt bzw. sehr bald bei 600 Euro, werden sich diese Preise schon sehr bald an die 500Euro-Marke annähern. Warum der normale Verbraucher lieber so ein Laptop kaufen will, statt ein Netbook? Weil er den Mehrnutzen von 100 Euro klar und deutlich sieht.
    Entgegen uns technisch Interessierten hier, will der Normalverbraucher keine Notebooks sammeln. Je weniger desto besser. Ein “Thin and Light”-Gerät kann das normale Notebook ablösen, beim Netbook geht das nur mit Kompromissen.

    3. Der Erfolg von Smartphones. Übernehmen Notebooks von oben potenzielle Käufer der Netbooks, so tun dies von unten die Smartphones. Man kann ein Netbook eben nicht überall dabei haben und zum Abrufen der Email reicht inzwischen so gut wie jedes Mobiltelefon.
    So ergänzen sich Smartphone und Notebook sehr gut.

    Fazit: Netbooks werden uns bestimmt noch einige Zeit erhalten bleiben, aber Verkaufsrekorde wird man mit ihnen nicht mehr feiern können. Vielmehr werden sie in nicht allzu ferner Zukunft ein Nischendasein fristen, was aber auch nicht schlimm ist.
    Denn die Netbooks sind eine Zwischenstufe in der Notebook-Evolution für ein Ziel, das sich viele gewünscht haben: Ultraportable Notebooks zu günstigen Preisen. 2006 habe ich für ein Dell Latitude X1, welches damals eines der günstigsten seiner Klasse war, 1600 Euro bezahlt (manche haben für die baugleiche Samsung-Version gar über 2000 hingeblättert). Heute sind es 600 Euro, die man für ein ähnliches Gerät bezahlt! Das ist für mich der wahre Erfolg der Netbooks.

    P.S. Ich habe mit dem 1000H ein Netbook und prinzipiell reicht mir das auch mehr, als ich vor dem Kauf dachte. Aber dennoch könnte ich mir vorstellen, dass auch das Marketing der Hersteller alles tun wird, um, wahrscheinlich im Sinne Intels, das “ungeliebte Kind” abzulösen.

  • Koolshen

    Ja, aber genauso schnell wird es mit Netbooks auch wieder abwärts gehen, zumindest in der westlichen Welt. Dafür gibt es drei Gründe:

    1. Der Markt ist gesättigt. Die Verkaufszahlen lassen nicht nur bei Notebooks allgemein, sondern auch bei Netbooks speziell nach. D.h. nur Verbesserungen bzw. technische Neuerungen lassen sich dann noch an den Mann bringen. Dazu gehört unweigerlich auch eine Tendenz zum “richtigen” Notebook.

    2. Das Auftreten von “Thin and Light”-Notebooks, oder Intels neuestes Akronym CULV. Liegen die Eintrittspreise schon jetzt bzw. sehr bald bei 600 Euro, werden sich diese Preise schon sehr bald an die 500Euro-Marke annähern. Warum der normale Verbraucher lieber so ein Laptop kaufen will, statt ein Netbook? Weil er den Mehrnutzen von 100 Euro klar und deutlich sieht.
    Entgegen uns technisch Interessierten hier, will der Normalverbraucher keine Notebooks sammeln. Je weniger desto besser. Ein “Thin and Light”-Gerät kann das normale Notebook ablösen, beim Netbook geht das nur mit Kompromissen.

    3. Der Erfolg von Smartphones. Übernehmen Notebooks von oben potenzielle Käufer der Netbooks, so tun dies von unten die Smartphones. Man kann ein Netbook eben nicht überall dabei haben und zum Abrufen der Email reicht inzwischen so gut wie jedes Mobiltelefon.
    So ergänzen sich Smartphone und Notebook sehr gut.

    Fazit: Netbooks werden uns bestimmt noch einige Zeit erhalten bleiben, aber Verkaufsrekorde wird man mit ihnen nicht mehr feiern können. Vielmehr werden sie in nicht allzu ferner Zukunft ein Nischendasein fristen, was aber auch nicht schlimm ist.
    Denn die Netbooks sind eine Zwischenstufe in der Notebook-Evolution für ein Ziel, das sich viele gewünscht haben: Ultraportable Notebooks zu günstigen Preisen. 2006 habe ich für ein Dell Latitude X1, welches damals eines der günstigsten seiner Klasse war, 1600 Euro bezahlt (manche haben für die baugleiche Samsung-Version gar über 2000 hingeblättert). Heute sind es 600 Euro, die man für ein ähnliches Gerät bezahlt! Das ist für mich der wahre Erfolg der Netbooks.

