By Roland
17 May, 2009 1:28 pm
VIA kann sich über einen neuen Abnehmer für seine noch jungen Nano-CPUs freuen. Statt Intels Atom Prozessoren will Dell den Nano verwenden – allerdings nur bei einem neuen modularen Mini-Server. Diese so genannten “Ultra-Light”-Server sind vor allem für leichte Arbeitslasten gedacht, sie werden also zum Beispiel beim Webhosting verwendet.
Bisher kommt der VIA Nano vor allem in Netbooks zum Einsatz, deren Zahl sich jedoch mit dem Samsung NC20 und bald auch dem Dr.Mobile FreeStyle 1300n noch stark in Grenzen hält. Mit den XS11-VX8 genannten Mini-Servern springt Dell nun seinerseits auf den Zug der neuen Low-Cost-Server auf, die vor allem helfen sollen, die Kosten für Rechenzentren zu reduzieren. Die Vorteile liegen vor allem in den niedrigeren Kosten und einer im Vergleich zu den typischen Server-CPUs geringeren Leistungsaufnahme, was die Chips auch leichter kühlbar macht.
Jeder der in Form von steckbaren Modulen realisierten Server soll rund 400 US-Dollar kosten. 12 der Geräte können in einem 2U-Server-Chassis untergebracht werden. Auf jedem der Boards ist dabei ein VIA Nano U2250 Prozessor mit 1,3 Gigahertz zusammen mit einem Speichermodul untergebracht. Pro Modul rechnet Dell eine Leistungsaufnahme von 20 bis 29 Watt vor, weshalb kleinere Lüfter und weniger Netzteile verbaut werden können.
Ob Dell auch über die Verwendung des Intel Atom in ähnlichen Mini-Servern nachdenkt, ist nicht bekannt. Microsofts Forschungsabteilung zum Beispiel, erprobt aber bereits einen Cluster, bei dem 50 Atom-CPUs kombiniert werden. VIA dürfte es letztlich herzlich egal sein, wer die Nanos verbaut – Hauptsache man kann sie angesichts der überwältigenden Marktmacht der Konkurrenz überhaupt an den Mann bingen.
[Quelle: IDG.no]