    P.S. Ich habe mit dem 1000H ein Netbook und prinzipiell reicht mir das auch mehr, als ich vor dem Kauf dachte. Aber dennoch könnte ich mir vorstellen, dass auch das Marketing der Hersteller alles tun wird, um, wahrscheinlich im Sinne Intels, das “ungeliebte Kind” abzulösen.

  • Chris

    Da ist zwar viel Wahres dran, aber dennoch steckt im Markt noch einiges an Potential für Netbooks. Ganz so schnell hat sich das noch nicht erledigt. Den Knackpunkt sehe ich im Moment bei den noch immer sehr hohen Kosten für UMTS/3G Flatrates. Sobald sich die Provider endlich dazu herablassen, sich mit ihrer Preispolitik noch etwas mehr an die Vorstellungen ihrer potentiellen Kundschaft anzunähern, wird in diesem Bereich nochmal ein ansehnliches Potential freigesetzt werden und gut designte 10-12″ Modelle mit integriertem 3G Modem, HD Fähigkeit und sehr langen Akkulaufzeiten werden sich verkaufen, wie geschnitten Brot.

    Ansonsten denke ich auch, das langfristig der Trend hin zu 12-16″ Notebooks ohne optische Laufwerke, aber im superschlanken, leichten Design mit stromsparenden Prozessoren und sehr langen Akkulaufzeiten gehen wird. Die Anfänge davon sieht man jetzt bereits bei den neuen Modellen von MSI und Co.

  • Chris

    Da ist zwar viel Wahres dran, aber dennoch steckt im Markt noch einiges an Potential für Netbooks. Ganz so schnell hat sich das noch nicht erledigt. Den Knackpunkt sehe ich im Moment bei den noch immer sehr hohen Kosten für UMTS/3G Flatrates. Sobald sich die Provider endlich dazu herablassen, sich mit ihrer Preispolitik noch etwas mehr an die Vorstellungen ihrer potentiellen Kundschaft anzunähern, wird in diesem Bereich nochmal ein ansehnliches Potential freigesetzt werden und gut designte 10-12″ Modelle mit integriertem 3G Modem, HD Fähigkeit und sehr langen Akkulaufzeiten werden sich verkaufen, wie geschnitten Brot.

    Ansonsten denke ich auch, das langfristig der Trend hin zu 12-16″ Notebooks ohne optische Laufwerke, aber im superschlanken, leichten Design mit stromsparenden Prozessoren und sehr langen Akkulaufzeiten gehen wird. Die Anfänge davon sieht man jetzt bereits bei den neuen Modellen von MSI und Co.

  • Kronos

    Koolshen In großen Teilen muss ich dir zustimmen.
    Natürlich jedoch nicht komplett ;)

    Der größte Knackpunkt mMn ist Intel selber, bzw dass Intel nicht will dass sich derAtom gut verkauft, ich erinnere nur an Aussagen so mancher CEOs “dass wir sowas überhaupt bauen ist ein Wunder”

    Dann der Chipsatz, und die Blockade gegenüber ION

    Dann die Beschränkung auf 10,2″ für den “nicht MID Atom” bzw der grottige Chipsatz des Z Atoms – oder ist doch nur der Treiber Schuld ? Man weiß es nicht, jedenfalls ist seit über 1 Jahr eine recht nutzlose Plattform auf dem Markt, und Intel macht keine Anstalten was zu vergessern.

    Ein Netbook mit 11,6-12,1″, 2 GHz Atom und einem 9200m (kastrierter ION, die Grafikleistung runter ==> Stromverbrauch runter, HD fähigkeit usw bleibt) könnte ich mir gut vorstellen, meinen Eee 1000H zu ersetzen.
    Aber Intel will das ja nicht !

    Ergo bricht Intel den Netbooks selbst das Genickt, Konkurenz gibts ja nicht, zum Teil wegen Intels Bestechungspolitik (die es hier sicher auch gibt, bei ION haben sies ja zugegeben ….) und ich werd das Gefühl nicht los das VIA auch selbst Schuld ist, AMD ja sowieso.

    Mein 1000H “ersetzt” mein Notebook komplett, da ich nie ein Notebook besessen habe.

    Ich bin der Hoffnung dass ein HD fähiges 11.6 – 12,1″ CULV mit Dockingstation dann auch meinen Desktop ersetzen kann.
    Und somit würde ich dann auch dem Atom den Rücken kehren, auch wennfür mich die Thin&Light’s immer noch mehr zu Netbooks als Notebooks gehören, denn ohne die Netbooks hätte Intel nie die astronomischen Preise seiner ULVs auf normal Maß gesenkt.

    Ohne Netbooks kein CULV
    Ergo CULV sind für mich eine Evolutionsstufe der Netbooks.

  • Kronos

    Koolshen In großen Teilen muss ich dir zustimmen.
    Natürlich jedoch nicht komplett ;)

    Der größte Knackpunkt mMn ist Intel selber, bzw dass Intel nicht will dass sich derAtom gut verkauft, ich erinnere nur an Aussagen so mancher CEOs “dass wir sowas überhaupt bauen ist ein Wunder”

    Dann der Chipsatz, und die Blockade gegenüber ION

    Dann die Beschränkung auf 10,2″ für den “nicht MID Atom” bzw der grottige Chipsatz des Z Atoms – oder ist doch nur der Treiber Schuld ? Man weiß es nicht, jedenfalls ist seit über 1 Jahr eine recht nutzlose Plattform auf dem Markt, und Intel macht keine Anstalten was zu vergessern.

    Ein Netbook mit 11,6-12,1″, 2 GHz Atom und einem 9200m (kastrierter ION, die Grafikleistung runter ==> Stromverbrauch runter, HD fähigkeit usw bleibt) könnte ich mir gut vorstellen, meinen Eee 1000H zu ersetzen.
    Aber Intel will das ja nicht !

    Ergo bricht Intel den Netbooks selbst das Genickt, Konkurenz gibts ja nicht, zum Teil wegen Intels Bestechungspolitik (die es hier sicher auch gibt, bei ION haben sies ja zugegeben ….) und ich werd das Gefühl nicht los das VIA auch selbst Schuld ist, AMD ja sowieso.

    Mein 1000H “ersetzt” mein Notebook komplett, da ich nie ein Notebook besessen habe.

    Ich bin der Hoffnung dass ein HD fähiges 11.6 – 12,1″ CULV mit Dockingstation dann auch meinen Desktop ersetzen kann.
    Und somit würde ich dann auch dem Atom den Rücken kehren, auch wennfür mich die Thin&Light’s immer noch mehr zu Netbooks als Notebooks gehören, denn ohne die Netbooks hätte Intel nie die astronomischen Preise seiner ULVs auf normal Maß gesenkt.

    Ohne Netbooks kein CULV
    Ergo CULV sind für mich eine Evolutionsstufe der Netbooks.

  • Abwartender

    Ein Artikel aus der New York Times passt zu einigen Kommentaren:

    Already, the company has announced deals to sell the chip to 15 major device manufacturers, including LG, Acer, Samsung and Asustek. Qualcomm said some Snapdragon devices appearing this year would have screens of 10 to 12 inches.

    Intel and Microsoft warn that consumers should remain skeptical about the performance of a computer that costs less than $300.

    “When these things are sold, they need clear warnings labels about what they won’t be able to do,” said Sean M. Maloney, the chief sales and marketing officer at Intel. “It would be good to wait and play with one of these products before the industry gets carried away.”

    Still, the rise of netbooks could hurt both companies.

    >> http://www.nytimes.com/2009/04/02/technology/02netbooks.html?pagewanted=2

  • Abwartender

    Ein Artikel aus der New York Times passt zu einigen Kommentaren:

    Already, the company has announced deals to sell the chip to 15 major device manufacturers, including LG, Acer, Samsung and Asustek. Qualcomm said some Snapdragon devices appearing this year would have screens of 10 to 12 inches.

    Intel and Microsoft warn that consumers should remain skeptical about the performance of a computer that costs less than $300.

    “When these things are sold, they need clear warnings labels about what they won’t be able to do,” said Sean M. Maloney, the chief sales and marketing officer at Intel. “It would be good to wait and play with one of these products before the industry gets carried away.”

    Still, the rise of netbooks could hurt both companies.

    >> http://www.nytimes.com/2009/04/02/technology/02netbooks.html?pagewanted=2

  • Koolshen

    @ Kronos

    Genau, das gebe ich Dir recht, deshalb wird es kein langanhaltenden Erfolg für die Netbooks geben, weil Intel das auch nicht will!

    “Thin and Light”, CULV etc. sind aber keine Netbooks, weil es sie schon mindestens seit 10 Jahren als ultraportable Subnotebooks gegeben hat und z.B. in Japan schon immer sehr erfolgreich waren. Nur der Preis war eben ein ganz anderer… ;-)

  • Koolshen

    @ Kronos

    Genau, das gebe ich Dir recht, deshalb wird es kein langanhaltenden Erfolg für die Netbooks geben, weil Intel das auch nicht will!

    “Thin and Light”, CULV etc. sind aber keine Netbooks, weil es sie schon mindestens seit 10 Jahren als ultraportable Subnotebooks gegeben hat und z.B. in Japan schon immer sehr erfolgreich waren. Nur der Preis war eben ein ganz anderer… ;-)